1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Aylin2009

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Manchmal, kommt mir das Lied von Whitney(schreibt man das so?) Houston;The Greatest Love of all; in den Sinn. Da gibt es eine Textzeile die trifft es ziemlich gut: ..."I decided long ago never to walk in anyones shadow, if I fail, if I succeed - at least I live the way I believe...no matter what they take from me, they can`t take away my dignity..."
Ich denke das Lied kennt fast jeder... und jedes Wort kann ich unterschreiben.
Ich habe viel verloren,aber nicht die Achtung und den Respekt vor mir selbst.. was immer ich tu, ich tu es weil ich es will, egal was andere denken... und ja genau das ist es was ich immer wollte und will...

schönes lied und ja, sehr passend.
Und macht es dich wirklich glücklich, wenn du das ganze jetzt aus einer gewissen distanz betrachtest?
Ich erwische mich nämlich oft in Momenten,wo ich denke "hätte ich nicht mit ihm gehen sollen? vielleicht wäre dann das erste kind auf dem Weg und wir wären eine glückliche Familie und ich wäre endlich irgendwo angekommen." und dann denke ich mir: "vielleicht wirst du in 20 Jahren sehr erfolgreich in deinem Job sein. In deinem Leben viel gereist sein und interessante Menschen kennengelernt haben. Vielleicht wirst du dir jeden Wunsch erfüllt haben. Aber der perfekte Mann auf den du gewartet hast, der genau DEINE Lebenspläne mit dir teilt, der ist nicht gekommen....vielleicht hättest du Kompromisse eingehen sollen...."
ich habe angst, dass ich dann irgendwann die Entscheidung von heute bereuen könnte.
 
Q

queenofhearts

Guest
AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Schöne Geschichte, alles was das Herz braucht... Ärztin und Diplomat, zwei Herzen, die nicht zu einander kommen... Manno mann, Rosamunde Pilcher könnte es nicht schöner schreiben...

Und dennoch, es scheint eine große Anziehung und eine Plattform für viele Sehnsüchte zu haben... Mehr, als die wirklichen Geschichten, die das Leben schreibt... Martine und Co. jagt ihr vom Hof, weil einen da die Wirklichkeit einholt? Und hier... Ungefragt der Unstimmigkeiten... Wir schmelzen dahin... Bitte weiter... Unfassbar...
 

Tanya

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Ich denke das beste IN diesen Situationen ist es, nicht zu oft nach hinten zu schauen und nicht "hätte ich das so und so gemacht...." zu denken. Schau nach vorn. Aber ich denke DIESE wird uns noch weiter berichten, denn irgendwie habenm wir ja jetzt 2011 und in den elf Jahren ist noch viel passiert.

Aber ich würde mir irgendwie wünschen das DIESE auch auf irgendeinem Weg glücklich wurde, vielleicht ein neues Glück fand. Obwohl das denke ich schwierig ist, wenn man einfach so geliebt hat und alles so perfekt war dann ist alles was noch kommt bloss Peanuts, weil man weiss wie es sich idealerweise anfühlen muss und weil man immer vergleicht.
 

diese

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Schöne Geschichte, alles was das Herz braucht... Ärztin und Diplomat, zwei Herzen, die nicht zu einander kommen... Manno mann, Rosamunde Pilcher könnte es nicht schöner schreiben...

Und dennoch, es scheint eine große Anziehung und eine Plattform für viele Sehnsüchte zu haben... Mehr, als die wirklichen Geschichten, die das Leben schreibt... Martine und Co. jagt ihr vom Hof, weil einen da die Wirklichkeit einholt? Und hier... Ungefragt der Unstimmigkeiten... Wir schmelzen dahin... Bitte weiter... Unfassbar...

Ich kann deine Ironie irgendwo nachvollziehen. Auch denke ich, dass, wenn man aus der Retroperspektive schreibt, vieles schöngemalt wird, vielleicht ist mir das auch bis zu einem gewissen Grad passiert.
Dennoch, das hier hat nichts mit Rosamunde zu tun und auch nichts mit Status...
Als wir uns kennenlernten, hatten wir nämlich beide noch keinen.Ich verurteile auch niemanden, der sich in einen Kellner verliebt, auch nicht in einen verheirateten Mann - ich denke, das könnte uns allen passieren.
Aber man sollte nie die Realität und die daraus resultierenden Konsequenzen aus den Augen verlieren.
Auch leben wir in einem Land wo Meinungsfreiheit herrscht...
Und ich lass deine Ansichten und deine Meinung so stehen...
 

