Die Ampelkoalition

Bintje

Well-Known Member
Ich finde deinen Beitrag eigentlich diskutierenswert, aber bei aller Lust an Polemik macht mich

inzwischen, übrigens auch im Realen Leben, ich furze Menschen da nur noch permanent an, nur noch agressiv. Reflexhaft. Der Mann ist promovierter Germanist. Hat irgendwann auch mal unter anderem Kinderbücher geschrieben.
Kann ich begreifen. Aber jetzt kommt wahrscheinlich: ja, bloß in der eigenen Blase, bloß nicht mit anderen reden, ...

Zieht bei mir auch nicht mehr. Ermattend.
 

Bintje

Well-Known Member
Immerhin hat er vor seiner Karriere in der Politik schon etwas geleistet. Literatur für Kinder ist nicht das Schlechteste.
Einmal das - und zum zweiten: Wie kommen Leute eigentlich darauf, man müsse in der Politik nichts leisten?
Weiß nicht, wo ich das neulich gelesen/gehört habe, aber wie kommt man eigentlich darauf, anderen ihren Beruf vorzuwerfen?!
Wirft man Klempner vor, dass sie Klempner sind? Lokomotivführern, dass sie Lok fahren (ok, aktuell mal wieder nicht) .. ?
Dachdeckern, dass sie Dächer decken? Bäckern, dass sie Brötchen backen? Oder Kellnern, dass sie kellnern?
Nein. Das richtet sich fast immer nur gegen Leute, die mit sogenannten Eliten assoziiert werden: Studierende zum Beispiel (nie was geleistet), Politiker:innen (Berufspolitiker!, Politik als Beruf!, Skandal!), Journalist:innen (kann-ja-jeder), ...
.... ach ja, und Gärtnern. Der Mörder war immer der Gärtner.
Ok, ziehe die These zurück. Aber ich finde, sie hat was für sich. ;)
 

sommersonne

Well-Known Member
Einmal das - und zum zweiten: Wie kommen Leute eigentlich darauf, man müsse in der Politik nichts leisten?
Weiß nicht, wo ich das neulich gelesen/gehört habe, aber wie kommt man eigentlich darauf, anderen ihren Beruf vorzuwerfen?!
Wirft man Klempner vor, dass sie Klempner sind? Lokomotivführern, dass sie Lok fahren (ok, aktuell mal wieder nicht) .. ?
Dachdeckern, dass sie Dächer decken? Bäckern, dass sie Brötchen backen? Oder Kellnern, dass sie kellnern?
Nein. Das richtet sich fast immer nur gegen Leute, die mit sogenannten Eliten assoziiert werden: Studierende zum Beispiel (nie was geleistet), Politiker:innen (Berufspolitiker!, Politik als Beruf!, Skandal!), Journalist:innen (kann-ja-jeder), ...
.... ach ja, und Gärtnern. Der Mörder war immer der Gärtner.
Ok, ziehe die These zurück. Aber ich finde, sie hat was für sich. ;)
Ich finde das Politiker etwas leisten und zwar etwas was ich nicht tun möchte.
Die sind immer unterwegs , geregelten Feierabend gibt es kaum, müssen sich beschimpfen lassen, sind für alles Schuld, haben wenig Erfolge und und und. Schlecht bezahlt im Gegensatz zu einem Job in der Wirtschaft. Das bischen Prestige was auch dran hängen kann, geschenkt.
Ich meckere ja auch oft mit über sie, aber tauschen - nein danke.

Natürlich gibt es auch welche die in der Hängematte liegen, dürfte aber nicht die Mehrheit sein.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Wirft man Klempner vor, dass sie Klempner sind? Lokomotivführern, dass sie Lok fahren (ok, aktuell mal wieder nicht) .. ?
Dachdeckern, dass sie Dächer decken? Bäckern, dass sie Brötchen backen?
Der Vorwurf ist ein anderer, und der hat was. Klempner, Lokomotivführer, Dachdecker, Bäcker, das sind was? Richtig, Ausbildungsberufe. Du willst nicht, daß ein Taxifahrer die Lokomotive fährt, in deren Zug Du sitzt. Aber Finanzminister, Wirtschaftsminister, Verkehrminister, das scheint irgendwie jeder zu können, da muß man nichts für gelernt haben, nicht qualifiziert sein.

