Der Fall Khashoggi

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Bintje, 20 Oktober 2018.

  1. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Oh. Dachte, Cyanogen gäbe es nicht mehr. Ich gucke mir das morgen an.
     
  2. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Das Problem ist, dass der Mitleser in die Irre geleitet wird. Deshalb ist offtopic über lange Strecken nicht ok.
    @Kashoggi
    Mich irritiert am meisten, dass der Kashoggi-Mord das saudi-amerikanische Verhältnis weder beschädigt noch belastet, sondern im Gegenteil bis in den Intimbereich vertieft hat. Seitdem Kashoggi Mord passt kein Stück Papier mehr zwischen dem Erbprinzen und dem Oval Office. Wenn ich dem wäre, würde ich dort graben. Da ist mehr zu holen als in der Ukraine.
     
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  3. eruvaer
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    eruvaer Well-Known Member

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    Ja lineage. Ist richtig.
    Aber nicht mal die Entwickler finden den Namen besser als den alten ;)
     
  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Nicht erst seitdem. Wenn ich das richtig im Kopf habe, war der – ja immer auch symbolische – erste Auslandsbesuch Trumps in Saudi-Arabien. Der Kashoggi-Mord hat an dem außerordentlich guten US-SA-Verhältnis nur nichts verändert. Nun ja. Trump mag viele Journalisten auch nicht. Und schon gar nicht die der Washington Post.
     
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  5. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Wäre eine gute Sache, wenn dann eben die anderen, "durchsichtigen" Smartphones nicht mehr produziert würden.
    Nette Funktionen, aber dann muß man ja zwangsläufig eins haben. Was sollen dann die machen die keins haben, die Armen oder die Alten die es nicht mehr verstehen?
     
  6. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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  7. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Ja, richtig. Und MbS war auf Werbetour in USA, hat viele einflussreiche Akteure wie Bill Gates, Oprah Winfrey und andere getroffen, und ich erinnere Berichte, dass Merkel wegen seines vorgeblichen Reformkurses anfangs recht angetan von ihm wirkte. Das dürfte sich inzwischen geändert haben.

    Die DW hat kürzlich ein jetzt von Qantara übernommenes Interview mit Iyad el-Baghdadi geführt, Menschenrechts-Aktivist und Leiter der Kawaakibi-Foundation in Oslo. Seinen Angaben zufolge stand er in Kontakt mit Jamal Khashoggi und Bezos' Sicherheitsteam. Im Großen und Ganzen sagt er nichts anderes als bereits 2019 in der "Washington Post": Sein Handy sei ebenfalls von den Saudis gehackt worden.

    "El-Baghdadi: Jamal Khashoggi hat für die "Washington Post" geschrieben. MbS und auch andere Diktatoren sind sehr sensibel, wenn es um ihr Image und um die öffentliche Wahrnehmung geht, denn ihre Legitimität hängt damit zusammen. Daher war es für MbS sehr wichtig, ein positives Image in der Welt aufrechtzuerhalten. Dafür hat er viel Geld ausgegeben - und bis März 2018 war er sehr erfolgreich. (...) Zeitgleich saß Jamal Khashoggi bei der renommierten "Washington Post" und schrieb einen Artikel nach dem anderen darüber, dass das, was MbS erzählte, nicht stimmte. Das war heikel für MbS. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde das Telefon von Jeff Bezos gehackt. Wir gehen davon aus, dass das am 1. Mai 2018 war.

    Sie hatten aber auch saudische Dissidenten in Großbritannien im Visier, einen nicht namentlich bekannten Amnesty-International-Mitarbeiter, und erst gestern erfuhren wir, dass es einen Versuch gab, offenbar auch Ben Hubbards Telefon zu hacken. Er ist der Chef des "New-York-Times"-Büros in Beirut. Natürlich ist es gut möglich, dass auch Jamal Khashoggis Telefon attackiert wurde. Doch keiner hat Zugang zu seinem Telefon, weil es beim türkischen Geheimdienst liegt.

    Sie wurden offenbar auch ins Visier genommen?

    El-Baghdadi: Das war im Juni letzten Jahres, nachdem Jeff Bezos den Erpressungsversuch öffentlich gemacht hatte. Eine saudische Quelle wies mich darauf hin, dass ich mein Telefon loswerden müsse, weil es den Saudis offenbar gelungen sei, die Spionagesoftware Pegasus auf meinem Telefon zu installieren. Ich habe daraufhin sofort mein Handy weggeworfen."

    https://de.qantara.de/inhalt/saudischer-hacker-angriff-auf-jeff-bezos-die-whatsapp-die-aus-riad-kam
     
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  8. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Wikipedia hat dazu:

    Ahmed Mansoor, ein international bekannter Menschenrechtsaktivist aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, erhielt am 10. und 11. August 2016 jeweils eine SMS auf seinem iPhone 6 (iOS-Version 9.3.3),[4] die auf neue Hinweise zu Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machte und einen Link zu einer Webseite enthielt, die angeblich neue Geheimnisse enthülle. Der einzige Zweck dieser SMS war es, den Benutzer zum Anklicken des Links zu bewegen. Anstatt auf den Link zu klicken, sendete Mansoor die Nachricht an einen befreundeten Sicherheitsspezialisten von Citizen Lab, der den Link in einer geschützten Entwicklungsumgebung ausführte.
    Ahmed Mansoour bei amnesty.

    Wikipedia weiter:

    Während einer ersten Untersuchung stellte Citizen Lab fest, dass der Link zu einer sogenannten „Exploit-Infrastruktur“ der israelischen Firma NSO Group gehört, da die verwendete Domain sms.webadv.co und deren IP-Adresse bereits bei Analysen in anderen Fällen auffällig geworden war. Diese Firma vermarktet unter der Bezeichnung „Pegasus“ ein iOS-Spyware-Produkt ausschließlich an Regierungseinrichtungen, Strafermittler und Geheimdienste als Softwaredienstleistung. Pro Ziel werden nach Angaben von Lookout geschätzt $25.000 USD berechnet.

    Weitere gemeinsame Untersuchungen führten zu einer Kette von sogenannten „Zero-Day“-Exploits – also noch nicht offiziell bekannten Sicherheitslücken in einem Softwareprodukt. Solche unbekannten Lücken sind selten und auf dem Schwarzmarkt entsprechend teuer (bis zu 1 Million Euro pro Lücke).
    Daher gilt ein professioneller Ursprung dieser Software als sicher. Bemerkenswert ist die Ausnutzung von gleich drei solcher „Zero-Day“-Exploits.
     
  9. Alubehütet
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    Der hier:

    Trum SA.jpg

    Klarstellung
     
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  10. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Das ist eine Ausgründung von israelischen Geheimdienstmitarbeitern mit so brisanter Technologie, daß etwa ein Jeff Bezos als Privatperson deren Service nicht kaufen könnte, nur Geheimdienste und Regierungen im Dienste der Terrorbekämpfung. Hat das israelische Verteidigungsministerium verfügt. Auch an Saudi-Arabien wurde ihr Kram verkauft; nach der Ermordung Kashoggis wurden die Geschäftsbeziehungen allerdings eingefroren.
     
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