Ist die Republik Türkei mittelbar bedroht?

NeoAslan+

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Am Freitag hat ein russischer Flieger wiederholt den türkischen Luftraum verletzt.
Schon beim ersten Mal war mir klar, dass putin ein "Bauernopfer" mutwillig erzeugt haben muss, indem seine Militärs es billigend in Kauf genommen haben, dass ein Jet und die Besatzung für die Aggressionen abgestraft werden würden. Ich glaube nicht, dass er sich bei der Familie des Piloten entschuldigt hat.
Anscheinend legen es die Russen und ihre Komplizen auf eine provokative Eskalation an.

Russischer Botschafter in Ankara einbestellt
Türkei meldet russischen Jet in ihrem Luftraum

"Ein russischer Jagdbomber vom Typ SU-34 hat nach Angaben der türkischen Regierung den Luftraum des Landes verletzt. Das Flugzeug habe auf Warnungen nicht reagiert, so das Außenministerium in Ankara. Die NATO mahnte Russland, künftig solche Zwischenfälle zu vermeiden.

Die türkische Regierung hat erneut die Verletzung seines Lauftraums durch einen russischen Kampfjet vermeldet. Der Zwischenfall habe sich am Freitag 10.46 Uhr (MEZ) ereignet, teilte das türkische Außenministerium mit. Der Jagdbomber vom Typ SU-34 sei auf Russisch und Englisch gewarnt worden, habe aber nicht reagiert...."


Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-russland-111.html


Ich befürchte, dass diese russischen Aggressionen auch in direktem Zusammenhang zu den Machenschaften der HDP, speziell diesem Typen namens "Demirtas", der ja intensive Beziehungen in diese Richtung führt, stehen.
Insgesamt sind die kurdischen Seperatisten im Land ein erhebliches Gefahrenpotential in Kombination mit den angrenzenden Vorgängen.
 
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NeoAslan+

Well-Known Member
Kurden sollen über autonomen Staat abstimmen
03.02.2016 15:05 Uhr

"Die Kurden im Nordirak verwalten sich weitgehend unabhängig von der Zentralregierung in Bagdad. Nun hat der Präsident der Region ein Referendum über einen kurdischen Staat angekündigt. Die Hürden dafür liegen hoch..



Erbil: Der irakische Kurdenführer Massud Barsani hat ein Referendum über einen kurdischen Staat im Nordirak angekündigt. „Die Zeit ist gekommen und die Bedingungen sind gegeben, um die Menschen per Referendum über ihre Zukunft entscheiden zu lassen“, erklärte Barsanis Büro am Mittwoch. Die Abstimmung würde aber „nicht zwangsläufig sofort zur Ausrufung eines Staats führen“....

Quelle:
http://www.handelsblatt.com/politik...ueber-autonomen-staat-abstimmen/12916330.html
 

Skeptiker

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Kurden sollen über autonomen Staat abstimmen
03.02.2016 15:05 Uhr

"Die Kurden im Nordirak verwalten sich weitgehend unabhängig von der Zentralregierung in Bagdad. Nun hat der Präsident der Region ein Referendum über einen kurdischen Staat angekündigt. Die Hürden dafür liegen hoch..



Erbil: Der irakische Kurdenführer Massud Barsani hat ein Referendum über einen kurdischen Staat im Nordirak angekündigt. „Die Zeit ist gekommen und die Bedingungen sind gegeben, um die Menschen per Referendum über ihre Zukunft entscheiden zu lassen“, erklärte Barsanis Büro am Mittwoch. Die Abstimmung würde aber „nicht zwangsläufig sofort zur Ausrufung eines Staats führen“....

Quelle:
http://www.handelsblatt.com/politik...ueber-autonomen-staat-abstimmen/12916330.html
Finde ich gut!
 

Msane

Well-Known Member
So ein Referendum würde eigentlich nur das offiziell machen was schon seit Jahren im Nordirak Realität ist.
 