Und das war mal anders. Ein Helmut Schmidt war qualifiziert als Verteidigungsminister. Der war schon einer im Schattenkabinett, heißt, designierter Verteidigungsminister in der Opposition: Hat bei jedem Gesetz, jeder Anschaffung gecheckt: was ist da los, wie stehe ich als Opposition dazu, wenn ich dann mal regiere, kann ich damit leben, was würde ich darauf aufbauend trotzdem anders machen, oder muß das weg.
 

EnRetard

Well-Known Member
Wenn man sich nur mal die Sitzungswoche anschaut und wie lange die geht, manchmal bis in den späten Abend.

Ich wette den Job will keiner machen, nachdem er mal eine Woche mit gelaufen ist.
Deshalb ist das ja auch eine Spielwiese für eitle Pfauen, machtgeile Soziopathen etc. Der Bundeskanzler verdient nicht mehr als ein sesselpupsender Krankenkassenchef. Und weniger als halb so viel wie die Chefs des Kölner Energieversorgers und der Sparkasse.
 

sommersonne

Well-Known Member
Und wer ist denn jetzt nun Schuld an der wirtschaftlichen Misere Deutschlands?

Karl Lauterbach.

Den Anhang 18941 betrachten


Finde ich jetzt ungerecht, der kann nicht viel dafür. Auch die Wirtschaft möchte garantiert keine neuen Ausgehverbote, Maskenverordnungen und was es sonst noch so Schönes gab. Aber gejammert und einen Sündenbock gefunden ist ja schnell.
 

Bintje

Well-Known Member
Du willst nicht, daß ein Taxifahrer die Lokomotive fährt, in deren Zug Du sitzt.
Aber genau das passiert. Es gibt massenhaft Quereinsteiger, die über die Arbeitsagentur in private Schulen gequetscht werden und nur eine Turbo-Ausbildung als Lokführer durchlaufen, die die Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient.
Obwohl: doch, tut sie, weil die Berufsbezeichnung selbst nicht geschützt ist. Geschützt ist nur die Bezeichnung "Lokomotivführer". ;)
Vergleichbar wie bei sog. Barbershops. Kleine, hippe Läden, in denen man zum Spottpreis nebenbei die Haare schnippeln lassen kann, bei Selbstföhnen noch billiger, und der Unterschied zum Friseur: Letzteres ist ein Lehrberuf, für ersteres brauchst du nur einen Gewerbeschein und musst auf Nachfrage treuherzig versichern, dass du nur Leute rasierst. Kontrollen? Ähm, eher keine.

Schau dir mal den Bericht von ZDF Frontal über die Ausbildung von Quereinsteigern zu Lokführern an.

Da stehen einem die Haare zu Berge. Ok, mir nicht, weil ein Freund, höheres Tier bei der Bahn, mir schon länger davon erzählt und auch, dass die Ausbildungsfähigkeit zahlreicher Einsteiger auch in anderen relevanten Bereichen seit längerem gesunken und, von Ausnahmen abgesehen, eine echte Katastrophe sein soll. Augenblicklich sucht die Bahn zum Beispiel händeringend Gleisbauer. Er sagt, das Problem sei nicht Geld, angeblich fehlendes, sondern fehlende Bauteile wegen Lieferverzögerungen, fehlende Fach- oder auch nur Hilfskräfte, und er könne jeden verstehen, der über die Bahn meckere (ich hab aus freundschaftlichem Taktgefühl gar nicht gemeckert, einfach nur zugehört): Die Probleme seien augenfällig; er bekäme die massenhaften Verspätungen, Ausfälle und sonstigen Probleme als BC 100-Inhaber und Vielfahrer tagtäglich mit, aber: All diese Probleme werde absehbar auch noch sein Nachfolger erben.
Herzlichen Glückwunsch.
 

Bintje

Well-Known Member
Deshalb ist das ja auch eine Spielwiese für eitle Pfauen, machtgeile Soziopathen etc. Der Bundeskanzler verdient nicht mehr als ein sesselpupsender Krankenkassenchef. Und weniger als halb so viel wie die Chefs des Kölner Energieversorgers und der Sparkasse.
... womit du m.E. etlichen Leuten Unrecht tust und das hoffentlich weißt. Aber auf Politiker und Journalist:innen kann man ja immer. Draufdreschen. Irgendwelche werden schon dabei sein, die es verdient haben. Darum gleich mal fürs Kollektiv: Einfach druff! Am besten Tiernamen geben. *Ironie off*
 
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