AW: Nochmal mein Wutschreiben von vor 2 Wochen!
Es ist doch heute nicht ungewöhnlich, dass Männer wie Frauen ihre kurzzeitigen und immer kürzerzeitigen Partnerschaften manipulieren. Diese Manipulation dient der Selbstdefinition und Emanzipation gegenüber dem Partner. Die Psychologie beobachtet die Vorbereitung der Trennung als mittlerweile wesentlichen Bestandteil einer modernen Beziehung.
Im Vortäuschen emotionaler Immunität oder anders gearteter Überlegenheit gegenüber dem anderen manifestieren sich Bindungsängste, welche in einer schnelllebigen Zeit angebracht erscheinen. Findet ein solches Verhältnis sein Ende, fällt es den Beteiligten schwer sich zu entscheiden, wie von der eigenen Interpretation der Beziehung am besten Gebrauch zu machen und was nun vorteilhafter wäre:
Sich seinem sozialen Umfeld als das hilflose Opfer oder den abgebrühten Nutznießer darzustellen? Messlatte des "Beziehungserfolgs" ist dabei, wer wem wieviel aus dem Kreuz geleiert hat, emotional, sexuell und natürlich finanziell.
Wo immer sich geschlechtsabhängig ergänzende Vorlieben für Opfer- und Täterrolle abzeichnen, werden Phänomene geboren wie das "Askimtum".
Es wäre vermessen, hier an erwachsenen Menschen erzieherisch tätig zu werden und ich sehe auch keinen Anlass dazu.
Beide Seiten - solange sie in der Situation verhaftet sind - finden Gefallen gerade an der Oberflächlichkeit und Gegenstandslosigkeit ihrer Beziehung. Die Schwachstellen der Zweisamkeit finden sich tückischerweise in der emotionalen und intellektuellen Tiefe. Die Gesellschaft eines Menschen, mit dem ich mich kaum verständigen kann, verschafft somit eine naive Grundstimmung und leicht den Eindruck der charakterlichen Perfektion meines Gegenübers.
Ist nun die fehlende Konditionierung auf Manipulationsversuche eines kulturell Fremden Grund genug, das Thema nationalitätspezifisch und moralisch einseitig zu behandeln? Ich finde nicht.
PS: Das ist jetzt nur meine subjektive Einschätzung solcher Geschichten und braucht nicht in verbales Gemetzel zu münden :wink: .
Leute, die sich dadurch falsch verstanden und auf die Füße getreten fühlen, dürfen das als Ausdruck meiner allgemeinen geistigen Verwirrtheit betrachten. 8)