NeoAslan+

Well-Known Member
Wie auch schon in Syrien werden kurdischen Milizen im Irak seitens Amnesty International "Kriegsverbrechen" vorgeworfen:

"Amnesty: Tausende Häuser zerstörtKurden-Kämpfer üben Rache an Arabern
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft den kurdischen Truppen vor, im Irak Tausende Häuser von Zivilisten zerstört zu haben - angeblich, weil sie den IS unterstützten. Doch hinter den Feldzügen könnte ein ganz anderes Motiv stecken.
Kurdische Verbände im Irak verüben nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gewaltsame Rachefeldzüge gegen arabische Iraker. "Die Peschmerga-Truppen der Regionalregierung von Kurdistan und kurdische Milizen haben Tausende Häuser mit Planierraupen zerstört, sie in die Luft gesprengt oder sie angezündet, um die vermutete Unterstützung (ihrer Besitzer für den IS) zu rächen", erklärte Amnesty...

...Laut Amnesty will die kurdische Führung ihre autonome Region vergrößern, indem sie arabische Einwohner aus bestimmten Gebieten vertreibt. Die Zentralregierung in Bagdad kann ihnen wenig entgegensetzen"...

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Kurden-Kaempfer-ueben-Rache-an-Arabern-article16806251.html

Ich habe auch mal Berichte über ähnliche Vorgehensweisen in Palästina gesehen.

Vielleicht wird diese Art der "Siedlungspolitik" auch irgendwann zu einem Populationsaustausch zwischen der Türkei und angrenzenden Gebilden führen?

Es retten sich wohl gerade auch Turkmenen aus Syrien in die Türkei.
 

NeoAslan+

Well-Known Member

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"In Sur und Cizre sind weitere Terroristen außer Gefecht gesetzt worden.

Nach Angaben des Generalstabes sind in Sur in Diyarbakir und Cizre bei Sirnak fünf Terroristen außer Gefecht gesetzt worden.

Bei den Anhalten Operationen seien in Cizre vier und in Sur ein Mitglieder der separatistischen Terrororganisation außer Gefecht gesetzt worden. Ferner wurden in Sur weitere fünf Terroristen von den Sicherheitskräften gefasst worden.

Somit stieg die Zahl der außer Gefecht gesetzten Terroristen in Cizre auf 526 und in Sur auf 154. Bei den Operationen wurden große Mengen Munition sichergestellt.

Unterdessen wurden sieben IS-Terroristen gefasst, die auf illegalen Wegen von Syrien in die Türkei einreisen wollten."

Wie es der türkischen Regierung trotz des massiven Terrors im eigenen Land und der angrenzenden feindlichen Interferenzen gelingt einen relativ nornalen Alltag für die Bevölkerung zu gewährleisten und viele humanitäre Hilfen zu leisten, sollte jedem normalen Menschen schon Anerkennung abringen.
 

Tanrısız56

Well-Known Member
Wie es der türkischen Regierung trotz des massiven Terrors im eigenen Land und der angrenzenden feindlichen Interferenzen gelingt einen relativ nornalen Alltag für die Bevölkerung zu gewährleisten und viele humanitäre Hilfen zu leisten, sollte jedem normalen Menschen schon Anerkennung abringen.

Und doch gibt es immer noch Menschen, die sich diese Anerkennung der türkischen Regierung und ihres segensreichen Wirkens offensichtlich nicht abringen können oder wollen. Dies, obwohl doch "jedem normalen Menschen" usw. ...

Hier ein rezenter "Telepolis"-Artikel ("Hilferuf aus Cizre"):

http://www.heise.de/tp/news/Hilferuf-aus-Cizre-3093765.html

Auszug:

Türkei verwehrt Zugang zu Schwerverletzten in einem Keller der südanatolischen Stadt mit kurdischer Mehrheit
In der kurdischen Stadt Cizre, auf türkischem Staatsgebiet an der Grenze zu Syrien gelegen, herrscht Ausnahmezustand. Ganze Stadtteile liegen in Trümmern und ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Immer wieder kündigte die türkische AKP-Regierung die erfolgreiche "Säuberung" der Stadt an. Die Bilder einer Stadt, die in Teilen mittlerweile Städten wie Kobanê ähnelt, prägen sich ein. Jedoch sind es die aktuellen Ereignisse, wie das Schicksal der bis zu dreißig in einem Keller in Cizre eingeschlossenen Personen, welche die Dimension des Krieges deutlich machen.

