Haben alle Minderheiten/ Einwanderer Probleme?

Dieses Thema im Forum "Politik- und Geschichtsforum" wurde erstellt von noname75, 10 Juni 2014.

  1. eruvaer
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    eruvaer Well-Known Member

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    Doch kenne ich.
    sowohl als auch.
    zu meinen Freunden zähle ich keinen davon.
    Bspw ein Linksradikaler, der sich durch seine unentwegten linksradikalen Äusserungen jederzeit klar positioniert. Ein Freund einer Freundin ist, die ihn selbst als "manchmal etwas zu krass" beschreibt, der auf dem Weg in die Kneipe von einem ca 15Jahre alten Auto den Aussenspiegel abbrach und laut über Kapitalistenschweine schimpfte.
    Vollidiot.

    Rechtsradikale kenne ich nicht von ganz so nah dran, aber auch diese outen sich ganz extrem durch ihre mehr als hasserfüllten Äusserungen.
    Manchmal gegen mich gewandt, manchmal mich auf ihre Seite ziehen wollend, aber immer voll Verachtung und Hass.
    Wobei ich mich da immer frage, ob sie sich selbst vielleicht am meisten hassen.

    Ansonsten war ich schonmal fast ein halbes Jahr in einer Beziehung bevor ich denjenigen gefragt, weil er so extrem südländisch aussah, aber es nie irgendwelche Hinweise auf ausländische Wurzeln gab (beide Eltern waren alteingesessene Familien am Ort). Meine Güte hab ich die Frage bereuht, weil danach ein stolzgeschwellter Endlosvortrag über die Hugenotten kam :rolleyes: :rolleyes:
    Vorher und nachher hab ich sowas nie gefragt, auch nicht nach Religion, Erbkrankheiten im Familienstammbaum, sexueller Orientierung oder nach der Eindeutigkeit der Ausbildung der Geschlechtsteile :confused:
    Entweder jemand erzählt etwas von sich, weil er es wichtig/erzählenswert findet oder eben nicht. Ist doch Lachs.

    Aber wir beide sind da beweitem nicht die Norm der Dinge ;)
     
  2. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Na gut, dann versuche ich es mal mit Marx. Der denkt ja gut franziskanisch: Eigentum ist das Problem.

    Solange Menschen nur Jäger und Sammler sind, die von der Hand in den Mund leben, Proviant haben für vielleicht zwei oder drei Tage, so lange gibt es keinen Grund, den Nächsten zu erschlagen. Im Gegenteil. Solidarität ermöglicht allen das Überleben: Wenn ich Pech habe bei der Jagd, kann ich beim Nachbarn vielleicht was borgen.

    Die heutigen Menschen waren so wenig xenophob, daß sie sich sogar mit Neanderthalern gepaart haben.
     
  3. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Ja, das sind die neuesten Erkenntnisse. Wir haben Neandertaler Gene im Blut. Das bedeutet aber nicht das sich alle Neandertaler und Homo Sapiens pausenlos in den Armen lagen.
    Die Gene sind wissenschaftlich nachgewiesen. Das andere ist Spekulation.
     
  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Naja, es war niemand dabei. Dann spricht aber auch nichts für die These, daß Menschen „von Natur aus“ oder „immer schon“ fremdenfeindlich gewesen wären. Ein Motiv entsteht erst mit Eigentum, das ich rauben oder vor Raub schützen will.
     
  5. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Ein Jagdrevier kann auch schützenswertes Eigentum sein. Immerhin waren die Lebensumstände schwer, die klimatischen Bedingungen rau. Aber das meiste was wir von dem Leben damals denken entspringt grösstenteils unserer Phantasie.
     
  6. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Noch 10.000 v.Chr. gab es ganze vier Millionen Menschen. Weltweit. Da war genug Jagdrevier für alle. :)

    Wir wissen nicht viel über die Menschheit vor Beginn schriftlicher Aufzeichnungen. Aber es gibt wenig Grund zur Annahme, daß Gewalt, Fremdenfeindlichkeit schon immer dem Menschen zu eigen gewesen wären. Eifersuchtsdramen, Beziehungstaten, gewalttätige Familienväter, Zechgelage, die zu Prügelorgien ausarten, das mag es schon immer gegeben haben. Aber Fremdenfeindlichkeit? Warum? Wenn ich sie nicht mag, gehe ich denen aus dem Weg. Es war genug Platz für alle da.

    Hier und dort mag es einen besonders schönen, verteidigungswerten Meeresstrand gegeben haben, oder einen besonders schönen Ausblick auf’s Tal. Das war aber die Ausnahme.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Juni 2018
  7. alterali
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    alterali Well-Known Member

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    Ich sehe dass anders, in einer Grossstadt fragt man die Nachbarschaft nicht aus, manche sprechen miteinander andere auch übereinander. Man hilft auch einander. Aber es gibt natürlich auch mal böses.
    Ich kann mich nicht beklagen!
     
  8. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Vier Millionen Menschen. Weltweit. Das ist eine Großfamilie in Wuppertal, und die nächste Großfamilie in Solingen. Warum sollen die sich in die Wolle kriegen? Man geht sich größtenteils aus dem Weg, und zu bestimmten Terminen, etwa zur Sommersonnenwende, trifft man sich zu rituellen Saufgelagen. Und wenn dann neue kommen, können die sich in Haan ansiedeln :)
     
  9. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Ja, ja die Zechgelage. So was haben die doch schon heimlich Bier gebraut im Neandertal, tz, tz.
     
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  10. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Neanderthal weiß ich jetzt nicht. Von den Indogermanen wissen wir, daß sie dem Honigwein zugesagt haben, und zwar mutmaßlich kräftig. Und den haben sie gemeinsam mit Finnougren verkonsumiert. :)

    Bier scheint aus dem Nähen Osten zu kommen. Die alten Ägypter brauten schon welches.
     
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