Alubehütet
Well-Known Member
An alle, die mir hier wieder abstrusen Zeugs unterstellen: Bitte lest das hier noch einmal.
Solche Leute will hier keiner haben! Seit Ihr doof? Gerade diese Menschen aber brauchen unsere Hilfe! Gerade sie haben Anspruch darauf! Habe ich irgendwo die Schlußfolgerung vertreten, weil sie uns belasten, sollten wir sie ausser Landes schaffen? Habe ich nicht. Im obigen Post habe ich das exakte Gegenteil gesagt.
Wünschenswert: Das Leben ist kein Wunschkonzert. (Wie sie im Osten sagen: Wir sind hier nicht bei Wünsch-Dir-was.) Wir kriegen nun mal nicht die Flüchtlinge, wie wir sie uns gerne backen täten in Familienserien und Heimatromanen, wir kriegen die, die uns brauchen. Und die uns am bittersten brauchen sind bisweilen die, die wir am wenigsten gerne hätten.
Wo sonst sollen diese Menschen wieder Frieden lernen? Wo sonst finden sie die Ruhe, ihre Traumatisierungen nach Jahren aufzuarbeiten? Die kann man auf unabsehbare Zeit nicht nach Syrien zurückschicken, egal, wie „befriedet“ das sein mag; sie werden dort so schnell ihren Frieden nicht mehr finden.
Meine Unterscheidung ist nicht die von guten Flüchtlingen und schlechten Flüchtlingen. Meine Unterscheidung ist die von anstrengenden und nicht so anstrengenden Flüchtlingen.
Bin jetzt endlich auch wieder in einem Flüchtlingsheim wiederholt gewesen. Die jetzt sind komplett andere. Es kursieren erste Überlegung, die Hälfte der Security, die man bestellt hat (privates Wachpersonal), wieder abzuziehen.
Das muß nicht so bleiben. Laß erst mal die Asow-Nazi-Bataillone aus dem Donbass kommen, traumatisiert und gefoltert von den Putin-Nazis der Wagner-Gruppe oder Tschetschenen oder den syrischen Söldnern. Die hier genau so, verdammt noch mal, hingehören, genau so Kriegsflüchlinge sind.
Selbe Flüchtlingsunterkunft, andere Geschichte, die mir erzählt worden ist. Anderer Flüchtling, ganz anderer Typ. Ich habe ihn später kennengelernt: Ruhig, vernünftig, intelligent, schon gute Deutschkenntnisse. Steht am hellichten Tag auf der zentralen Gemeinschaftswiese, schreit alle drei Wohnblöcke zusammen. „SCHEISS DEUTSCHLAND! SCHEISS MERKEL!“ Versucht, sich die Unterarme zu öffnen mit einem Brotaufstrichmesser. Also mit einem, mit dem man Butter und Leberwurst oder Marmelade auf ein Brötchen verteilt; mit dem man allenfalls das Brötchen zuvor aufsägen kann. Keinen Unterarm. Die Hausmeister, durchaus robust, durchaus auch körperlich durchsetzungsfähig und erfahren, sehen, daß hier ihre Kompetenzen überschritten sind. Der Typ ist, wodurch auch immer getriggert, völlig durch den Wind, ist in einer akuten Krise, der gehört fachärztlich behandelt vulgo ruhiggestellt. Psychiatrie, geschlossene, bis auf weiteres. Das muß die Staatsgewalt verfügen und durchsetzen. Polizei gerufen. Der junge Mann geht mit seinem Schmiermesser auf den Polizisten los. Dieser stolpert drei Schritte zurück, zieht und entsichert seine Waffe, hält sie mit beiden ausgestreckten Armen vor sich, brüllt ihn an: Waffe fallen lassen! Hände über den Kopf! Hinlegen! Was der natürlich macht.Wir können uns nun mal nicht aussuchen, wer es bis zu uns schafft, und wer berechtigt in Not unsere Hilfe und Solidarität in Anspruch nimmt. Hätten wir es uns aussuchen können, wären es schon 2015/16 lieber Menschen gewesen wie die, die jetzt kommen. Natürlich. Ich erinnnere mich: In einer Flüchtlingsunterkunft war einer aus Syrien: Kerl wie ein Baum. Laut. Wirr. Hat zusehen müssen, wie vor seinen Augen Vater und Bruder erschossen worden waren. Völlig durch den Wind. Hatte einen Hals auf einen bestimmten Hausmeister und drohte wiederholt, wenn er ihn das nächste mal sähe, würde er ihn töten. Lachend. Ob er das ernst meinte, wird er selber nicht gewußt haben. Was wir allerdings wußten, war, daß er regelmäßig seine Frau verprügelt hat. Selbstverständlich. So einen will niemand hier haben. Genauso selbstverständlich: Genau er, und gerade er gehört hier aber hin. Wird nie wieder Fuß fassen, wenn nicht hier.
Solche Leute will hier keiner haben! Seit Ihr doof? Gerade diese Menschen aber brauchen unsere Hilfe! Gerade sie haben Anspruch darauf! Habe ich irgendwo die Schlußfolgerung vertreten, weil sie uns belasten, sollten wir sie ausser Landes schaffen? Habe ich nicht. Im obigen Post habe ich das exakte Gegenteil gesagt.
Wünschenswert: Das Leben ist kein Wunschkonzert. (Wie sie im Osten sagen: Wir sind hier nicht bei Wünsch-Dir-was.) Wir kriegen nun mal nicht die Flüchtlinge, wie wir sie uns gerne backen täten in Familienserien und Heimatromanen, wir kriegen die, die uns brauchen. Und die uns am bittersten brauchen sind bisweilen die, die wir am wenigsten gerne hätten.
Wo sonst sollen diese Menschen wieder Frieden lernen? Wo sonst finden sie die Ruhe, ihre Traumatisierungen nach Jahren aufzuarbeiten? Die kann man auf unabsehbare Zeit nicht nach Syrien zurückschicken, egal, wie „befriedet“ das sein mag; sie werden dort so schnell ihren Frieden nicht mehr finden.
Meine Unterscheidung ist nicht die von guten Flüchtlingen und schlechten Flüchtlingen. Meine Unterscheidung ist die von anstrengenden und nicht so anstrengenden Flüchtlingen.
Bin jetzt endlich auch wieder in einem Flüchtlingsheim wiederholt gewesen. Die jetzt sind komplett andere. Es kursieren erste Überlegung, die Hälfte der Security, die man bestellt hat (privates Wachpersonal), wieder abzuziehen.
Das muß nicht so bleiben. Laß erst mal die Asow-Nazi-Bataillone aus dem Donbass kommen, traumatisiert und gefoltert von den Putin-Nazis der Wagner-Gruppe oder Tschetschenen oder den syrischen Söldnern. Die hier genau so, verdammt noch mal, hingehören, genau so Kriegsflüchlinge sind.
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