Religionsfreiheit

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Cindy07

Guest
AW: Religionsfreiheit

Ich denke man sollte zwischen christlichem um muslimischem Gottesdienst unterscheiden, dann ist die Nichtteilnahme zumindest verständlich.

In einer Kirche das muslimische Freitagsgebet zu verrichten, wäre wahrscheinlich nicht so sehr das Problem der Eltern, von denen Cindy spricht.
Es geht mithin nicht ums Gebäude sondern um den vermittelten Glaubensinhalt.

es wird auf jeden fall der inhalt der gottesdienste sein, der die muslimischen eltern stört. die gottesdienste zu denen wir gerne ALLE kinder mitnehmen würden, sind aber so gestaltet,dass es da eigentlich kein problem sein dürfte. die messen zu denen die kinder einmal in der woche gehen, sind nur für die katholischen kinder und eben inhaltlich so, dass da glaubensinhalte vermittelt werden.
 
C

Cindy07

Guest
AW: Religionsfreiheit

komisch, "meine" weigern sich nicht und nehmen teilweise sogar an Schul-Gottesdiensten teil. jedes jahr besuchen wir den Pfarrer und lassen uns die Kirche erklären, da kommen alle Moslems gerne mit. Gegenbesuch Moschee, das Gleiche.
Muss in den großen Städten schon sehr verfahren sein, die Situation..:-(

komisch finde ich es nicht, dass es bei uns anders ist.:-? könnte aber auch daran liegen, dass deine schüler älter sind und das vieleicht selber entscheiden können. hier haben die eltern noch das sagen und es scheinen auch fast durchweg sehr religiöse muslime zu sein oder zumindest geben sie es vor zu sein.:confused:
 

fritztotila

Active Member
AW: Religionsfreiheit

komisch finde ich es nicht, dass es bei uns anders ist.:-? könnte aber auch daran liegen, dass deine schüler älter sind und das vieleicht selber entscheiden können. hier haben die eltern noch das sagen und es scheinen auch fast durchweg sehr religiöse muslime zu sein oder zumindest geben sie es vor zu sein.:confused:

vielleicht sind die Eltern auch schon verbitterter. "Unsere" Eltern sind schon auch religiös, aber wie Mängel schon sagte, verbietet der Koran keinesfalls einen Kichbesuch. Das müssen schon Fanatiker sein.
 
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Pit63

Guest
AW: Religionsfreiheit

Ich weiss worum es ihnen geht aber es ist eine Bereichung beide Seiten zu kennen. Für mich ist es auf jedenfall.

Finde ich auchpopcorn doch manche Eltern fürchten wohl um das Seelenheil ihrer Kinder, wenn sie dem aus ihrer Sicht falschen religiösen Einfluss ausgesetzt werden- was natürlich schade ist.

Meine letzte Antwort bezog sich übrigens ganz grundsätzlich auf die Ausgangsfrage, die Blacky gestellt hat sowie die daran anknüpfenden Reaktionen u. a. von Cindy.
 
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mängelexemplar

Guest
AW: Religionsfreiheit

Du schreibst von Islamgegnern.Ist das neuerdings auch eine Eigenbezeichnung von Muslimen, die kein Minarett benötigen?

Islamgegner sind für mich Menschen, die keine Muslime dulden.Auch wenn sie gerne etwas anderes behaupten, damit es nicht so auffällt."Wir haben nichts gegen die Muslime, nur etwas gegen den Islam"

Ein Islamgegner kann mir eine Moschee+Minarett verwehren, aber er kann mir ja meinen Glauben an Gott nicht nehmen, denn Glaube ist etwas, dass in mir drinne stattfindet.

Am Ende der Geschichte fühlen sich die Islamgegner nur ganz kurz glücklich, bis sie merken, dass die Muslime ihren Glauben weiterhin leben, zuhause und auf Reisen in ruhigen Ecken, wo sich niemand daran stört beten (das kann sogar an einer Strasse sein).
Auf Islamgegner würde ich persönlich keinen einzigen Schritt zugehen.Das hat gar nichts mit der Frage zu tun, ob ich ein Minarett benötige oder nicht.Es geht darum, dass man erkennt, dass sich Islamgegner gegen die Muslime und nicht gegen das Minarett stellen.

Antworte bitte auf eine Frage:
Bist Du Muslimin bzw. kennst Du Muslime, die nichts gegen die Christen und das Christentum haben, aber keine Kirchen (mit Kircheturm) in ihren islam. Herkunfts-oder Heimatländern haben möchten?

