Zentraler Netzwerkspeicher

Almancali

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1 April 2014
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Wobei die KDEler ja btw. eines besser machen als die Gnome: Anstatt dem User Vorschriften zu machen, machen sie ihm Vorschläge. Je mehr er das System blickt, desto mehr kann er sich „sein“ ganz individuelles KDE zusammenbasteln, einstellen.
Ich habe KDE noch in der dritten Inkarnation (KDE 3) genutzt. War damals auch etwas aktiv in der KDE Community unterwegs. Allerdings nur Bugreports usw.. Ich selber kenne noch Leute wie z.B. Aaron Seigo, Mosfet, die Entwickler um Amarok usw...

... war gerade zu einer Zeit, wo ich Gnome 2 in Richtung KDE 3 verlassen hatte. Allerdings fand ich mich nach ca. 1 Jahr wieder bei Gnome 2 ein, da ich zahlreiche Programme rund um das Gtk+ Toolkit schrieb und auch selbst eine Bausoftware fürs Gnome 2 Bauen schrieb.

Mittlerweile bin ich da voll von weg. Also weder KDE noch Gnome.

In den ganzen Jahren habe ich gelernt, dass es nahezu unmöglich ist, sich mit den Leuten auszutauschen. Daher habe ich das dann irgendwann gelassen. Viele Auseinandersetzungen führen schnell auch zu Streit usw...

PS: Was RMS betrifft... Das ist wieder so ein eigenes Thema... Free as in Free beer blah blah blah... Interessiert heute eh einen mehr... Genau dieses Gelaber wie: heisst es "Linux" oder "GNU/Linux"... RMS ist jemand, der sich in der Öffentlichkeit benachteiligt fühlt, weil Linux all das abbekommt, was ihm verwehrt wurde... Jetzt versucht er mit meditativen ja gradezu kultartigen Predigten einen Personenkult um sich zu schaffen... Mir ist es vollkommen absolut und nachhaltig sch..ß egal was RMS sagt oder ein Bruce Perens oder wie auch immer...
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Möchte man das ?

Linux vereint Nutzer, die von unterschiedlichen Architekturen der 90'er her stammen. Atari, Amiga, BeOS, Windows, Apple... und dann die ganzen alten Typen von den System V Systemen (Unix). Jetzt stell dir vor. Der Eine möchte, dass sich Linux mehr zum Amiga entwickelt, der Andere möchte mehr Atari Features, der Andere will seine Setup.exe ausführen und zwei Dialoge anklicken und dann wieder der Andere der gerne MacOSX immitieren möchte.
Ich will ja nicht, daß es aussehen soll wie Mac OS X. Die sollen nicht Mac OS auf Linux nachbauen, so daß ich mich kein bißchen umgewöhnen muß. Es soll nur so einfach sein wie Mac OS. Ob .dmg ein so gutes Format ist, das sollen andere entscheiden. Aber ich will Programm außerhalb der repositories genau so einfach installieren können wie ein .exe oder .dmg: Doppleklick, und ein Installationsprogramm geht auf; wie die das unter der Haube hinkriegen, ist mir wumpe.
 

Almancali

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1 April 2014
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Aber ich will Programm außerhalb der repositories genau so einfach installieren können wie ein .exe oder .dmg: Doppleklick, und ein Installationsprogramm geht auf; wie die das unter der Haube hinkriegen, ist mir wumpe.
Dafür gibt es Flatpak Pakete. Inwieweit diese sich in Zukunft durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Mir ist nur wichtig, dass meine Pakete weiterhin durch Repositories angeboten werden. Nur dadurch ist gewährleistet, dass meine Pakete auch auf mein System abgestimmt sind und auch einwandfrei funktionieren.

Ein großer Nachteil von Flatpaks (und das ist nun allumfänglich bekannt) ist, dass darin beigefügte Bibliotheken und Ressourcen vermutlich keinerlei Wartungen erfahren und, sollte künftig mal ein Sicherheitsleck bekannt werden, diese wohl - auf Grund von Faulheit - nicht geschlossen werden.

Davon abgesehen wären diese Flatpak Pakete sicherlich nicht FHS konform... Aber auch hier gibt es ein unendlich langes Thema in der Linux Welt...

Also ich möchte z.B. solche Pakete nicht unter Linux. Wir haben bereits mehrere ettablierte Standards zur Paketverwaltung. Da brauchen wir kein neues System, was angeblich alles besser macht... Die Entwickler (aus der Gnome Ecke) beten das Ding runter, als wäre es ein NIH Syndrom.

