Brexit - das Phantom

Bintje

Well-Known Member
@EnRetard: Dies und das wirft ein Licht. Wobei ich empfehle, nicht nur stichwortartig, sondern alles zu lesen.

Was Harry betrifft: Wenn ich es richtig erinnere, wollten seine Gattin und er ein "eigenes Leben" führen, was aber anscheinend daraus besteht, ihr Vorleben auszuschlachten, um Geld damit zu machen. Angeblich sollen noch drei weitere Bücher folgen. :rolleyes:

Wobei der Wahrheitsgehalt schon beim ersten Buch, das ich natürlich nicht lesen werde, offenbar eher dürftig ist. Die "Daily Mail" widmet sich der Angelegenheit liebevoll - und am Ende bleibt, so scheint es, wenig übrig von dem, was Harry erzählt.
Aber Autofiktion liegt bekanntlich schwer im Trend. Darunter darf man's wohl einordnen. ;)


 

EnRetard

Well-Known Member
"Dies" ist außer dem Wort "Lumpen*", das im Hochdeutschen kaum noch gebräuchlich ist, im Rahmen. Und "das" ist von 2014 und unter einem anderen Nick verfasst und damals vielfach passend beantwortet und von einem Moderator abgemahnt worden.

*Überdies wissen wir nicht, ob der Siebenbürger Burebista es im wörtlichen Sinne (Zerlumpter) oder tatsächlich synonym mit Gauner verwendet hat
 

Alubehütet

Well-Known Member
Was Harry betrifft: Wenn ich es richtig erinnere, wollten seine Gattin und er ein "eigenes Leben" führen, was aber anscheinend daraus besteht, ihr Vorleben auszuschlachten, um Geld damit zu machen. Angeblich sollen noch drei weitere Bücher folgen. :rolleyes:
Ich bin momentan sehr beeinflußt von Niggi. Warum sollen die beiden zur Abwechslung nicht mal selber Geld verdienen an ihrem Vorleben?
Wobei der Wahrheitsgehalt schon beim ersten Buch, das ich natürlich nicht lesen werde, offenbar eher dürftig ist. Die "Daily Mail"
ist Partei. Auf englische Medien höre ich erst einmal gar nicht.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Im Februar 2017 beschloss die Community der englischsprachigen Wikipedia nach ca. zweijähriger Debatte, dass die Daily Mail als Quelle generell unglaubwürdig sei und daher nicht als Beleg genutzt werden solle. Begründet wurde dieser Ausschluss der Daily Mail damit, dass sie große Mängel beim Überprüfen von Fakten aufweise, sensationsgierig sei und auch bisweilen Sachverhalte oder Behauptungen schlichtweg erfinde. In Medien wurde dieser Ausschluss als außergewöhnlicher Schritt bezeichnet.[34] Als Beispiele genannt wurden u. a. die Berichterstattung zum Fall Amanda Knox, erfundene Interviews mit den Fußballern Paul Pogba und Andrea Pirlo sowie Falschbehauptungen zur Beziehung von George Clooney und Amal Alamuddin.
 

Bintje

Well-Known Member
Ich bin momentan sehr beeinflußt von Niggi. Warum sollen die beiden zur Abwechslung nicht mal selber Geld verdienen an ihrem Vorleben?

ist Partei. Auf englische Medien höre ich erst einmal gar nicht.
Ja, schade, und ich bin bei Podcasts im Wesentlichen raus. Außer ganz, ganz selten, obwohl ich an mir arbeite und es seit einiger Zeit manchmal nach und nach mit Hörbüchern versuche. Bei Podcasts kommt es mir regelmäßig so vor, als seien die Leute nur zu faul gewesen, ihre mehr oder minder bahnbrechenden Erkenntnisse zu Papier zu bringen.

Die Texte beziehungsweise insbesondere den ersten von mir verlinkten hast Du nicht gelesen, oder?
 

sommersonne

Well-Known Member
Es ist natürlich schwer für jemandem aus einem Königshaus Geld zu verdienen. Harry hat so viel ich weiss keinen Beruf gelernt. Er war beim Militär. Es schickt sich wohl auch nicht für das englische Königshaus das er irgendeinen Beruf gelernt hätte. Er war eben der Stellvertreter, das war sein "Beruf".

Und Meghan, wie würde es das Königshaus finden wenn sie ihren Beruf aktuell ausüben würde und evtl. eine Rolle in einem Horror-oder Alienfilm übernehmen würde. Sie wären not amused.
Viel mehr bleibt dann nicht mehr. Sie schreibt ein Kinderbuch und er eine Autobiografie oder zwei.