Islamgegner sind auch Menschen die den Islam ablehnen, in welcher Form auch immer. Aber diesen Begriff hab nicht ich benutzt, sondern kilicaslan

Deine Frage verstehe ich nicht ganz. Ich bin Türkin, ich kenne genug Moslems (siehe Beispiel meiner Tätigkeit für die Moschee) und auch in meinem familiären Umfeld. Ich wurde so erzogen, dass ich offen gegenüber anderen Religionen bin. Wäre ja sonst wirklich Paradox. In Deutschland leben und den Christentum ablehnen.
Mich selbst stören Minarette nicht und keine Kirchtürme. Ich finds gar schön, obwohl ich nicht die "frömmste" Person bin. Ich find aber alte Gotteshäuser wie Moscheen, Kirchen, Synagogen sehr schön, ich benötige sowas nicht, aber ich finds gut, wenn sowas Gläubigen zur Verfügung gestellt wird und Deutschland ist wohl das toleranteste Land (trotz Geschichte).
Ich finde, dass Jeder seine eigene Religion zu "wichtig" nimmt und die des Anderen unter seinr Religion sieht und allgemein die Religion zu wichtig nimmt.
Die ganze Streitereien um die Minarette haben im Grunde auch nix mit der Religion zutun, sondern ist ein Resultat der Intoleranz (die auf Gegenseitigkeit beruht):
 
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Pit63

Guest
AW: Religionsfreiheit

Islamgegner sind auch Menschen die den Islam ablehnen, in welcher Form auch immer. Aber diesen Begriff hab nicht ich benutzt, sondern kilicaslan

Deine Frage verstehe ich nicht ganz. Ich bin Türkin, ich kenne genug Moslems (siehe Beispiel meiner Tätigkeit für die Moschee) und auch in meinem familiären Umfeld. Ich wurde so erzogen, dass ich offen gegenüber anderen Religionen bin. Wäre ja sonst wirklich Paradox. In Deutschland leben und den Christentum ablehnen.
Mich selbst stören Minarette nicht und keine Kirchtürme. Ich finds gar schön, obwohl ich nicht die "frömmste" Person bin. Ich find aber alte Gotteshäuser wie Moscheen, Kirchen, Synagogen sehr schön, ich benötige sowas nicht, aber ich finds gut, wenn sowas Gläubigen zur Verfügung gestellt wird und Deutschland ist wohl das toleranteste Land (trotz Geschichte).
Ich finde, dass Jeder seine eigene Religion zu "wichtig" nimmt und die des Anderen unter seinr Religion sieht und allgemein die Religion zu wichtig nimmt.
Die ganze Streitereien um die Minarette haben im Grunde auch nix mit der Religion zutun, sondern ist ein Resultat der Intoleranz (die auf Gegenseitigkeit beruht):

Der wesentliche Faktor, also die Ursache ist doch aber die Angst vor Überfremdung, vor dem Verlust der gefühlten kulturellen Identität.
Das hängt oft von ganz banalen Dingen ab, wie einer vertrauten Umgebung, einem vertrauten Erscheinungsbild der Menschen, vertrauten Stimmen, die sich einer vertrauten Sprechweise bedienen usw.

Diese Fremdheitsproblematik zeigt sich auch unabhängig von ausländischen Einflüssen bei den Einheimischen, bspw. beim Aufeinandertreffen von Angehörigen verschiedener Gesellschaftsschichten, im Zusammenhang mit dem Generationenkonflikt oder in Verbindung mit anderen kollektiven Unterschieden bzw. sozialen Umbrüchen.

 
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mängelexemplar

Guest
AW: Religionsfreiheit

Der wesentliche Faktor, also die Ursache ist doch aber die Angst vor Überfremdung, vor dem Verlust der gefühlten kulturellen Identität.
Das hängt oft von ganz banalen Dingen ab, wie einer vertrauten Umgebung, einem vertrauten Erscheinungsbild der Menschen, vertrauten Stimmen, die sich einer vertrauten Sprechweise bedienen usw.

Diese Fremdheitsproblematik zeigt sich auch unabhängig von ausländischen Einflüssen bei den Einheimischen, bspw. beim Aufeinandertreffen von Angehörigen verschiedener Gesellschaftsschichten, im Zusammenhang mit dem Generationenkonflikt oder in Verbindung mit anderen kollektiven Unterschieden bzw. sozialen Umbrüchen.



Glaub ich nicht. Vielleicht ist es mehr eine Angst vor dem Fremden als vor Überfremdung. Die Kulturen ändern sich im Laufe der Jahre. Es ist also auch möglich, dass irgendwann TÜrken und Deutsche die selbe Kultur besitzen.

Sieh dir die USA an, die hat sich auch nur durch Einwanderer aus Irland, Italien, Spanien usw usw "gebildet". Ureinwohner gibt es ja kaum noch oder die leben irgendwo in der Pampa, aber anderes Thema.