Also! Wozu Leuten vertrauen, die ein ganzes Desktop Environment in die Tonne getreten haben ?
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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PS: Was RMS betrifft... Das ist wieder so ein eigenes Thema... Free as in Free beer blah blah blah... Interessiert heute eh einen mehr... Genau dieses Gelaber wie: heisst es "Linux" oder "GNU/Linux"... RMS ist jemand, der sich in der Öffentlichkeit benachteiligt fühlt, weil Linux all das abbekommt, was ihm verwehrt wurde... Jetzt versucht er mit meditativen ja gradezu kultartigen Predigten einen Personenkult um sich zu schaffen... Mir ist es vollkommen absolut und nachhaltig sch..ß egal was RMS sagt oder ein Bruce Perens oder wie auch immer...
Ja gut, das brauchen wir nicht zu vertiefen. Ich bin bekennender RMS-Fan, obwohl ich nicht jeden Satz unterschreibe und seine quasireligiöse Erzählung auch nicht teile.

Ohne RMS’ GPL würden wir hier nicht diskutieren. :) Das ist eine Jahrhunderterrungenschaft. Und ihm geht es nicht um seine Person, sondern um seine Philosophie, die er unter dem Teppich gekehrt sieht.

Und in dieser hat er im Prinzip völlig Recht: Nur Freie Software ist (potentiell) frei. Will ich ein größtmöglich abhörfreies Smartphone, ist der Rausschmiß unfreier Software conditio sine qua non.

Ich würde, anders als er, unterscheiden zwischen OpenSource- und Free Software. Das ist materialiter dasselbe, da unter GPL. Aber die Intention, das zu programmieren, ist eine grundlegend andere. Und ich finde beide berechtigt; daß die von Stallman unter die Räder gerät, halte ich für eine große Gefahr für unsere Gesellschaft.

Es gibt Computerhardwarefirmen, die sich auf Linux spezialisiert haben. Aber nur zwei mickrige Amerikaner, die sich auf ausschließlich freies Linux spezialisiert haben.
 

Almancali

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1 April 2014
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Ohne RMS’ GPL würden wir hier nicht diskutieren.
Das glaube ich weniger!

Ich denke das hier der Hype um Linux eher der motivierende Faktor ist!

Vor Linux gab (und gibt) es noch BSD mit ihrer BSD Lizenz, die sogar noch weniger restriktiv ist, als die GPL respektive LGPL. Die GNU/GPL ist ja nicht das Allheilmittel unter den freien Lizenzen.

... ganz unter uns ...

Ich denke und behaupte, dass die meisten Entwickler, die ihre Software unter die GPL stellen, absolut keine Ahnung vom vertraglichen und schriftlichen Inhalt dieser GPL haben. Selbst Anwälte und Richter versuchen sich da einen Reim drauf zu machen. Daher gab es dann irgendwann die v2 und jetzt die v3 (v = Version).

Du kannst deine Software problemlos unter die MIT bzw. BSD Lizenz oder einer anderen Lizenz packen. Also was das groß mit RMS zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht...

Ein Erklärungsansatz wäre wohl... Zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Irgendwann sind alle darauf aufgesprungen und gut... Ich meinte da mal was gelesen zu haben (historisch). Habe es aber vergessen! Linus Torvalds hat sich vermutlich damals für GPL entschieden, weil ihm das gerade sehr gelegen kam bzw. man ihn dazu geraten hat... Wie auch immer das ablief... Irgendwann kamen sie dann alle mit der GNU GPL an... Zudem gab es auch viele Tools die damals unter der GNU GPL angeboten wurden. Coreutils, Findutils, Bash, usw... so das man sich aus dem Reportoire bedienen konnte...

Vieles wäre sicherlich auch mit der BSD Lizenz gegangen....

Wir haben ja gerade so einen Fall, wo der CUPS Entwickler (von Apple aufgekauft) seine CUPS Lizenz von GPL umwandeln möchte (oder es bereits tat) und somit für viele Linux Systeme (die auf GNU GPL aufsetzen) nun zum riesen Problem werden... Momentan steht Red Hat im Dialog mit dem CUPS Entwickler, um eine duale Lizenz zu ermöglichen...

Also.... Ist alles nicht Gold was glänzt!...
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Genau dieses Gelaber wie: heisst es "Linux" oder "GNU/Linux"... RMS ist jemand, der sich in der Öffentlichkeit benachteiligt fühlt, weil Linux all das abbekommt, was ihm verwehrt wurde...
Mal abgesehen davon, daß er damit immer noch Recht hätte, wenn es so wäre :p

There is no system but GNU, and LINUX is one of it's kernels, mehr ist da nicht. Also … was Desktop-Betriebssysteme angeht. Natürlich funktionieren Ampelanlagen auch ohne GNU-Tools; Android weitgehend oder sogar vollständig (bin mir da nicht sicher) auch.