Seit dem 23. Januar befinden sich dreißig, zum Teil schwer verwundete und verstorbene, Personen eingeschlossen in einem Keller. Sie werden nicht medizinisch versorgt und seit vier Tagen ist der Kontakt zu ihnen abgerissen. Nach Informationen der sozialdemokratischen Zeitung Cumhuriyet sind von den 30 Eingeschlossenen mittlerweile sieben gestorben, 15 seien verletzt und neun weitere würden im Sterben liegen.

Der türkische Premierminister behauptet demgegenüber: "Höchstwahrscheinlich gibt es dort gar keine Verletzten."

(...)

Die Zivilverteidigungseinheiten der YPS, die ein Vordringen der türkischen Polizei und Armee in bestimmte Stadtteile verhindern, erklärten, dass sie in der Gegend keine Einheiten hätten. Gleichwohl wirft die türkische Regierung nach Medienberichten "PKK-Kämpfern" vor, auf Einsatzkräfte zu feuern.

Die Situation der Ewingeschlossenen wird durch die fehlende Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln verschärft. Der HDP-Abgeordnete Sariyildiz schildert die Situation so:

"Seit Tagen erhalten wir keine Nachricht von den Verwundeten. Es gibt dort sieben Leichen. Manche sind vor zwölf Tagen gestorben. Stellen Sie sich das vor, während die Verletzten an Schmerzen, Hunger und Durst leiden, liegen neben ihnen die Leichen, diese Leichen haben begonnen zu riechen. Sie lassen die Menschen das schlimmste Leid durchleben...“

(...)

Mittlerweile gibt es mehrere Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und vor dem Verfassungsgerichthof der Türkei. Der EUMGH wies die Klage ab, mit der Begründung, der Verfassungsgerichtshof der Türkei sei zuständig.
 

NeoAslan+

Well-Known Member
Das US-Außenministerium hat die Anti-Türkei-Propaganda der Terrororganisation PYD scharf verurteilt.
Das US-Außenministerium hat die Anti-Türkei-Propaganda der Terrororganisation PYD scharf verurteilt. Die Terrororganisation PYD hatte vergangene Woche mit einem auf sozialen Medien auf Englisch, Spanisch und Französisch veröffentlichten Video die Europäer dazu aufgerufen, gegen die Türkei zu kämpfen. Der Sprecher des US-Außenministeriums John Kirby sagte beim täglichen Pressegespräch auf eine diesbezügliche Frage, dass sie die Anti-Propaganda der PYD scharf verurteilen würden. Der Sprecher ließ weiter wie folgt verlauten, „Solch eine Haltung kann nicht akzeptiert werden. Wir rufen alle Parteien dazu auf, sich auf den Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind IS zu intensivieren.“

Quelle: http://www.trt.net.tr/deutsch/türkei/2016/02/02/usa-verurteilen-anti-türkei-propaganda-der-pyd-474690

Ich schätze schon seit längerem, dass dies für die Türkei ungleich schwieriger wird durch den andauernden Terror der kurdischen Extremisten und ihrer Unterstützer intern sowie extern.
Mit derart massiver Antagonie im eigenen Staat ist es nicht einfach, äußere Feinde zu bekämpfen. Hoffentlich behalten die türkischen Behörden den Überblick und auf das Wesentliche.
 
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NeoAslan+

Well-Known Member
Region wird von Terroristen gesäubert

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Der Kampf gegen den Terror wird mit Erfolg fortgesetzt. Dies sagte Europaminister Volkan Bozkir bei einem Treffen mit Vertretern der Türkischen Gemeinde. Bozkir betonte, dass die Region in Kürze von Terroristen gesäubert wird.
Europaminister Bozkir bewertete die jüngsten Entwicklungen. In der Region seien Tonnen von Waffen und Munition sichergestellt worden. Sobald die Operationen beendet werden, werde das soziale und wirtschaftliche Hilfspaket in Kraft treten.
Die Regierung habe ihr Versprechen an die Türken in Europa verwirklicht. Bozkir kündigte weitere gesetzliche Schritte an.
Europaminister Bozkir wird im Rahmen seiner Kontakte in Brüssel auch Gespräche mit Mitgliedern der EU-Kommission führen.