Dine

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

schönes lied und ja, sehr passend.
Und macht es dich wirklich glücklich, wenn du das ganze jetzt aus einer gewissen distanz betrachtest?
Ich erwische mich nämlich oft in Momenten,wo ich denke "hätte ich nicht mit ihm gehen sollen? vielleicht wäre dann das erste kind auf dem Weg und wir wären eine glückliche Familie und ich wäre endlich irgendwo angekommen." und dann denke ich mir: "vielleicht wirst du in 20 Jahren sehr erfolgreich in deinem Job sein. In deinem Leben viel gereist sein und interessante Menschen kennengelernt haben. Vielleicht wirst du dir jeden Wunsch erfüllt haben. Aber der perfekte Mann auf den du gewartet hast, der genau DEINE Lebenspläne mit dir teilt, der ist nicht gekommen....vielleicht hättest du Kompromisse eingehen sollen...."
ich habe angst, dass ich dann irgendwann die Entscheidung von heute bereuen könnte.


Süsse, ich drück dich mal aus der Ferne!! Ich kann dich so gut verstehen...

Inzwischen denke ich, dass gewisse Kompromisse ok sind... Aber sie müssen auf beiden Seiten gemacht werden! Beispiel: Ich fang jetzt mein Studium an. Da muss er sich darüber im Klaren sein, dass in den nächsten paar Jahren keine Babys reinschneien... Kann er damit umgehen? Wenn er es nicht könnte, würde es auch nicht gehen... Man muss irgendwie Prioritäten haben, die sich vereinbaren lassen... Und das gleiche Ziel, auch wenn man über den Zeitpunkt der Ziele streiten kann.

Aber man soll sich nie selbst verleugenen. Und wenn es die grossen Geschichten sind wie die von diese, dann geht das mitten ins Herz. Aber wenn sich keine Vereinbarung finden lässt, muss man wohl die grosse Liebe aufgeben. Auch auf die Gefahr hin, sie nie wieder zu finden...

Und nochmals aber; es gibt bestimmt nicht nur einen Deckel fürs Töpfchen! Massenproduktion! 8)
 

diese

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Nun hatten wir ein neues Jahrtausend. Ich wusste in den nächsten Monaten nicht so recht was ich mit mir anfangen sollte. Es ging mir richtig schlecht. Klar ich bin arbeiten gegangen - aber ansonsten. Ich war sooo oft versucht, ihn trotz allem anzurufen - aber das hätte nichts geändert. Auch wenn ich in diesen Monaten oft das Gefühl gehabt habe, einen grossen Fehler gemacht zu haben, wusste ich tief in meinem Innern, dass es die einzig mögliche Entscheidung gewesen ist. Ich grübelte, malte mir aus,wie es wohl gewesen wäre, über meinen eigenen Schatten zu springen, und Hausfrau und Mutter in der Türkei zu spielen. Irgendwie wäre es doch möglich gewesen? Nein, jedes mal musste ich mir eingestehen, dass ich das nicht gekonnt hätte. Aber die Realität tat auch unendlich weh.
Oft sass ich abends da und dachte mir:"Nur ein einziges Mal noch seine Stimme hören, wirklich nur ein einziges Mal und dann nie wieder".
Aber ich tat es nicht. Obwohl ich oft den Hörer schon in der Hand hatte.
Ich kann nicht sagen, dass ich in den kommenden Monaten lebte, eher vegetierte ich so vor mich hin.
Im März stürzte ich mich in eine kurze Affäre - und wurde (trotz Verhütung :shock:) schwanger...
Ich war wie vor den Kopf gestossen, aber dann merkte ich, dass mir gar nichts besseres hätte passieren können...
Ich hatte einen Grund zu leben, anstatt zu vegetieren...
Weh tat es aber immer noch. Im Dezember 2000 kam meine Tochter zur Welt, ich setzte für 4 Monate mit der Arbeit aus und blieb zu Hause.
In dieser Zeit entschied ich mich auch dafür, zu kündigen - ich brauchte einen Tapetenwechsel, denn die Sehnsucht war auch nach einem Jahr nicht weniger geworden.
Ziemlich spontan, meldete ich mich bei "Ärzte ohne Grenzen" und wurde auch angenommen...
Und so flog ich im August 2001, mit Baby,für ein Jahr nach Burkina Faso...
 

Gizelle

Well-Known Member
AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Du hast als Alleinstehende mit einem 9 Monate alten Baby bei Ärzte ohne Grenzen angefangen? Das geht? :-?
 

diese

New Member
AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Ja, das geht...
Aber es war nicht ganz einfach...
Meine Tochter war tagsüber mit den anderen Kindern in einem - na ja Kinderhort wäre zuviel gesagt... und meine beste Freundin kam auch mit, sie ist Krankenschwester.
Aber es war schon ein Balance-Akt...
Zwar würde ich es aus der heutigen Perspektive, nicht mehr tun,möchte aber die Zeit in meinem Leben auch niemals missen...
 
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