Brexit - das Phantom

Dieses Thema im Forum "Politik- und Geschichtsforum" wurde erstellt von Mendelssohn, 3 Mai 2017.

  1. Alubehütet
    Offline

    Alubehütet Well-Known Member

    Registriert seit:
    29 Januar 2017
    Beiträge:
    18.021
    Zustimmungen:
    9.426
    Geschlecht:
    männlich
    Die sagen, keine osteuropäischen Arbeitsmigranten mehr, die die Preise kaputtmachen und Wohnungen wegnehmen. Und keine Flüchtlinge mehr durch EU-Verteilung. Könnte die auch einleuchten;)

    EU sagt: Keinen freien Waren- ohne freien Personenverkehr.;)
     
  2. Mendelssohn
    Offline

    Mendelssohn Well-Known Member

    Registriert seit:
    17 Januar 2016
    Beiträge:
    6.217
    Zustimmungen:
    6.326
    Ich sehe noch nicht einmal Vorteile beim "weichen Brexit". Soweit ich den Unterschied zwischen "weich" und "hart" verstehe, bedeutet "weich", daß UK seinen Vetragsverpflichtungen gemäß des EU-Vertrags nachkommt (Pensionen für EU-Beamte, Rückzahlung der EU-Kredite, Sozial-, Krankheits-, Arbeitslosenversicherungsbeiträge für die bislang in GB arbeitenden EU-Bürger, die nun das Land verlassen müssen usw.), hart heißt, daß GB ohne große Zahlungen aus der EU austritt, aber uneingeschränkten Zutritt zum EU-Markt hat (also zollfrei oder so ähnlich).
    Den harten Brexit wird es nicht geben und der weiche ist viel zu teuer.
     
  3. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    5.812
    Zustimmungen:
    7.487
    Geschlecht:
    männlich
    Verstehe ich nicht ganz. Harter Brexit soll heißen, GB hat uneingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt? Nix da, harter Brexit heißt, GB wird zum Drittstaat: Kein freier Reiseverkehr, Handel nach den Bedingungen der WTO. Keine Zollunion. Alle EU-Bürger in GB verlieren ihren Status, alle Briten in der EU verlieren ihren Status.
     
    Alubehütet und Mendelssohn gefällt das.
  4. Mendelssohn
    Offline

    Mendelssohn Well-Known Member

    Registriert seit:
    17 Januar 2016
    Beiträge:
    6.217
    Zustimmungen:
    6.326
    Jedenfalls stellen sich viele Briten den Harten so vor: nix mehr einzahlen, alle Polen ausweisen, aber Sonderrechte auf den EU-(Finanz)märkten. Ein anderes Produkt haben sie ja nicht anzubieten (und das hängt auch noch vom Wohl und Wehe der Wall st. ab).
     
  5. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    5.812
    Zustimmungen:
    7.487
    Geschlecht:
    männlich
    Ja, das stellt(e) May sich so vor, und so hat sie es auch bei jenem denkwürdigen Dinner mit Juncker gesagt - was dann ja durchsickerte und Merkel veranlasste, in ihrer Regierungserklärung klarzustellen, dass das nicht in Tüte komme.
     
  6. Msane
    Offline

    Msane Well-Known Member

    Registriert seit:
    25 März 2010
    Beiträge:
    5.730
    Zustimmungen:
    5.238

    Das Problem ist halt, wenn man den Briten einen weichen Brexit gestattet, dann könnten andere Länder es genauso wollen bzw. die Vorteile der EU genießen ohne den Verpflichtungen nachzukommen.


    .
     
    eruvaer und sommersonne gefällt das.
  7. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    5.812
    Zustimmungen:
    7.487
    Geschlecht:
    männlich
    Niemand hätte etwas dagegen, wenn GB den gleichen Status wie Norwegen erwürbe. Teilnehmer am Binnenmarkt, zu dem die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehört. Dann wäre allerdings der Brexit-Wahlkampfschlager "Polen raus" erledigt.
     
    Mendelssohn und Alubehütet gefällt das.
  8. Mendelssohn
    Offline

    Mendelssohn Well-Known Member

    Registriert seit:
    17 Januar 2016
    Beiträge:
    6.217
    Zustimmungen:
    6.326
    Das Problem ist, daß die Briten selbst nicht wissen, was sie wollen. Streng genommen kann London auf die polnischen Handwerker und sonstige Dienstleister überhaupt nicht verzichten. Es mangelt ja nicht an Arbeit in London. Und es sind wohl am wenigsten die Polen, welche die Lohne drücken. Sie leiden mit den anderen Zeitarbeitern unter Dumpinglöhnen.
     
    Alubehütet gefällt das.
  9. Mendelssohn
    Offline

    Mendelssohn Well-Known Member

    Registriert seit:
    17 Januar 2016
    Beiträge:
    6.217
    Zustimmungen:
    6.326
    GB und EU haben sich auf einen ersten Termin in vier Wochen geeinigt. Erstes Thema soll sein: Rechte der EU-Arbeitnehmer in GB. Zweites Thema: GB's Rückzahlungen an die EU.
    Mal sehen, wo sie im nächsten Jahr stehen und ob sie TOP 1 und TOP 2 bis 2018 abgearbeitet haben.
     
  10. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    5.812
    Zustimmungen:
    7.487
    Geschlecht:
    männlich
    May hat keine Mehrheit im Unterhaus. Wenn sie auf Polen raus besteht, weil die Sun und die Daily Mail und drei Dutzend rechte Geiferer in ihrer Fraktion das wollen, drohen ihr die Brexit-Skeptiker. Und wenn die Polen bleiben dürfen, dann drohen die Rechten. Ganz, ganz schlecht.
     
Die Seite wird geladen...