Die meisten Deutschen lehnen Sinti und Roma ab

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nordish

Guest
Das ist teilweise unvermeidbar , da ich keine gestrigen (damit meine ich Sonntag) Beiträge sintos über Herrn Weiss finden konnte.
Du kannst die widersprüchlichen Stellen ja nochmal zitieren. Gern auch per pn.
Einegtlich habe ich da grad nicht so wirklich Lust zu, aber ich will a. nicht unhöflich sein, oder b. den Eindruck erwecken, ich würde mich vor einer Antwort drücken.
Also...
Herr Weiss beschrieb einige Sitten seines Clans wie Frauen dürfen nur lange Röcke tragen, alle hören auf ihn, etc... ist nachzulesen in dem Artikel. Daraufhin antwortete Sinto sinngemäss, er würde diese Gebote für sich und seine Familie ablehnen, er sei ein moderner Sinto etc. pp.
(Übrigens... Mit gestern meinet ich sprichwörtlich gestern.)
Heute schreibt er etwas von er darf nichts erzählen, da er befürchten müsse, ihm würde ein Kontaktverbot zu seiner Familie auferlegt werden.
Von wem?
Vom Nachbarn? vom Chef? Nein, entweder von dem Failienoberhaupt oder vom Clan.
Also lebt er genau die Sitten, die auch Herr Weiss lebt, und welche er (sintostyle) verurteilt hat.

Noch einmal zur Geheimhaltung:
Ich versuche nichts aus sintostyle auszuquetschen, was er nicht erzählen möchte/ darf.
Ich finde es nur falsch, wenn er etwas geheimhalten muss, dann soll er es auch tun, und es nicht nur nach Aussen hin geheimhalten, aber so im Privaten kann man das ja alles ausplaudern. Das ist, wie ich schon schrieb, nicht konsequent.
 
K

KiraS

Guest
Es ist ja nicht so, dass diese Verschwiegenheit nichts mit "uns" Deutschen zu tun hätte. Deshalb würde ich mir auch mehr Verständnis für das Verhalten der Sinti und Roma wünschen. Und ich sehe es wie Du, Veränderung muss von innen kommen. Die Frage ist, wie wir miteinander umgehen wollen. Begleiterscheinungen bis zu einem gewissen Maß muss man wohl ertragen, aber Rassismus und Ausgrenzung einer ethnischen Minderheit muss sich niemand gefallen lassen.

Also das geht mir jetzt eindeutig zu weit.
Ich habe versucht, ein gewisses Verständnis für Sintos Verschwiegenheit aus vermeintlicher Angst vor Repressalien seiner Familie nachzuvollziehen.
Wenn aber als Quintessenz der ganzen Sache nur wieder die Nazi-Keule rausgeholt wird, sage ich nur: "NO GO!!!"
 

sintostyle1

Well-Known Member
Die Verschwiegenheit gilt jedem Nichtsinto/Nichtrom gegenüber. Nicht nur Deutschen.

Das Problem ist: selbst wenn ich von gewissen Dingen nix halte habe ich ältere Verwandte die mir wichtig sind. Diese würden den Kontakt mit mir abbrechen müssen nicht umgekehrt. Deswegen habe ich mich an Regeln zu halten in der Öffentlichkeit auch wenn ich persönlich nix schlimmes daran finde über unsere Kultur zu sprechen. Diese Regeln haben Rechtsprecher aufgestellt und nur diese können es für alle ändern.

Ich verstehe auch dass ihr das befremdlich findet (würde ich auch) aber deswegen habe ich ja Angebote gemacht die man öffentlich nicht beweisen kann.
 

sintostyle1

Well-Known Member
Also das geht mir jetzt eindeutig zu weit.
Ich habe versucht, ein gewisses Verständnis für Sintos Verschwiegenheit aus vermeintlicher Angst vor Repressalien seiner Familie nachzuvollziehen.
Wenn aber als Quintessenz der ganzen Sache nur wieder die Nazi-Keule rausgeholt wird, sage ich nur: "NO GO!!!"
Wie gesagt gilt jedem anderen Volk gegenüber. Verantwortlich waren zwar die Nazis die Konsequenzen trägt jedes Volk ausserhalb unseren Stämmen.
 
F

filaki

Guest
Wie gesagt gilt jedem anderen Volk gegenüber. Verantwortlich waren zwar die Nazis die Konsequenzen trägt jedes Volk ausserhalb unseren Stämmen.

Ich glaube nicht, dass nur die Nazis Schuld haben.
Wenn ich mir die Geschichte der Roma anschaue...

