AW: Türkin und Deutscher: große Liebe- noch größere Verzweiflun
Hallo zusammen,
Karam, ich glaube eher, dass deine Baustelle ganz woanders liegt.
Thema Mutter, Thema Alkohol, das sind alles Nebenkriegsschauplätze.
Du bist verlobt und wirst doch sicherlich im Dialog mit deinem Verlobten und seiner Familie sein. Umgekehrt genauso. Gleichzeitig hast du seit 8 Monaten einen Freund in Deutschland. Wie darf man sich das denn jetzt vorstellen? Du sprichst mit deinem Verlobten und / oder deinen Schwiegereltern und triffst dich dann heimlich mit deinem Freund? – eine ziemlich bescheidene Situation.
Du behauptest, in deinem deutschen Freund die große Liebe gefunden zu haben, schaffst es aber nicht, dich von deinem Verlobten – die Verlobung war deine freie Entscheidung – zu trennen. Deine Eltern betreiben ein Bistro, du studierst. Also glaube ich nicht, dass sie so verklemmt sind, dass sie eine Hochzeit ihrer Tochter mit einem Menschen, den sie nicht liebt, erzwingen würden.
Die Liebe ist kein Kinderspiel. Sie fordert Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Mut und Vertrauen.
In deine bisherigen Zeilen zeigst Du diese weder deinem Verlobten, noch deinem Freund gegenüber. Gegenüber deinen Eltern ganz zu schweigen.
Räum erst mal auf der Hauptbaustelle auf, und zwar bei dir. Das Chaos, in dem du lebst, dafür bist du mit verantwortlich. Verlagere das Problem deiner Mutter mit deinem deutschen Freund nicht nach vorne. Sie hat mit dem ursprünglichen Problem nichts zu tun.
Solange du die Menschen, die in deinem Leben beteiligt sind und die dich sicherlich sehr lieb haben, hinhältst, wird alles in einem Desaster enden.
Wenn du dich deinen Eltern gegenüber gradlinig zeigst, werden sie dies sicherlich zu schätzen wissen.