In Deutschland oder Europa ist es eher eine Ursache einer Reaktionskette. "Ich find dich doof, ne du selber doof, nee du, naahaaain duu, selber, ne zweimal mehr wie du" :biggrin: Würde man auf einander zu gehen, gebe es weniger Probleme. Das sieht man oft, dass es klappen kann. Unter Individuen oder auch in Gruppen. Man braucht nur mehr Toleranz und Akzeptanz.
 

solresol

Gesperrt
AW: Religionsfreiheit

bonsoir

ACHTUNG!
Die Moscheen in Deutschland werden auch nicht von christen gebaut, sondern von MOSLEMEN! Es ist klar dass die Tempel von den Angehörigen gebaut werden. Anders ist dies auch nicht zu erwarten.

das ist bei der Kathedralmoschee von Duisburg absolut nicht wahr!!!

da ist sogar (Steuer-)Geld aller EU(-Bürger) geflossen!

und es gibt bestimmt viel bessere Bestimmungen für Steuergelder, als sie für Prunk zur Verbreitung einer Religion einzusetzten...

ich meine wo ist das Problem . Da es ja keine Moscheen gegeben hat, müssen die ja gebaut werden. Es ist ein Bedarf, wenn ein Bedarf da ist dann muss es Gebaut werden. Wenn in der Türkei auch bedarf nahc Kirchen gibt dann sollten diese auch gebaut werden.
Dieser Bedarf gibt es aber nicht , weil die Kirchen nicht mal halbvoll sind. Dagegen sind die Moscheen in Deutschland überfüllt.

das ist auch nicht wahr. viele Gotteshäuser sind im Begriff zu schliessen!

ich bin vollkommen überzeugt, dass die Zahl der seit 1958 aus der Kirche ausgetretenen Menschen mindestens so hoch ist, wie die Zahl der Muslimen in D...

was wird man mit Friedhöfen eigentlich machen :biggrin: ? in D will man nach 12 Jahren den Platz am liebsten wieder frei haben!

salut
 
P

Pit63

Guest
AW: Religionsfreiheit

Glaub ich nicht. Vielleicht ist es mehr eine Angst vor dem Fremden als vor Überfremdung. Die Kulturen ändern sich im Laufe der Jahre. Es ist also auch möglich, dass irgendwann TÜrken und Deutsche die selbe Kultur besitzen.

Sieh dir die USA an, die hat sich auch nur durch Einwanderer aus Irland, Italien, Spanien usw usw "gebildet". Ureinwohner gibt es ja kaum noch oder die leben irgendwo in der Pampa, aber anderes Thema.

In Deutschland oder Europa ist es eher eine Ursache einer Reaktionskette. "Ich find dich doof, ne du selber doof, nee du, naahaaain duu, selber, ne zweimal mehr wie du" :biggrin: Würde man auf einander zu gehen, gebe es weniger Probleme. Das sieht man oft, dass es klappen kann. Unter Individuen oder auch in Gruppen. Man braucht nur mehr Toleranz und Akzeptanz.

Glaub ich nicht, dass Du das nicht glaubst- ich seh nämlich gar keinen Widerspruch...:wink:

Nur einen geringfügigen, Du legst der von Dir beschriebenen Ursache-Wirkungs-Kette Angst vor Fremdheit, ich die Angst vor Überfremdung zugrunde.
Das ist so ziehmlich dasselbe, nur das das eine qasi noch mehr von dem anderen ist und zwar soviel mehr, dass es als tiefgehende persönliche Beeinträchtigung empfunden wird.

Der Vergleich mit dem melting pot USA hinkt ein bischen. Hier gelten andere Grundvoraussetzungen- die aber im Prinzip für alle Einwanderer gleich sind.
Abgesehen davon haben die Amis intern seit jeher ihre Integrationsprobleme mit ihren Indianern und den Afroamerianern- für die eben von Beginn an andere Grundvoraussetzungen vorlagen.

Das heisst aber selbstverständlich nicht, dass sich Menschen und ihre Kulturen im Laufe der Zeit nicht ändern- im Gegenteil, nichts ist so beständig wie der Wandel- und in diesem Zusammenhang erhält der Generationenwechsel nachgerade eine besondere Bedeutung.
Die Frage bleibt aber, in welche Richtung die Entwicklung geht.
Kurz- und mittelfristig bin ich mir da nicht sicher.
Langfristig sehe ich die von Dir beschriebene Entwicklung überhaupt als einzig mögliche.

 

ege35

Well-Known Member
AW: Religionsfreiheit

Glaub ich nicht. Vielleicht ist es mehr eine Angst vor dem Fremden als vor Überfremdung. Die Kulturen ändern sich im Laufe der Jahre. Es ist also auch möglich, dass irgendwann TÜrken und Deutsche die selbe Kultur besitzen.

Sieh dir die USA an, die hat sich auch nur durch Einwanderer aus Irland, Italien, Spanien usw usw "gebildet". Ureinwohner gibt es ja kaum noch oder die leben irgendwo in der Pampa, aber anderes Thema.

In Deutschland oder Europa ist es eher eine Ursache einer Reaktionskette. "Ich find dich doof, ne du selber doof, nee du, naahaaain duu, selber, ne zweimal mehr wie du" :biggrin: Würde man auf einander zu gehen, gebe es weniger Probleme. Das sieht man oft, dass es klappen kann. Unter Individuen oder auch in Gruppen. Man braucht nur mehr Toleranz und Akzeptanz.

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Mängel, was ist mit dir passiert? Ich erkenn dich nicht wieder!
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