Bintje
Well-Known Member
Wozu wird sie heute noch gebraucht?
Soziale Gerechtigkeit abseits von Querfront-Einflüssen à la Wagenknecht.
Wozu wird sie heute noch gebraucht?
Seht euch mal das hier an:1933-1945 gab es aber die Arbeiter noch.
Damals waren die Arbeiter ohne Partei. Heute gibt es eine Partei ohne Arbeiterklasse, die keine neue Identität gefunden hat / verkörpert.
Da gibt es viel zu tun: Mindestrente für jeden, und ein wenig mehr für jene, die nie staatliche Hilfe in Anspruch nahmen, z. B. Selbständige, die ihre private Altersversorgung ins Geschäft gesteckt haben, ohne es retten zu können. Es gibt etliche Ex-Selbständige des Kleingewerbes ganz ohne Rente, die, wenn alles gut läuft, noch von der Familie versorgt werden können, solange keine Pflege benötigt wird. Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft ist so üblich geworden wie in den 1960iger Jahren, man denke an die vielen unversorgten Kriegswitwen. Als Kind war ich mit meinem Vater in kalten Wohnungen, in denen ein Bett, ein Schrank, ein Tisch und ein Stuhl standen, sonst nichts.Soziale Gerechtigkeit abseits von Querfront-Einflüssen à la Wagenknecht.
Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft ist so üblich geworden wie in den 1960iger Jahren, man denke an die vielen unversorgten Kriegswitwen. Als Kind war ich mit meinem Vater in kalten Wohnungen, in denen ein Bett, ein Schrank, ein Tisch und ein Stuhl standen, sonst nichts.
Wir brachten Essen und Medikamente (mein Vater war Arzt). Viele dieser Witwen entstammten einem sehr bürgerlichen Milieu, aber sie waren ärmer als Kirchenmäuse.
Pack ein!Da gibt es viel zu tun: Mindestrente für jeden, und ein wenig mehr für jene, die nie staatliche Hilfe in Anspruch nahmen, z. B. Selbständige, die ihre private Altersversorgung ins Geschäft gesteckt haben, ohne es retten zu können. Es gibt etliche Ex-Selbständige des Kleingewerbes ganz ohne Rente, die, wenn alles gut läuft, noch von der Familie versorgt werden können, solange keine Pflege benötigt wird. Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft ist so üblich geworden wie in den 1960iger Jahren, man denke an die vielen unversorgten Kriegswitwen. Als Kind war ich mit meinem Vater in kalten Wohnungen, in denen ein Bett, ein Schrank, ein Tisch und ein Stuhl standen, sonst nichts.
Wir brachten Essen und Medikamente (mein Vater war Arzt). Viele dieser Witwen entstammten einem sehr bürgerlichen Milieu, aber sie waren ärmer als Kirchenmäuse.
Auch Kinderarmut ist ein Thema. Wie kann es sein, dass Sozialhilfeempfängern das Kindergeld abgerechnet wird bzw. Hartz4-Empfängern das Kindergeld in die Gesamtrechnung gestellt wird? Dies Argument, dass das ganze Kindergeld in Tabak und Bier geht, ist rassistisch hoch drei. Ein weiterer Punkt, den die SPD zu bearbeiten hätte: Ressentiments innerhalb der "Kleine-Leuteschaft" entgegenzuwirken (hörte heute mit einem Ohr auf dem Markt, wie sich eine Frau darüber beschwerte, dass ihre 92-jährige Mutter durchgehend irgendwelche Bescheinigungen liefern müsste - z. B. dass sie noch lebt - während die Flüchtlinge alles "so" kriegen und umsonst. Das ist ein ordentliches Arbeitsfeld für die SPD. Es gibt viel zu tun, Seilschaften ist nicht mehr.