Syrien Informationen von beiden Seiten

Irge
@Mendelssohn Wir hatten das hier mal andiskutiert:
https://www.turkish-talk.com/threads/syrien-erneute-chemie-waffen-einsatz.60643/page-2#post-1453994

Es ergibt einfach keinen Sinn, warum Assad sowas ausgerechnet jetzt anrichten sollte. Nachdem die USA regime change als erklärtes Ziel aufgegeben hatten und eine Syrien-Geberkonferenz vor der Tür steht. Das heißt natürlich nicht, daß er es nicht war, aber da möchte ich doch eindeutigere Beweise sehen.

Zumal das wirklich kein Sarin gewesen zu sein scheint, die türkischen Experten also lügen.

Es ist ein ganz delikates Thema wer welche Menschen verheizt hat und mit was.Es gibt keinen unschuldigen Kriegsteilnehmer dem nicht jede brutalste Schandtat zuzutrauen wäre um nutzen daraus zu ziehen.
Du hast schon recht es fehlt einfach das Motiv
Wem nützt das ganze am meisten? strategisch gesehen keinem
Der Amerikanische Angriff hat auf jedenfall den Ölpreis in die höhe schnellen lassen.
Da profitieren alle Beteiligten.Nur mal am Rande.
Es ist zum kotzen.:(
 
Die Logik spricht dagegen, daß es Assad gewesen sein könnte. Der ist überall auf dem Vormarsch, Trump will ihn nicht mehr absägen. Assad hätte es schlicht nicht nötig, und es schadet ihm ungemein.

Ich habe keine Ahnung, wer es gewesen sein könnte. Die russische Theorie, die Syrer hätten ein Giftgaslager der „Rebellen“ bombardiert, ergibt auch keinen Sinn: Warum sollten die „Rebellen“ Giftgas bunkern in einer nicht von ihnen kontrollierten Kleinstadt?

... nicht mehr von ihnen kontrollierten Stadt. Man kann manchmal bei einem Rückzug nicht alles mitnehmen was man so gehortet hat und was Waffen alles so treffen, kann man auch nicht voraus berechnen. Also möglich wäre das schon.
Solange es keine eindeutigen Beweise gibt wer es war, kann man das auch nicht Assad anhängen. Eigentlich, denn man kann.

Aber es ist ja bequem. Assad muß weg weil er westlichen Interessen entgegen steht (Gasfeld, Pipeline) und Trump brauchte gerade einen Erfolg. Da paßt das doch gut mit dem Giftgas. Außerdem befindet er sich mit Hilfe der Russen auf dem Vormarsch. Gute Gelegenheit für Trump zu beweisen das er garnichts mit den Russen am Hut hat.

Was für einen Grund sollte Assad haben die USA zu provozieren? Er hat genug zu tun sein Land von syrischen Rebellen, IS, eingedrungenen türkischen Soldaten (hoffentlich sind die wirklich wieder weg) zu befreien, da braucht man nicht noch einen gut ausgerüsteten Feind.
 
Assad wäre auf dem Vormarsch?
Assad ist history. Das weiß Putin auch. Soviel Gebiet können Assads Truppen gar nicht zurückerobern, um Assad wieder auf den Baath-Thron zu setzen.
Dies ist die Verzweiflungstat eines provinziellen Diktators, der im Schatten der großen Politik noch etwas Zeit gewinnen will, um sein Scherflein und seinen Hals ins Sichere zu bringen. Dubai oder Zürich. Hauptsache Italien oder so.


Das ist falsch, noch nie innerhalb der Zeit des Bürgerkriegs, saß Assad so fest im Sattel wie jetzt.

Assad muss auch nicht alle Gebiete zurückerobern, er beherrscht die dichtbesiedelten Regionen Westsyriens, der IS beherrscht große Gebiete, dass Meiste davon ist Wüste.
Die Kurden beherrschen den größten Teil Nordsyriens, die stellen für Assad im Moment aber keine Gefahr dar.
Bleiben nur noch die "Rebellen" bzw. Dschihadisten in der Provinz Idlib und ganz im Süden Syrien in Daraa, diese sind für Assad sehr gefährlich.

Und ihr müsst wissen, es wird nicht überall in Syrien geschossen, die syr. Regierung und einige Rebellengruppen haben lokale Waffenstillstände ausgehandelt, diese werden weitgehend eingehalten, auch wenn Dschihadisten immer wieder versuchen diese zu sabotieren.
Geschossen wird in Regionen die vom IS oder Al-Kaida-Milizen beherrscht werden.

.
 
Das ist falsch, noch nie innerhalb der Zeit des Bürgerkriegs, saß Assad so fest im Sattel wie jetzt.

.
Fest im Sattel sitzen sieht anders aus:
http://www.n-tv.de/politik/USA-erklaeren-Assads-Sturz-zur-Prioritaet-article19786851.html

Zudem legen ihm nun auch schon (vebündete) Shiiten den Rücktritt nahe. In dem verlinkten Artikel wird ein irakischer Shhiit zitiert:
"Der Prediger Moktada al-Sadr erklärte, Assad solle die "historische, heldenhafte Entscheidung" treffen, bevor es zu spät sei. Mit einem Rücktritt "aus Liebe zu Syrien" würde der Präsident seinem Land "die Leiden des Kriegs und des Terrorismus" ersparen."
 
Natürlich ist die Ortschaft, genau wie die ganze Idlib-Region, in der Hand von Assad-Gegnern, allerdings nicht dem IS.
Womit die Türkei wieder im Spiel wäre, denn die Idlib Region wird von den Dschaisch al-Fatah kontrolliert, die als ein von der Türkei geführte Organisation gilt, die 2015 im Verein mit den Saudis zum Sturz von Assad aus der Taufe gehoben wurde, nachdem die USA ihre "Rebellen"-Unterstützung einer Revision unterzogen hatten .
http://thejournalistreport.com/stor...p-syria-rebels-in-latest-realignment/0000010/
 
Top