Am Balkan hatte jeder, der Land besaß auch Roma-Sklaven. Geflohene Roma-Sklaven flüchteten Anfang des 15.Jahrhunderts in den Westen. Hier waren sie praktisch vogelfrei. Die Einheimischen wurden in Dekreten aufgefordert die Roma zu jagen und zu töten. Es kam zu einer "Fluchtwanderung"

Im 18. Jahrhundert verordnete Kaiserin Maria Theresia von Österreich und Ungarn, Romakinder zwangsweise von ihren Eltern zu trennen und sie anderen Eltern zu geben. Verbot den Roma in Ungarn ihre Sprache zu sprechen, Eheschließungen waren nur ganz wenige erlaubt.
Maria Theresias "Zigeunerpolitik" wurde in vielen Regionen Deutschlands im 18. und 19 Jahrhundert kopiert.
Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb die Situation der Roma unverändert. Erst 1864 wurde die Sklaverei endgültig abgeschafft.
Weiter Ausgegrenzt, sie durften sich nicht niederlassen, nur eingeschränkt durften sie sich beruflich betätigen, wenn ihre Kinder bettelten wurden wieder vertrieben und abgeschoben. Aus befreiten Sklaven wurden Heimatlose, die nur wieder weiterziehen mussten.

Neue Verordnungen. 1899 gab es in München eine eigens eingerichtete Polizeistelle zur Überwachung der Roma.
1926 wurde das Gesetz "Zur Bekämpfung der Zigeuner, Landfahrer und Arbeitsscheuen" in Bayern erlassen. Dieses Gesetz erlaubte es, Sinti mit deutscher Staatsbürgerschaft in Arbeitshäusern zu sperren und ihre Kinder in Kinderheime einzuweisen.
Staatenlose und Ausländische Roma wurden sofort abgeschoben.......

Vieles könnte ich noch schreiben....

Über den Holocaust brauche ich wohl nichts zu sagen.

Ganz ehrlich, wenn wir so eine Geschichte hinter uns hätten, würden wir uns auch abschotten und misstrauisch sein?
 
L

Laledevri

Guest
Tibet war ein kleines Land, das sich völlig abgeschieden hatte. Für die einen das vermeintliche Shangri-La, für die anderen noch nicht einmal Mitglied des Völkerbundes. Aufgrund damaliger Staatenkonzeption also irgendwie nicht existent. Und auch sonst nicht existent. Dann marschierten die Chinesen ein, es fand eine unfassbare Zerstörung der Kultur statt, ein Genozid, Massen an Tibeter flohen. Heute kennt diese Kultur die ganze Welt, sie hat überall Sympathisanten und Menschen, die sich leidenschaftlich für sie einsetzen, für ihren Erhalt und ihren Schutz. Weil die Tibeter zugelassen haben, dass Fremde etwas über sie lernen. Weil sie wissbegierige Menschen eben nicht mit der Keule "Das sind unsere Traditionen, die dürfen wir nicht teilen!" zurückgestossen haben.

Und bitte Sinto, erspare mir an dieser Stelle ein "Wir sind aber viel schlimmer verfolgt worden als die!" Es ist heute kein Mensch mehr in Deutschland verantwortlich für die Verbrechen der NS-Zeit (ausser irgendwo liegt noch ein Altnazi in einem Altersheim in den letzten Zügen) und es muss sich auch niemand mehr dafür rechtfertigen. Es gibt keine Erbschuld. Genauso wenig, wie heutige Chinesen schuld daran sind, was den Tibetern passiert ist einst.

Ich für meinen Teil gebe es an dieser Stelle auf, mich in diesem Forum irgendwie über Sinti und Roma auseinandersetzen zu wollen. Ich brauche auch keine PN, in denen ein sintostyle die Deutungshoheit übernimmt.
Gibt noch so viele andere bedrohte und verfolgte Völker auf der Welt, die verstanden haben, dass Öffnung lebensrettend sein kann, weil Offenheit Verständnis und Toleranz fördert.

Anbei eine Liste:
http://www.gfbv.de/bedrohte_voelker.php
 

sintostyle1

Well-Known Member
Lale hab ich was gesagt? Ich wiederhole mich... ich darf nicht öffentlich darüber sprechen. Das ist ein Gesetz bei uns. Wie ich zum Beispiel auch keinen töten darf. Und jeder Genozid ist schlimm.

Du scheinst auch nur selektives Lesen zu beherrschen wie du es andern vorwirfst.
 

therengarenk

Gesperrt
Eure Rechtssprecher drehen sich die Welt auch so wie sie ihnen gefällt.
Das ist nicht nur bei dem Thema so. Die Zigeunern hier haben den perfekten Weg gefunden, um keine 1 Euro Jobs machen zu müssen, weil es bei jeder Arbeitsgelegenheit heißt, dass die Kultur " die und die" Arbeit verbietet. Und dann jedesmal den Clanchef zur Maßnahme zum dagegen stimmen hinschicken... Kannst ja dann keinen von euch zwingen, sonst heißt es wieder "nazi", aber Wehe das Geld kommt mal später aufs Konto, dann wird direkt ne Demo organisiert!
 
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