A
Anouk
Guest
AW: Müssen Türken ihre Freundin erstmal vor den Eltern verstecken!?
... nur mal so am Rande: in deutschen Familien, die konservativ gepolt sind, läuft das nicht unbedingt anders. Eher genauso. Da haben die liberalen Einstellungen der 68er keinerlei Spuren hinterlassen. Und noch was möchte ich zu bedenken geben: Was von Manchen hier als "rein türkisches" Phänomen betrachtet wird - nämlich Partnerschaft und Familie auseinander zu halten - kommt auch bei Deutschen gar nicht so selten vor. Zumindest in meinem Bekanntenkreis. Und das hat mit schöner Regelmäßigkeit nichts mit "Verstecken" des Partners zu tun, sondern vor allem mit dem Wunsch, sich einen möglichst freien, selbstbestimmten Lebensbereich zu erhalten, in den die gelegentlich sehr hoch gesteckten und/oder vielleicht auch nur arg verfrühten Erwartungen der Familie (Heiraten, Enkelkinder zeugen usw.) möglichst nicht mit reinspielen. Finde ich, ehrlich gesagt, nicht so furchtbar unverständlich ...
Deswegen wundere ich mich auch ein wenig über den Automatismus, mit dem einige Leute erwarten, möglichst schnell den Eltern vorgestellt zu werden. Dass man sie irgendwann gerne mal kennenlernen würde, ist ja verständlich - aber gut Ding will bekanntlich Weile haben. Und im Zweifelsfall geht die Beziehung doch eindeutig vor. Vor irgendwelche Konventionen, die man (aus welchen Gründen auch immer) erfüllen zu müssen glaubt... Oder?

anouk
Zitat von Inada:Das lief alles ganz locker ab. Nur zum übernachten hätten sie sie nie eingeladen![]()
... nur mal so am Rande: in deutschen Familien, die konservativ gepolt sind, läuft das nicht unbedingt anders. Eher genauso. Da haben die liberalen Einstellungen der 68er keinerlei Spuren hinterlassen. Und noch was möchte ich zu bedenken geben: Was von Manchen hier als "rein türkisches" Phänomen betrachtet wird - nämlich Partnerschaft und Familie auseinander zu halten - kommt auch bei Deutschen gar nicht so selten vor. Zumindest in meinem Bekanntenkreis. Und das hat mit schöner Regelmäßigkeit nichts mit "Verstecken" des Partners zu tun, sondern vor allem mit dem Wunsch, sich einen möglichst freien, selbstbestimmten Lebensbereich zu erhalten, in den die gelegentlich sehr hoch gesteckten und/oder vielleicht auch nur arg verfrühten Erwartungen der Familie (Heiraten, Enkelkinder zeugen usw.) möglichst nicht mit reinspielen. Finde ich, ehrlich gesagt, nicht so furchtbar unverständlich ...
Deswegen wundere ich mich auch ein wenig über den Automatismus, mit dem einige Leute erwarten, möglichst schnell den Eltern vorgestellt zu werden. Dass man sie irgendwann gerne mal kennenlernen würde, ist ja verständlich - aber gut Ding will bekanntlich Weile haben. Und im Zweifelsfall geht die Beziehung doch eindeutig vor. Vor irgendwelche Konventionen, die man (aus welchen Gründen auch immer) erfüllen zu müssen glaubt... Oder?
anouk