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https://www.theguardian.com/uk-news/2019/mar/09/sajid-javid-moral-coward-death-begum-baby
Der britische Innenminister Sajid Javid hat vor ein paar Wochen der in der syrischen Kurdenregion festsitzenden 19-jährigen Shamima Begum die Staatsbürgerschaft entzogen. Sie soll dort den IS unterstützt haben und ist mit einem zum Islam konvertierten Niederländer verheiratet. Die junge Frau ist durch Javids Schritt staatenlos geworden. Der Minister hatte argumentiert, sie habe durch ihre Mutter Anspruch auf die Staatsbürgerschaft von Bangladesh. Das dortige Außenministerium wies diese Auffassung jedoch kategorisch zurück. Shamima Begum hatte ein wenige Wochen altes Kind, dessen britische Staatsbürgerschaft auch Sajid Javid nicht bestritt. Das Baby ist inzwischen gestorben.
Der Tod des Babys hat nun einen Sturm der Entrüstung in Großbritannien ausgelöst. Schatten-Innenministerin Diane Abbott schrieb: “Es ist völkerrechtswidrig, jemanden staatenlos zu machen und nun ist ein unschuldiges Kind gestorben, weil einer britischen Frau die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Das ist herzlos und unmenschlich." Lord Macdonald, ein früherer Direktor der Anklagebehörde (Director of Public Prosecutions) beschuldigte Javid "moralischer Feigheit". Aus Ehrgeiz, Chef der Konservativen zu werden, habe Javid Großbritannien wie eine Banenrepublik behandelt, so Lord Macdonald.
Heftige Kritik kam auch von einem Bischof der Anglikanischen Kirche und selbst von konservativen Politikern.
Der britische Innenminister Sajid Javid hat vor ein paar Wochen der in der syrischen Kurdenregion festsitzenden 19-jährigen Shamima Begum die Staatsbürgerschaft entzogen. Sie soll dort den IS unterstützt haben und ist mit einem zum Islam konvertierten Niederländer verheiratet. Die junge Frau ist durch Javids Schritt staatenlos geworden. Der Minister hatte argumentiert, sie habe durch ihre Mutter Anspruch auf die Staatsbürgerschaft von Bangladesh. Das dortige Außenministerium wies diese Auffassung jedoch kategorisch zurück. Shamima Begum hatte ein wenige Wochen altes Kind, dessen britische Staatsbürgerschaft auch Sajid Javid nicht bestritt. Das Baby ist inzwischen gestorben.
Der Tod des Babys hat nun einen Sturm der Entrüstung in Großbritannien ausgelöst. Schatten-Innenministerin Diane Abbott schrieb: “Es ist völkerrechtswidrig, jemanden staatenlos zu machen und nun ist ein unschuldiges Kind gestorben, weil einer britischen Frau die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Das ist herzlos und unmenschlich." Lord Macdonald, ein früherer Direktor der Anklagebehörde (Director of Public Prosecutions) beschuldigte Javid "moralischer Feigheit". Aus Ehrgeiz, Chef der Konservativen zu werden, habe Javid Großbritannien wie eine Banenrepublik behandelt, so Lord Macdonald.
Heftige Kritik kam auch von einem Bischof der Anglikanischen Kirche und selbst von konservativen Politikern.