Vielleicht wäre es auch angebracht mal ernsthaft darüber nachzudenken wie es im konservativen englischen Königshaus tatsächlich zu geht, ehe man jemanden verurteilt. Es mag mag vielleicht manches übertrieben dargestellt sein, aber sie sind eben letztendlich auch nur Menschen mit Fehlern und Leichen im Keller.
 
Zuletzt bearbeitet:

EnRetard

Well-Known Member
Ja, schade, und ich bin bei Podcasts im Wesentlichen raus. Außer ganz, ganz selten, obwohl ich an mir arbeite und es seit einiger Zeit manchmal nach und nach mit Hörbüchern versuche. Bei Podcasts kommt es mir regelmäßig so vor, als seien die Leute nur zu faul gewesen, ihre mehr oder minder bahnbrechenden Erkenntnisse zu Papier zu bringen.
Die Podcasts von Printmedien wirken oft hingeschludert. Da gebe ich dir vollkommen recht. Und sie verschlingen viel mehr Zeit als das Lesen von Artikeln. Wenn schon Podcasts, dann richtiges Radio. Nachts ziehe ich mir oft Aufzeichnungen vom Deutschlandfunk, den Landesrundfunkanstalten und BBC Radio 4 rein. Wenn sie gut sind, bleibe ich wach und höre zu.
 

Bintje

Well-Known Member
sie sind eben letztendlich auch nur Menschen mit Fehlern und Leichen im Keller.
.. eben. Unter jedem Dach ein Ach, heißt es. Mit klangvollem Namen kann man das natürlich zu Geld machen. Aber wenn sie wirklich wollten, könnten sie sicherlich auch anders: Ginge es tatsächlich darum, ein "eigenes Leben" zu führen, was mir zumindest bei der Ankündigung Respekt abnötigte, könnte Harry als Hubschrauberpilot arbeiten (das hat er gelernt) und Meghan wieder versuchen, in ihrer Branche Fuß zu fassen. Und es würde ihr sicherlich gelingen. Ob sie das will, ist die andere Frage. Es wäre allerdings viel härter verdientes Geld. Und da werden sie sich schon überlegt haben, ob sie das mit ihrer angeblich geheiligten Privatsphäre so konsequent durchziehen, wie eingangs behauptet. Tatsächlich machen sie das Gegenteil davon.

Natürlich können sie tun, was sie wollen. Mir kommt es nur vor, als wollten sie Harrys Familie per Flammenwerfer abfackeln - was sich ironisch betrachtet natürlich anbietet, wenn man jenseits des großen Teichs anscheinend nichts anderes zu tun hat, als um die Vergangenheit zu kreisen.
Schade. Aus meiner Sicht eine vergeudete Chance, mit reflektiertem Handeln im Jetzt die Zukunft zu gestalten.

Aber was weiß ich schon von ihren Bedürfnissen ... und wenn dazugehört, ohnehin komplizierte Familienverhältnisse komplett zu schleifen: Ihre Sache. Entsprechende PR- oder autotherapeutische Veröffentlichungen kann man ja auch einfach schwänzen.
 

Bintje

Well-Known Member
Nein, noch nicht, hole ich nach. Aber mit grossen Vorurteilen. Wie, wenn ein Brite Reichelts Apologien lesen würde, warum er Drosten angriff.
Andere Nummer. Der Autor des 1. Textes, Robert Hardman, ist einigermaßen bekannt, seit langem auf die Royals spezialisiert und berichtet über den Abdruck in DM hinaus für seriöse Medien. Er hat die Königsfamilie, auch Harry, häufiger bei Reisen begleitet und etliche im Buch geschilderte Szenen aus eigener Anschauung völlig anders in Erinnerung (seinerzeit teils als Beobachtungen mit Bildmaterial dokumentiert, was man sich freilich ergoogeln müsste).
Deswegen ist sein Text hauptsächlich überschrieben mit einem feinsinnigen Queen-Zitat: ... recollections may vary, Erinnerungen können variieren. :)

Zumindest liest es sich interessant. Ich bekam den Text als Rundmail unter Freunden von meinem eingedeutschten Lieblingsbriten - im Betreff seine längst als geflügeltes Wort bekannte Mahnung bei Debatten, in denen es hoch hergeht: "Get your facts right!" :D
 
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