Ich kann nur hoffen, dass sich die türkischen Kräfte nicht beirren lassen, weder von den "Konflikten" in den Anreinergebieten jenseits der Staatsgrenzen und die ausgehenden Bedrohungen (real oder surreal), den Flüchtlingszustrom, noch von den Einflüssen, die versuchen die Terrorismusbekämpfung der Türkei zu beschwichtigen bzw. zu diffamieren, und die Vernichtung aller terroristischen Bedrohungen gegen das türkische Volk besiegeln.

Zum Thema Diyarbakir undder ganzen Terrorunterstützung innerhalb des türkischen Staates gibt der folgende Bericht vom 01.11.2015 einen sehr guten Einblick in die Hintergründe, insbesondere bzgl. der sog. HDP:

Die heimlichen Herrscher von Diyarbakir
Im Westen genießt die türkische Kurdenpartei HDP einen guten Ruf. In den Kurdengebieten im Osten jedoch mehrt sich die Kritik an ihren autoritären Strukturen. Wie unabhängig sind die HDP-Politiker, die an diesem Sonntag gewählt werden wollen, von der terroristischen PKK?
..."Auch sonst spart der Kurde nicht mit Kritik an der AKP. Doch Serdar Bülent wundert sich auch über das weichgespülte Bild von der HDP, das unter Leuten kursiere, die nicht wüssten, wie es in Südostanatolien zugehe. Denn die HDP sei nun einmal der politische Arm der PKK, der „Arbeiterpartei Kurdistans“, einer Terrororganisation. „Es trifft vollkommen zu, wenn Erdogan sagt, dass die HDP die Verlängerung der PKK ist. Ich unterstütze die AKP nicht, aber das ist eine Tatsache, und jeder hier weiß das.“

„Demirtas verdankt Führungsposten der PKK“
Bülent nennt ein Beispiel, das vor einigen Jahren für Aufsehen sorgte, als Osman Baydemir zum Bürgermeister von Diyarbakir gewählt worden war. Baydemir ist ein eloquenter und populärer Politiker, doch in der Gemeindeverwaltung wurde er nach seinem Erfolg streng von einem anderen Kurden verhört. Es war ein Beamter, den die PKK dort installiert hatte. Mitschnitte des Gesprächs gelangten an die Öffentlichkeit, ihre Authentizität wurde nie bestritten. Aus den Aufnahmen werde deutlich, dass der von der PKK ernannte Gemeindemitarbeiter in der Hierarchie über dem gewählten Bürgermeister stand. „In Diyarbakir hat nämlich stets die PKK das letzte Wort, nicht ein gewählter Politiker“, sagt Bülent.

Auch der im Ausland beliebte Parteichef Demirtas sei nicht unabhängig von der PKK. „Er verdankt seinen Führungsposten der PKK. Sein Bruder ist ja selbst in den Bergen. Das System der PKK ist nicht demokratisch. Jede Entscheidung fällt durch Befehle, Kongresse sind nur zum Schein da.“ Ohne Unterstützung der PKK könne niemand etwas werden in der HDP, sagt Bülent."...

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/...lichen-herrscher-von-diyarbakir-13885170.html
 

Doris

Well-Known Member

Hier ein Auszug eines Kommentars zum verlinkten Artikel, der es meiner Meinung nach genau trifft:

Immer dieselbe Frage nicht nach Recht oder Unrecht. Sondern nur nach "denen" und "uns"
Guido Wirtz 58 (Guido.w...) - 01.11.2015 16:55


Folgen Dieser Virus scheint die gesamte islamische islamische Welt nach wie vor befallen zu haben. Stets geht es um "die" und "wir". Ungerecht ist stets, was "die" anderen tun dürfen oder können. Doch die Gedanken scheinen nie darum zu kreisen, wie man solche Ungerechtigkeit am besten abschafft, sondern immer darum, wie man selbst in die Situation kommen kann, dass "wir" endlich können oder dürfen, wie der eigenen Grupe beliebt. [...]
 
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