NeoAslan+
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"Türkei gegen EU: Erdogan-Berater droht mit Aufkündigung aller Abkommen
Der Ton zwischen der Türkei und der EU verschärft sich. Erst drohte Präsident Erdogan mit einem Scheitern des Flüchtlingspakts, jetzt setzt sein Berater noch einen drauf...
...Ein Berater des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat im türkischen Fernsehen jetzt gedroht, sämtliche Abkommen mit der EU aufzukündigen, sollte keine Einigung in der Sache gefunden werden.
Sollte die EU ihr Versprechen zur Visumfreiheit nicht halten, "könnte es sein, dass kein einziges Abkommen zwischen der Türkei und der EU bestehen bleibt, weder das Rücknahmeabkommen noch irgendein anderes Abkommen", sagte Yigit Bulut.
Die Aussage fiel nur wenige Stunden, nachdem Erdogan selbst damit gedroht hatte, das Abkommen mit der EU zur Rücknahme von Flüchtlingen ab dem 1. Juni nicht in Kraft treten zu lassen. Seine Bedingung dafür sind Fortschritte im Streit über die Visumfreiheit..."
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausla...t-aufkuendigung-aller-abkommen-a-1094076.html
Ich verstehe nicht ganz, inwiefern die EU die türkische Regierung um den Finger zu wickeln versucht, insbesondere wo es in der Gesamtthematik vorraniging um die "Bewältigung der sog. Flüchtlingskrise" ging und gehen sollte.
Die Türkei hat sich hierin längst bewährt und auch keinerlei Krise in europ. Sinne des Wortlautes in den letzten Jahren dadurch bekommen.
Schließlich will aktuell die EU etwas von der Türkei, ich denke die Positionen sind klar und diese nun mit einer vorgeschwafelten, wertlosen Visafreiheit verknüpfen zu wollen ist stupider, als man es von der EU gewöhnt ist.
Die Visaliberalisierung EU sollte sich die türkische Regierung nicht zum wahltaktischen Prestigeobjekt machen lassen müsse, vielmehr erwägen eine Visapflicht für EU-Bürger einzuführen?
Die türkischen Staatsbürger können auf diese "Visafreiheit" für die EU verzichten.
Zumindest sollte sich die türkische Regierung im Rahmen der internationalen Verpflichtungen (sofern die türkische Großzügigkeit zur Flüchtlingsbeherbergung weiterhin anhält) durchaus bewusst sein, die betreffenden Staaten zur Mitwirkung und vor allem zur Beisteuerung Finanzmitteln und anderen Notwendigkeiten ermahnen, sowie in die Pflicht nehmen können, ohne dies mit EU-Rammsch-Angeboten zu verknüpfen.
Was soll die Schacherei?!
Taktisch gesehen versucht die EU doch bloß Zeit zu gewinnen und ihre Versäumnisse dahingehend nachzuholen, dass sich ihre Manöver besser gestalten lassen und Flüchtlinge abzuwehren.
Sobald die Türkei durch ihre Aktivitäten dies ermöglicht at, wird die EU sich aus allen, ohnehin leeren Versprechungen stehlen.
Ein Verhandlungspunkt, über den sich wenn überhaupt seriös reden und verhandeln ließe, wäre aktuell die sofortige EU-Mitgliedschaft der Republik Türkei, ohne wenn und aber, sofern dies aus türkischer Sicht vorteilhaft wäre und von Interesse ist.
Andernfalls hat die EU zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Position und Lockmittel Einfluss auf die Türkei zu nehmen.
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