Berfin1980
Well-Known Member
Ich habe gestern einen Bericht über die Dortmunder Tafel und ihren 12 oder 17 Ausgabestellen gelesen. Dort hat man kein Verständnis für die Essener Entscheidung, Ausländer von der Lebensmittelvergabe wegen Wegdrängelns von alleinstehenden Müttern und Rentnern auszuschließen, und zwar aus folgendem Grund:
Jeder Berechtigte erhält eine Art Kundenkarte, in dem vermerkt ist, an welchem Tag in der Woche und zu welcher Uhrzeit er/sie bei der Abgabestelle "einkaufen" kann. Dort gehört er/sie zu einer Gruppe von 24 Personen, die 20 Minuten Zeit für ihre Einkäufe haben, um dann der nächsten Gruppe Platz zu machen. Die Vorräte sind so eingeteilt, daß auch für die letzte Gruppe, noch alles da ist (darum ja die Planung). Es gibt zwar so etwas wie eine "Hofwache", die aber so gut wie nie einschreiten müsse. Es gebe keine Rempeleien, Aggressionen oder ähnliches unter den Wartenden. In der Gruppe kennt man sich oder lernt sich kennen, tauscht sich aus usw. Jedenfalls prügeln sie sich nicht und die Ehrenämtler klagen auch nicht über respektloses Verhalten.
Ist vielleicht alles eine Frage der Organisation und nicht eine Frage der Ausländer.
Same here, habe mich vor Ort einfach erkundigt und hier gilt auch die gerechte Einteilung und bei denen wird, sollte einer eine Woche nicht kommen sogar angerufen bei demjenigen. Organisation und sei es für die Ärmsten der Gesellschaft muss eben auch gelernt werden, bedarf einer gewissen Logistik. Wie sagte die Leiterin der Tafel Potsdam, bei Zunahme von Empfangsberechtigten müssen wir eben so verteilen das alle was bekommen.
Hatte ich schon erwähnt das Behinderte und Alte die nicht in der Lage sind zu kommen, ihre Waren trotzdem erhalten indem man sie ihnen einfach bringt. Ach ja und ich sah einige Ehrenamtlich keine Biodeutschen, die sich dort an der Ausgabe betätigten oder übersetzten.
Ob die jetzt allerdings die ADD in der Tafel haben wollen bezweifle ich dann eher. Sie lehnten ja auch schon Geldspenden gewisser Parteien ab.