H
hendrik
Guest
AW: Wie lange muss man Geduld haben?
hey brunhilde,
zu allererst - ich glaube, wir liegen eigentlich gar nicht so weit mit unserer meinung auseinander, auch wenn es gerade so klingt :wink:
ich will wirklich nicht behaupten, dass es für "euch" leicht ist und will auch nicht den eindruck erwecken, dass die step-by-step-bemühungen nicht geschätzt werden. ich weiß, dass man viel dafür aufbringen muss und nichts schwieriger ist, als sich gegen die eigene familie zu stemmen, die ein leben lang familie bleibt.
was ich nur meine ist, dass nicht nur auf türkischer seite dinge als "respektlos" oder "beledigend" empfunden werden, sondern auch auf deutscher partner-seite. und ich fänd es sinnvoll, wenn dies genauso akzeptiert werden würde. für "unser" empfinden, geprägt durch die erziehung, ist es eben auch manchmal beleidigend, nicht in die familie aufgenommen zu werden oder ewig um akzeptanz kämpfen zu müssen, ganz gleich was für ein mensch man ist und wieviel mühe man sich gibt. und da hast du recht, es prallen zwei ansichten aufeinander, wenn du fragst, welches recht du als kind hast, die traditonen deiner eltern anzuzweifeln. ich als erwachsener mensch (auch wenn man immer kind der eltern ist) frage, welches recht eltern haben, über das leben und lieben der kinder zu bestimmen? manchmal soweit, dass sie ihnen schon lange nichts gutes mehr damit tun sondern nur schaden anrichten.
ich mag den satz "wir sind so und ihr müsst es auch sein" auch nicht. aber genau das wird ja von "uns" eben auch verlangt. nicht nur du empfindest das so für deine seite der geschichte.
im übrigen verstehst du mich falsch, wenn du denkst, dass ich der jungen generation einen vorwurf mache und sage, sie sollten dieses oder jenes tun. es geht um die elterngeneration. und wenn bei der jede art von kritik verboten ist, kann sich eine situation auch nicht ändern.
mein bruder ist mit ner japanerin verheiratet. japan ist so traditionsreich wie wenige länder. glaubst du, ihre großeltern hätten gedacht, sie würde mal mit einer "langnase" ankommen? es funktioniert super, weil beide familien den wert des anderen schätzen und nicht gegenseitig madig machen.
ich weiß, manches mag wunschdenken bei mir sein.
sorry, wenn es überheblich klang oder ich euch unrecht tue. ich bin nur selbst von dem ganzen kram fast krank.
grüße
hey brunhilde,
zu allererst - ich glaube, wir liegen eigentlich gar nicht so weit mit unserer meinung auseinander, auch wenn es gerade so klingt :wink:
ich will wirklich nicht behaupten, dass es für "euch" leicht ist und will auch nicht den eindruck erwecken, dass die step-by-step-bemühungen nicht geschätzt werden. ich weiß, dass man viel dafür aufbringen muss und nichts schwieriger ist, als sich gegen die eigene familie zu stemmen, die ein leben lang familie bleibt.
was ich nur meine ist, dass nicht nur auf türkischer seite dinge als "respektlos" oder "beledigend" empfunden werden, sondern auch auf deutscher partner-seite. und ich fänd es sinnvoll, wenn dies genauso akzeptiert werden würde. für "unser" empfinden, geprägt durch die erziehung, ist es eben auch manchmal beleidigend, nicht in die familie aufgenommen zu werden oder ewig um akzeptanz kämpfen zu müssen, ganz gleich was für ein mensch man ist und wieviel mühe man sich gibt. und da hast du recht, es prallen zwei ansichten aufeinander, wenn du fragst, welches recht du als kind hast, die traditonen deiner eltern anzuzweifeln. ich als erwachsener mensch (auch wenn man immer kind der eltern ist) frage, welches recht eltern haben, über das leben und lieben der kinder zu bestimmen? manchmal soweit, dass sie ihnen schon lange nichts gutes mehr damit tun sondern nur schaden anrichten.
ich mag den satz "wir sind so und ihr müsst es auch sein" auch nicht. aber genau das wird ja von "uns" eben auch verlangt. nicht nur du empfindest das so für deine seite der geschichte.
im übrigen verstehst du mich falsch, wenn du denkst, dass ich der jungen generation einen vorwurf mache und sage, sie sollten dieses oder jenes tun. es geht um die elterngeneration. und wenn bei der jede art von kritik verboten ist, kann sich eine situation auch nicht ändern.
mein bruder ist mit ner japanerin verheiratet. japan ist so traditionsreich wie wenige länder. glaubst du, ihre großeltern hätten gedacht, sie würde mal mit einer "langnase" ankommen? es funktioniert super, weil beide familien den wert des anderen schätzen und nicht gegenseitig madig machen.
ich weiß, manches mag wunschdenken bei mir sein.
sorry, wenn es überheblich klang oder ich euch unrecht tue. ich bin nur selbst von dem ganzen kram fast krank.
grüße