G20..

Stimmt.. Wir sind an dem Wochenende nach Deutschland gefahren, einen Freund kurz hinter der Grenze besuchen.
Normalerweise fährt man da ohne dass auch nur wer aus dem Fenster guckt. Manchmal steht hinter der Grenze dann jemand und winkt wen raus.
Dieses Wochenende wurde wirklich in jedes Auto geguckt und manch einer rausgewunken.
Hatte sogar zufällig meinen Ausweis mal dabei :x aber mich kontrolliert wirklich nie jemand... Ich sollte eine Schmugglerkarriere starten... :confused:


Kann man es jetzt endlich zusammenfassen als "nicht politisch motivieren gemischten Haufen gewaltbereiter Krawallbrüder International"?
 
Denn wie sollte der arbeitslose Osteuropäer eine Reise nach Deutschland bezahlen?
das Problem seh ich jetzt auch nicht so. es gibt viele günstige Möglichkeiten.
bei der Mitfahrgelegenheit stehen manchmal Fahrten von Oslo nach München drin für 20€
wenn man schon lange vorher weiss, dass man da hin will, kann man auch bei der Bahn einen Schnapper machen.
und die billigen Fernbusse haben immer auch sehr günstige Fahrtzeiten drin, wenn man etwas Zeit mitbringt.

zumal man damit ja auch noch die Plünderungen erklären könnte ;)
was kostet so ein 14er Pack Gilette-Rasierklingen im Drogeriemarkt? 36€?
und Windeln, Batetrien, Schmerzpflaster, Bergeweise Schminke...da geht schon was...
 
Kann man es jetzt endlich zusammenfassen als "nicht politisch motivieren gemischten Haufen gewaltbereiter Krawallbrüder International"?
Nö, wieso das denn jetzt?
Da werden Hooligans dabei gewesen sein, da haben sich auch alkoholisierte Kiddies reinziehen lassen in einen Sog, der für sie eine heftige, exsessive Party darstellte.

Aber wenn einer aus Griechenland oder Spanien hunderte Kilometer anreist, um Krieg gegen das System zu führen, dann ist der nicht unpolitisch. Bei bis zu 50% Jugendarbeitslosigkeit auch durchaus nachvollziehbar.
Die Gipfel werden seit jeher international beschickt, und zwar von erfahrenen und gut vernetzten Straßenkämpfern, die wissen, wie man das alkoholisierte Prekariat in die Schlacht wirft. Es dürfte auch kein Wunder sein, daß unter den identifizierten Ausländern verhältnismäßig viele Südeuropäer waren angesichts der dort herrschenden Jugendsrbeitslosigkeit (das gilt auch für Frankreich). Begriffe wie Krawalltourismus usw. lenken vom Thema ab. Es waren keine Touristen unterwegs.
So sehe ich das auch eher.
 
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Kollateralgeschichte.

HAMBURG taz | Sie wollte helfen. Und zeitgleich ihre Meinung über den G-20-Gipfel kundtun. Am vergangenen Freitag brach die Eimsbüttlerin Miriam H. in Richtung Schanze auf, dabei hatte sie einem Rucksack voller Verbandszeug und Kochsalzlösung, um die Augen von DemonstrantInnen spülen zu können, die mit Tränengas und Pfefferspray in Berührung gekommen waren. Die 34-Jährige half am Rande der Proteste und Ausschreitungen, wo sie konnte, kam auch dahin, wohin die Polizei offizielle Sanitäter nicht durchlassen wollte. Um selbst nicht von den Reizstoffen, die Polizei am Schulterblatt einsetzte, außer Gefecht gesetzt zu werden, hatte H. sich ihr altes Palästinenser-Tuch vor Mund und Nase gebunden.

Am frühen Freitagabend meldete sich ihre Schwester per Handy, fragte, ob alles okay sei und wie es denn aussehe, da im Auge des G-20-Orkans. Miriam H. machte ein Selfie, um ihre Schwester zu beruhigen und um ihr die Situation zu illustrieren, in der sie versuchte, erste Hilfe zu leisten. Dann setzte sie ihren Einsatz fort. Sie hatte nicht bemerkt, dass der Pressefotograf Leon Neal sie abgelichtet hat, als sie sich selbst fotografierte.

Drei Tage später erschien genau das Foto großformatig im Hamburger Abendblatt. „Selfie vor brennenden Barrikaden – viele Schaulustige erschweren so die Arbeit der Polizei“, lautete die Bildunterschrift. „Die Stunde der Voyeure – für sie sind Krawalle ein Happening“, lautete die Schlagzeile.


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http://www.taz.de/Sie-wollte-helfen/!5425009/​
 
Reporter und Journalisten sind heutzutage auch in keiner sicheren, rosigen, beruflichen Situation mehr. Da sieht sich der Ein oder Andere zum dichten angeregt um etwas abliefern zu können.
Schlimm, aber rein aus Spaß macht so etwas keiner, oder bin ich da wieder zu gutgläubig.
 
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