Aber darum geht es ihm nicht. Es geht ihm darum, daß man mit Linux nicht mehr verbindet, was er mit GNU verbunden hat; daß Linux nicht dafür einsteht, wofür GNU gestanden hat. Linux steht für OpenSource, das heißt, für die Bereitschaft, mit aller, auch proprietärer Software zusammenzuarbeiten; GNU steh für Free Software, heißt, für die Verweigerung, mit unfreier Software zu kooperieren, zu kollaborieren.

Da stimmt der Ursprung seiner religiösen Erzählung nicht; der Kram hat zwei gleichursprüngliche, damit gleichberechtigte Wurzeln: Das waren im Anfang mal universitäre Wissenschaftler und Hippies. Die Wissenschaftler wollte möglichst leistungsfähige Computer und möglichst leistungsstarke Programme; wenn die besseren proprietär sind, dann sind sie eben proprietär. Das ist opensource. Die Hippies wollten Freiheit, und Freiheit geht nur, wenn ich die Kontrolle über das habe, was die Software auf meinem Computer macht.

Bei aller Berechtigung für OpenSource: Der Gedanke, wofür GNU OS ursprünglich stand, kommt vollkommen unter die Räder, und das ist eine elementare Gefahr für unsere Gesellschaften. Apple hat neulich die New York Times App verbannt aus seinem chinesischen AppStore. Sie mußten es, weil sie es konnten. Auf einem Android kannst Du so eine App jederzeit aus anderen Quellen installieren.
 
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Almancali

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Was Linus Torvalds über die GPL v3 denkt :)


... damit beende ich das Thema, da ich noch einiges zu tun habe ...
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Ehrlich gesagt, Linus hat nie verstanden, worum es RMS geht. Das ist ihm nicht vorzuwerfen, „Think of Richard Stallman as the philosopher and me as the engeneer“. Linus hat wirklich keine Antenne, keine Begabung dafür, worum es Stallman geht; das ist ein Nerd, eine einseitig technische Begabung, der sieht das alles nur rein praktisch und ist von dem ideologischen Kram von RMS einfach nur genervt.

Ich hatte eigentlich auch anderes vor; vertagen wir uns. :)
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Vor Linux gab (und gibt) es noch BSD mit ihrer BSD Lizenz, die sogar noch weniger restriktiv ist, als die GPL respektive LGPL. Die GNU/GPL ist ja nicht das Allheilmittel unter den freien Lizenzen.

Du kannst deine Software problemlos unter die MIT bzw. BSD Lizenz oder einer anderen Lizenz packen. Also was das groß mit RMS zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht...
Das stimmt so nicht. Die ersten Software-Lizenzen waren verschiedene programmspezifische Lizenzen der FSF, die später in der GPL vereinheitlicht wurden; was sie eint, sind die four freedoms, daraus folgend das copyleft-Prinzip. Zuvor gab es überhaupt keine Lizenzen, stand Software unter public domain. Warum es die BSD-Lizenz u.ä. gibt: Um weniger restriktive opensource-Lizenzen zu haben, ohne dem copyleft-Prinzip. Stallman hat das Prinzip und den Kram erfunden; wie gelungen die juristische Umsetzung ist, steht auf einem anderem Blatt. BSD-Lizenz ist gewissermaßen ein Fork dessen, was später zur GPL wurde.
 
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Almancali

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1 April 2014
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Was bitte stimmt an dem, was ich schrieb und du zitiert hattest, denn nicht ?

Es beschreibt doch genau das was ich meinte. Linus Torvalds hätte seinen Linux Kernel auch problemlos unter eine andere Lizenz stellen können (z.B. eine BSD Lizenz). Der Kernel kam kurz vor Ende 1991 (September) heraus. Dort gab es die BSD Lizenz bereits. Allerdings hat sich Linus wohl für die GPLv2 Entschieden, da er gerne für die Nutzung und Änderung seines Linux Kernels, die Modifikation als Code zurück habel wollte (wie auch aus dem Video hervorgeht).

Was RMS mit all seinen was auch immer gearteten Lizenzmodellen tat und warum und wieso am Ende die GPL daraus hervorging... Interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne...

Das ist auch so ein Thema, wo wir eigentlich nur seitenweise Text wechseln, ohne nennenswerte Ergebnisse am Ende. wir haben viel geschrieben, viel mitgeteilt und am Ende nutzt es niemanden...

Unter dem Strich ist mir absolut egal, wer wann wo wie und warum welche Lizenz verwendet. Am Ende möchte ich nur meine Software so weiterverwenden, wie vorher auch. Ob nun MIT, BSD, GPL, LGPL, AGPL, Mozilla oder Apache Lizenz... juckt mich nicht wirklich...

Ich habe das Thema nur beenden wollen, weil wir kein konkretes Ergebnis zum Gesprächsverlauf erzielen.. und uns nur Dinge austauschen, wo die ganze Linux Welt bereits seit es Linux gibt immer das gleiche bequatscht...