Aus gegebenem Anlaß....

moonstruck

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AW: Aus gegebenem Anlaß....

@moonstruck:
das hat nichts mit toleranz zu tun...
doch das hat es, denn du sprichst diesen Leuten ihre Identität ab, indem du so über sie redest:
...konservativ sind und denken, aber die türkei hier repräsentieren wollen, obwohl sie (familie ausgenommen und die herkunftstadt) meist keine ahnung von den "echten" türken haben...
Fortsetzung folgt...
 

moonstruck

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AW: Aus gegebenem Anlaß....

die, die hier aufgewachsen sind, mit der sprache, den traditionen und der kultur ihrer eltern aber auch unserer sprache, kultur usw sind einfach ein eigenes volk...
Sie mögen anders sein, diese Menschen, aber trotzdem sind sie Türken, in ihren Herzen, und vor allem sind es Menschen. Vielleicht muss man, wenn man unter Fremden lebt noch patriotischer sein, damit man seine Identität nicht vollkommen verliert. Und manchmal ist es nicht nur Verachtung was die "echten" Türken, wie du sie nennst, für ihre Landsleute empfinden, sondern auch Neid.

(Tut mir leid für die abgehackten Postings, aber geht leider nicht anders...)
 

moonstruck

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AW: Aus gegebenem Anlaß....

@Marleen

Was mich an deinen Äußerungen so stört, sind deine Verallgemeinerungen. Sicher gibt es solche Türken hier. Aber es gibt auch andere. Die Vielfältigkeit türkischer Menschen ist hier genauso groß wie in der Türkei.

Verallgemeinerung ist gefährlich, das hat man im Laufe der Geschichte schon oft feststellen müssen.
 

marleen

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AW: Aus gegebenem Anlaß....

wenn es nur die verallgemeinerungen sind das tut mir leid...ich meinte natürlich nicht alle...ich kenne ja selbst hier auch moderne türken...aber für mich sind es eben keine türken mehr und das meine ich nicht böse...im gegenteil ich beneide diese menschen darum, dass sie 2heimatländer, 2kulturen und mind 2 muttersprachen haben...sie können sich das beste von beidem raussuchen und beides kennenlernen....
der fehler ist nur, dass viele sich für eine seite entscheiden und diese dann extremer leben...
 
M

mar

Guest
AW: Aus gegebenem Anlaß....

sie können sich das beste von beidem raussuchen und beides kennenlernen....
der fehler ist nur, dass viele sich für eine seite entscheiden und diese dann extremer leben...

das ist der punkt, den ich auch so verstanden habe, marleen. und ich denke, da liegst du nicht falsch. diese lebensweise betrifft ja nicht nur unsere türkischverwurzelten deutschen, sondern ist in vielen anderen ländern ähnlich. das gibts in holland mit den molukkern , in den usa mir lateinamerikanern, in spanien mit marokkanern etc etc. überall , wo andere kulturen aufeinander treffen, ist es notwendig, kompromisse zu schliessen...

die sehnsucht nach etwas, was man eigentlich nur vom hörensagen oder von sommerurlauben kennt, kann doch keine grundlage sein, sein ganzes leben lang in einer parallelgesellschaft zu leben. denn das macht diese ambivalenz zu seinen eigenen wurzeln aus und zu der neuen heimat allemal. dieses festhalten an traditionen, die man zwar anrissweise hier leben kann, aber die eben "fremd" sind, weil man die traditonen selbst logischerweise eben auch nur verfremdet erfährt, birgt die gefahr, realitätsblind zu werden. die erlebnisse oder die erfahrungen, die ich mich deutschtürkischen menschen gemacht habe, sind höchst unterschiedlich. manche wollen deutscher sein als deutsche , manche weigern sich überhaupt deutsch zu lernen, manche wollen überhaupt keinen kontakt zu deutschsprachigen nachbarn und manche wiederum, die ich kenne und die in der türkei geboren wurden, dort aufwuchsen und hier einen türkischsprachigen partner geheiratet hatten, sagen klipp und klar, eine landsmann würd ich nie wieder heiraten, weil ihre denke anders ist .
es ist eine tatsache, das man sich in einem anderen land anders entwickelt, aber es ist auch eine tatsache, das der größte teil sich in einer eigenen parallelgesellschaft anders entwickelt und zwar anachronistisch. @moonstruck, man kann doch etwas nicht schönreden, was einfach ein problem ist. idenditätsprobleme sind nun mal der alltag, auch das ist eine tatsache, denen man sich stellen muss.
man muss nicht patriotisch sein, um seine idendität zu wahren . diese aussage beinhaltet für mich vor allen dingen in diesem kontext , sich insbesondere nationalistischer strukturen zu bedienen, nationalstolz zu instrumentalisieren und sich politisch einem land verpflichtet zu fühlen, welches man eigentlich nicht richtig kennt. die meisten türkischsprachigen deutschen sind hier geboren, hier aufgewachsen und wollen hier auch leben... da ist es wichtig, sich intensiver mit der idendität auseinanderzusetzen-und zwar konstruktiv, damit so etwas einfach nicht wiederholt, so wie geschehen: das man sich z.b. mit jemandem über jahre austauscht, sich nach hause einlädt , miteinander austauscht und man so in einem nebensatz an den kopf geknallt bekommt, das man sowieso von uns denkt, das wir schlampen sind.
wie dramatisch eigentlich dieses defizit an idenditätsfindung ist, habe ich erschreckenderweise hier in den letzten wochen lesen müssen.
 
I

imrece

Guest
AW: Aus gegebenem Anlaß....

