Ich glaube fast, die Ukraine wird hier gerade geopfert und den Russen zum Fraß vorgeworfen.
Den Eindruck haben ja viele schon sehr lange. Es sieht so aus, die Ukraine bekäme gerade genug Waffen, um den Krieg nicht zu verlieren, aber nicht genug, um ihn zu gewinnen. Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Die F-16, die sie Januar/Februar endlich bekommen werden, mickrig wenig, warum hatten sie sie nicht schon bekommen Januar/Februar diesen Jahres? Wie anders könnte die Situation jetzt aussehen?
Für wessen Interessen passiert das?
Weiß man nicht. Müßte man Scholz, besser noch Biden fragen können.
Verschwörungstheoretisch, um mal wieder Alu-Skills einzubringen, würde man fragen nach dem
cui bono?, wem nützt es? Da wäre eine plausible Antwort: Man will die Russen dauerhaft mit einen Stellungskrieg in der Ukraine binden, um sie aus anderen Weltregionen herauszuhalten. Etwa Syrien, wo sie mit dem Iran gemeinsam Assad an der Macht hielten entgegen amerikanischer Interessen. Ohne Putins Luftwaffe hätte die Situation in Syrien ganz anders ausgesehen.
Gegen diese Theorie spricht, daß gar nicht erst mit einem möglichen Wahlsieg Trumps, sondern, um diesen zu verhindern Biden die ukrainische Militärhilfe im nächsten Jahr erheblich reduziert ... durch die Republikaner ausgebremst werden könnte. Tatsächlich stand den Amerikanern ja schon ein shutdown bevor: Entweder die Republikaner kriegen ihre brachiale Grenzsicherung zu Mexiko durch, und dann die Demokraten weitere Militärhilfe für die Ukraine, oder beides fällt flach, und wir machen den Landen dicht. Die Theorie, Rußland dauerhaft zu binden, ergibt keinen Sinn, wenn man das nicht dauerhaft durchziehen kann bzw. die Republikaner das schon von der Opposition aus das verhindern.
Will sagen, keine Ahnung.