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CrazyWoman
Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache
Gutes Beispiel, das funktioniert so.
Nein, ich denke mit dem "Tja" wird, wenn ich mir das so recht überlege, ein "Abschluss" eingeleitet. Bei dem 1. Beispiel oben gehe ich davon aus, dass die Diskussion über Cyranos Dummheit schon länger anhielt und er jetzt mit dem "Tja" sein abschließendes Argument (kein Muttersprachler sein) einleitet. Nur so kann ich erklären, warum das letzte Beispiel nicht klappt. Denn auf die kurze Frage "Kommst Du mit" eine Antwort mit "Tja" einzuleiten scheint mir nicht passend. Da würde man eher sagen "Nein, leider muss ich hierbleiben."
Wie wär's mit dem Beispiel:
- "Jetzt habe ich schon alle möglichen Leute um Hilfe gefragt und alle Bücher dazu gelesen und weiß immer noch nicht weiter."
- "Tja, dann weiß ich auch nicht, was ich Dir dazu noch sagen soll..."
Auch hier würde die "Einleitung eines Abschlusses" passen.
Das sind wie gesagt Dinge, die machen Deutsche intuitiv richtig. Das zu erklären ist schwer. Ich hoffe, ich konnte es nach meiner subjektiven Meinung rüberbringen...
(...)
Okay, bisherige Zusammenfassung:
Das Tja signalisiert:
- das Pech ("Leider" oder "hab ich es Dir nicht gleich gesagt?"
- Das Schade, je nach dem Zusammenhang.
Ich habe auch mir ein wenig recherhiert und hier erfahren, dass das "Tja" auch dem englischen "Well" entprechen mag:
"Tja, so sieht es aus."
"Well, that's what it looks like."
Ausgehend von dem "Well" muss ich dann z, B. das folgende sagen können, oder?
Du: Cyrano, du bist der dummste Mensch auf der Erde! Du kannst immer noch nicht das "Tja" ergreifen!
Ich: Tja, CrazyWoman, was kann ich dagegen sagen? Ich bin kein Muttersprachler!
Geht es so?
Gutes Beispiel, das funktioniert so.
Ausser das Pech/Schade und das "Well", soll das Tja gemäss der Dudens Definition z. B. eine zögernde Haltung, auch Verlegenheit ausdrucken sollte.
Kannst du bitte ein Beispiel geben, das eine zögernde Haltung und/oder Verlegenheit ausdruckt? Ich habe in meinem vorigen Beitrag mit dem Beispiel versucht, aber offensictlich habe ich nicht geschafft können.
- Kommst du mit?
- Tja, ich muss wohl hier bleiben.
Nein, ich denke mit dem "Tja" wird, wenn ich mir das so recht überlege, ein "Abschluss" eingeleitet. Bei dem 1. Beispiel oben gehe ich davon aus, dass die Diskussion über Cyranos Dummheit schon länger anhielt und er jetzt mit dem "Tja" sein abschließendes Argument (kein Muttersprachler sein) einleitet. Nur so kann ich erklären, warum das letzte Beispiel nicht klappt. Denn auf die kurze Frage "Kommst Du mit" eine Antwort mit "Tja" einzuleiten scheint mir nicht passend. Da würde man eher sagen "Nein, leider muss ich hierbleiben."
Wie wär's mit dem Beispiel:
- "Jetzt habe ich schon alle möglichen Leute um Hilfe gefragt und alle Bücher dazu gelesen und weiß immer noch nicht weiter."
- "Tja, dann weiß ich auch nicht, was ich Dir dazu noch sagen soll..."
Auch hier würde die "Einleitung eines Abschlusses" passen.
Das sind wie gesagt Dinge, die machen Deutsche intuitiv richtig. Das zu erklären ist schwer. Ich hoffe, ich konnte es nach meiner subjektiven Meinung rüberbringen...