@mar ist dieser beitrag auf mich bezogen, also wegen lang jähriger user interprätiere ich es so? dann vielleicht nochmal für alle, ich habe hier zu keinem menschen schlampe gesagt. den begriff als solchen hatte ich benutzt, aber nicht im bezug auf deutsche frauen.
und das wieder gegebene von mir entspricht nicht meiner meinung, teilweise gebe ich dem recht wenn türken oder araber ist ja auch egal zu sehr versuchen deutsch zu sein, etwas was sie nicht sind, dann sind sie assimiliert, aber das hat nichts mit der partnerin zu tun, solche gibts auch zu genüge die mit türkinnen verheiratet sind.
 
K

K Lilly

Guest
AW: Aus gegebenem Anlaß....

Einerseits ist es vielleicht ein Generationenproblem... dachte ich lange, dass halt evtl. erst die zweite oder dritte Generation, die hier aufwächst, tatsächlich auch "hier" ankommen kann, kennen lernen kann, was die andere Kultur ist und bedeutet...

Aber offenbar, den Statistiken zufolge, ist es ja so, dass eher eine Gegenentwicklung statt findet...

Einerseits gibt es sicherlich viele, die zwischen den Traditionen der Türkei und den Sitten und Gebräuchen hierzulande hin und her gerissen sind, einen Spagat machen müssen, zwischen dem was möglicherweise ihre Eltern an Werten und Normen mitbringen und dem, was im tagtäglichen von ihnen abverlangt wird, andererseits gibt es ja offenbar auch viele, die gar nicht erst versuchen wollen, kennen zu lernen, was es heißt in Deutschland zu sein und auch gar nichts von der Art und Weise hier zu leben halten bzw. auch eigentlich gar keinen Kontakt zu Deutschen suchen... Und das ist dann der Punkt, wo diese Verachtung deutlich wird und die ich auch nicht ganz verstehe...

Ich könnte nicht in einem Land leben, ohne die Sprache können zu wollen bzw. deren Einwohner ich eigentlich verachte und nichts mit ihnen zu tun haben will....

Ich habe teilweise eher noch das Gefühl, trotz allen Berichten über Diskriminierung, dass viele Deutsche, sicher auch nicht alle, teilweise toleranter den verschiedenen Kulturen gegenüber sind und versuchen zu verstehen, vielleicht auch nur die jüngere Generation, ich weiß es nicht, was der Hintergrund der anderen sein könnte, als so manch anderer...

Ich höre jedenfalls in meinem Umfeld nichts diskriminierendes, lese und höre aber doch erstaunlich viel Negatives umgekehrt, über die Art zu leben hier...

Und ich möchte mich ehrlich gesagt nicht so gerne schief anschauen lassen, nur weil ich nicht mit achtzehn als Jungfrau geheiratet habe...
 
K

K Lilly

Guest
AW: Aus gegebenem Anlaß....

@mar ist dieser beitrag auf mich bezogen, also wegen lang jähriger user interprätiere ich es so? dann vielleicht nochmal für alle, ich habe hier zu keinem menschen schlampe gesagt. den begriff als solchen hatte ich benutzt, aber nicht im bezug auf deutsche frauen.
und das wieder gegebene von mir entspricht nicht meiner meinung, teilweise gebe ich dem recht wenn türken oder araber ist ja auch egal zu sehr versuchen deutsch zu sein, etwas was sie nicht sind, dann sind sie assimiliert, aber das hat nichts mit der partnerin zu tun, solche gibts auch zu genüge die mit türkinnen verheiratet sind.

rebel, aber was ist denn so schlimm daran, assimiliert zu sein? das hört sich ja immer an, als wäre das eine schlimme krankheit, die es gilt, sich möglichst nicht zu zu ziehen....

es bedeutet doch nicht unbedingt ein verrat an den eigenen wurzeln oder der eigenen kultur?

warum muss es denn unbedingt all diese etiketten geben, dass deutsche frauen sich schief anschauen lassen müssen, wenn sie einen türkischen mann oder freund haben, weil alle davon ausgehen "der meint es sowieso nicht ernst mit ihr" und es gehe nur ums bett, dass türkische männer gleich "deutsche" sind (was ja eigentlich kein schimpfwort sein sollte und dennoch scheint es ja eine negative bedeutung zu haben) nur weil sie eine deutsche frau haben etc. pp...

das scheint dann aber gleich verachtenswert zu sein usw.. dass ist doch eigentlich das, was schade an der ganzen sache ist, weil es wiederum alles fest zementiert und am Ende scheint es das Beste zu sein, jeder bleibt unter sich! Was dann ja zu dieser wasserdichten Abschottung der Kulturen führt!
 
I

imrece

Guest
AW: Aus gegebenem Anlaß....

irgendwie widersprichst du dir:) du sagst ja wenn man assimiliert ist dann hat man seine kultur nicht aufgegeben. assimilierung bedeutet das ja eigentlich und das finde ich in der tat schlimm, weil man seinen vorfahren ins gesicht spuckt. jetzt mag man sagen können man lebt ja nicht mehr da. mein gott, da wo ich herkomme haben die leute seit 500 jahren nicht mehr die türkei gesehen, trotzdem bleibt man was man ist und es spricht nichts gegen ein gutes miteinander mit den inländern, ist sogar zwingend erforderlich.
es geht nur um das was mar gesagt hat, dass einige versuchen deutscher zu sein als die deutschen und wenn das passiert läuft meiner meinung nach schon was verkehrt. mir gings jetzt eigentlich nur darum klar zu stellen, dass ich hier niemanden mit fäkalsprache tituliert habe.
 
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