M
mar
Guest
AW: Unstimmigkeiten - für mich nicht zu verstehen
@cild, wie interessant, das du in ähnlicher form die worte durchwanderst. bin gleich zum manuskripte-schrank gestürzt und habe ein altes arbeitspapier von mir vorgekramt ( 1985) es geht um die absurdität der gestaltgewordenen sprache:
Seit ich bin ,ist das Sprachhaus meine Sprache. Seit ich das BIN weiss,ist das Sprachhaus meine Sprachlosigkeit.
Der Gedanke ist die Mauer zwischen dem Drinnen und dem Draussen.
Die gestaltgewordenen Sprache, die ich als meine Wirklichkeit zu erkennen glaube, verstummt an dieser Mauer. Die Sprachlosigkeit meines Draussen "zerreisst" die Sprache im gestaltgewordenen Sprachhaus und setzt eine Befrifflichkeit unter den Begriffen frei. Die Sprache wird einer Dissoziation ausgesetzt, um eine Assoziation zu erreichen,
Das "Drinnen" gelangt dadurch zu einer Mehrdeutigkeit, also vom Wort zum Sprachhaus, zum Netz der Sprachverstrickungen, zur ganzen begrifflichen Gegenwart des Selbst.
Drinnen wird als Begrifflichkeit dem Absurden ausgeliefert, dadurch ent-fremdet, ent-abstrahiert und somit gestaltbar. Das Sprachlose setzt zwischen Drinnen und Draussen den Worten und damit der erlebbaren Wirklichkeit eine Grenze. Die "Gestalt" meiner Sprachlosigkeit findet in der Nähe zum wissenden Schweigen sein "Haus". Das Haus " Draussen"
Und damit das Versenken des Wortes in den Raum der abstrakten Begrifflosigkeit. Das Sein als Begriff der Sprachlosigkeit entsteht im Bereich des aussermenschlichen Draussen. Das Draussen, als nichtaustauschbare Wirklichkeit kann aus seiner Begrifflichkeit heraus nur gestaltlos sein und somit nicht benennbar.
Die Frage nach dem Göttlichen oder die Benennung des Göttlichen verliert erst dann an Absurdität, wenn die Verstrickungen der austauschbaren Begriffe des inneren Seins in der Sprachlosigkeit und Nichtbennbarkeit des Draussen zur Sprache finden. Das ist in der Regel erst dann, wenn die Erkenntnis einsetzt, das Begriffe wie Zeit, Raum und Gott wage Umschreibungen sind für das Bewusstsein und das Wissen um die Nichtaustauschbarkeit der Unendlichkeit.
MAR
Das gesprochene Wort nimmt schnell Gestallt an und kann zur Wirklichkeit werden. Deswegen ist es so wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, bevor man Wirklichkeiten schafft, die man dann doch nicht kontrollieren kann.
@cild, wie interessant, das du in ähnlicher form die worte durchwanderst. bin gleich zum manuskripte-schrank gestürzt und habe ein altes arbeitspapier von mir vorgekramt ( 1985) es geht um die absurdität der gestaltgewordenen sprache:
Seit ich bin ,ist das Sprachhaus meine Sprache. Seit ich das BIN weiss,ist das Sprachhaus meine Sprachlosigkeit.
Der Gedanke ist die Mauer zwischen dem Drinnen und dem Draussen.
Die gestaltgewordenen Sprache, die ich als meine Wirklichkeit zu erkennen glaube, verstummt an dieser Mauer. Die Sprachlosigkeit meines Draussen "zerreisst" die Sprache im gestaltgewordenen Sprachhaus und setzt eine Befrifflichkeit unter den Begriffen frei. Die Sprache wird einer Dissoziation ausgesetzt, um eine Assoziation zu erreichen,
Das "Drinnen" gelangt dadurch zu einer Mehrdeutigkeit, also vom Wort zum Sprachhaus, zum Netz der Sprachverstrickungen, zur ganzen begrifflichen Gegenwart des Selbst.
Drinnen wird als Begrifflichkeit dem Absurden ausgeliefert, dadurch ent-fremdet, ent-abstrahiert und somit gestaltbar. Das Sprachlose setzt zwischen Drinnen und Draussen den Worten und damit der erlebbaren Wirklichkeit eine Grenze. Die "Gestalt" meiner Sprachlosigkeit findet in der Nähe zum wissenden Schweigen sein "Haus". Das Haus " Draussen"
Und damit das Versenken des Wortes in den Raum der abstrakten Begrifflosigkeit. Das Sein als Begriff der Sprachlosigkeit entsteht im Bereich des aussermenschlichen Draussen. Das Draussen, als nichtaustauschbare Wirklichkeit kann aus seiner Begrifflichkeit heraus nur gestaltlos sein und somit nicht benennbar.
Die Frage nach dem Göttlichen oder die Benennung des Göttlichen verliert erst dann an Absurdität, wenn die Verstrickungen der austauschbaren Begriffe des inneren Seins in der Sprachlosigkeit und Nichtbennbarkeit des Draussen zur Sprache finden. Das ist in der Regel erst dann, wenn die Erkenntnis einsetzt, das Begriffe wie Zeit, Raum und Gott wage Umschreibungen sind für das Bewusstsein und das Wissen um die Nichtaustauschbarkeit der Unendlichkeit.
MAR