AW: Ministudie: Wohnungssuche (Ausländer vs. Deutscher)
Ein paar Sätze, eine Art Resume, Bilanz,... hätte mir bereits gereicht.
Ach so.. tja, wie Richie schon schrieb: sie wurden offenbar als "minderwertiger" wahrgenommen. Versuchsanordnung war beispielsweise so: damalige Tageszeitungsreporterin (blond, aber mit ganz dunklen Augen) gibt sich mit Kopftuch und sehr preisgünstiger, nicht eben schicker Kleidung als Türkin aus - welche Erfahrungen macht sie in einer norddeutschen Landeshauptstadt beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und so weiter? Von abfälligen Blicken über ausländerfeindliche Sprüche bis hin zur (demonstrativen..?) Gleichgültigkeit anderer, wenn sie sich mit ihrer geliehenen Kinderkarre abmühte, in den Bus zu kommen oder auszusteigen, war alles dabei. Das selbe dann noch mal mit 'nem Mann, wobei mit ihm öfters, aber ebenfalls quasi im Baby-Deutsch geredet wurde (im Stil: Du-müssen-da-und-dahin-gehen..).
Wobei man solche Erlebnisse z.T. auch als Deutsche haben kann. Passierte mir jedenfalls früher gelegentlich mal. Unvergessen der Opa, der mich beim Warten auf die Straßenbahn anraunzte, ich säße ihm im Weg und dann weiterblubberte, offenbar könne ich kein Deutsch, und so, wie ich aussähe, sei ich wohl Ausländerin, weil ich angesichts seiner 'Manieren' bloß wortlos meinen Koffer beiseite rückte. Wat soll's, Idioten gibt's überall.