"Die Welt geht vor die Hunde" und die jungen Menschen lassen sich das nicht einfach bieten.

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Irgendwie interessiert das keinen? o_O Ausser die Springer-Presse natürlich. Gretas Tweet rauschte noch durch den Blätterwald; wohl auch, weil zuvor die Frau Neubauer bei Anne Will gegen Maaßens zum Antisemitismus nahtlos anschlußfähige Tweets geätzt hatte. Aber nun? Nix in der taz z.B.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Maaßen weiß viel zu genau, wo die Grenze verläuft zwischen dem, was man gerade so noch sagen, raunen, andeuten darf – „die Globalisten“, „*zwinkerzwinker* (Ihr wißt schon, wer gemeint ist, aber das darf man ja hierzulande nicht mehr offen sagen)“ – und dem, was eindeutig nicht mehr geht – „Die Juden sind unser Unglück!“. Das zu wissen war sein Beruf.

Andere Motive, die er bespielt, dürften tatsächlich für sich nicht zwingend antisemitisch sein, sind aber anschlußfähig an antisemitische Erzählungen. Man kann tatsächlich der Überzeugung sein, daß die Nicht-Schließung der Grenzen 2015/16 ein Fehler gewesen sei, sogar dahingehend, daß wir uns damit Antisemiten importiert hätten. Es gibt aber auch die Erzählungen, das sei kein gutmütiger Fehler gewesen, sondern ein Bestandteil eines perfiden jüdischen Masterplans, Stichwort George Soros.

Man wird Maaßen nie erwischen bei einer eindeutig antisemitischen Äußerung. Er verlinkt aber allzusehr auf Blogs und Quellen, wo Antisemitismus zumindest hintergründig schwer hineinschillert, und übernimmt einschlägige Topoi wie den vom Great Reset.



Insofern war es wichtig und richtig von Luisa Neubauer, das anzusprechen. Hatte aber keine Chance, Belastbares anzuführen, worauf Laschet selbstverständlich für ein Parteiausschlußverfahren bestehen muß. Immerhin. Sie hat Laschet ein eindeutiges Statement entrungen, an das er sich wird messen lassen müssen: Für Antisemitismus ist in der CDU kein Platz. Er spielte offensichtlich an auf Martin Hohmann; das hatte ich anders in Erinnerung als er.
 
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Berfin1980

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19 Juni 2015
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Maaßen nutzt eindeutig antisemitisch konnotierte Begriffe. Im Gegensatz zu anderen sehe ich ihn auch nicht als Neurechten (las ich in dem Zusammenhang) so eine Einstellung wird zwar nicht unbedingt angeboren, aber vermittelt und festigt sich im weiteren Verlauf den Lebens.

Martin Hohmann ist genau da wo er hingehört.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Maaßen nutzt eindeutig antisemitisch konnotierte Begriffe.
Aber eben nicht zwingend als solche identifizierbar. Das meine ich mit „anschlußfähig“. Als Antisemit weißt Du, wie Du das zu verstehen hast. Gerichtsfest vorzulegen ist da nichts.
Martin Hohmann ist genau da wo er hingehört.
Aber zu spät. Hätte Struck nicht Günzel umgehendst gefeuert gehabt, Merkel hätte Hohmann auf der Hinterbank sitzen lassen wollen. Egal. Laschet hat öffentlich erklärt, daß das demnächst schneller gehen wird :)
 
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Berfin1980

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19 Juni 2015
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Aber eben nicht zwingend als solche identifizierbar. Das meine ich mit „anschlußfähig“. Als Antisemit weißt Du, wie Du das zu verstehen hast. Gerichtsfest vorzulegen ist da nichts.
Aber zu spät. Hätte Struck nicht Günzel umgehendst gefeuert gehabt, Merkel hätte Hohmann auf der Hinterbank sitzen lassen wollen. Egal. Laschet hat öffentlich erklärt, daß das demnächst schneller gehen wird :)
Der Nazi war Präsident des Verfassungsschutzes und kennt solche Konnotationen ganz genau, oder er hat sich auch noch darüber lustig gemacht in seinen Kreisen?
Zu Laschet der Sack Reis in China......kennst du doch!
Wenn du damit ein Problem hast, mir egal. Ich möchte das auch nicht weiter diskutieren.
Es gibt sogar Forscher die das ganz genau aufdröseln. Link

Verstehe ich jetzt nicht? Der hat mehr mit compact zu tun und Martin Sellner, als mit dem III. Weg. Klassischer Nazi ist er nicht.

Ach nein was denn sonst? Die Süddeutsche titelt heute der Steve Bannon von Thüringen. Merz sagt man muss eben die Werte Union wieder integrieren.

Den Link zur Süddeutschen spare ich mir hier, da Paywall.

Und jetzt können wir gerne mit dem weiter machen was hier im Thread diskutiert werden kann.

Am Südpol hat sich ein Eisberg gelöst von der Größe her wie Malle.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Was macht der überhaupt in Thüringen? Der ist in Rheindahlen geboren. Soll er sich doch dort zur Wahl stellen. Aber da gibt es vielleicht nicht so viele Rechte das er gewählt werden würde.
Es nervt das so oft die Rechten in den Osten kommen und hier die Liga der Rechten verstärken.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Maaßen nutzt eindeutig antisemitisch konnotierte Begriffe. Im Gegensatz zu anderen sehe ich ihn auch nicht als Neurechten (las ich in dem Zusammenhang) so eine Einstellung wird zwar nicht unbedingt angeboren, aber vermittelt und festigt sich im weiteren Verlauf den Lebens.
Kaum ist Maaßens Position gesichert als Kandidat mit Laschets Segen, dreht er eine Schraube weiter und vertritt selber Verschwörungsmythen, statt nur raunend auf sie zu verlinken. Hier eine gute, kurze, vielbeachtete Analyse mit Link zum Maaßen-Essay.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Ich finde solche Steilvorlagen zu liefern schlicht vollkommen unnötig.

Screenshot_20210524_183931.jpg

Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitische Kultusgemeinde München, warnt jetzt in der "Bild"-Zeitung: "Der jüdische Staat wird völlig verzerrt dargestellt und mit bekannten antisemitischen Klischees dämonisiert, während palästinensischer Terrorismus gegen Zivilisten auf ganzer Linie verharmlost wird."

Quelle

Nicht in der BILD:

Michael Blume, Religionswissenschaftler und Beauftragter des Landes Baden-Württemberg gegen Antisemitismus, und zwar, obgleich CDU, heftiger Sympathisant der FFF (fährt auch aus Umweltgründen ein Elektroauto, Veganer), stuft die Botschaften in dem Thread vom 19. Mai gegenüber watson so ein:

"Der Thread von Fridays for Future International ist extrem einseitig anti-israelisch und enthält viel Antisemitismus. So wird das Existenzrecht Israels bestritten und von arabischen 'Märtyrern' geschrieben. Zu anderen, sehr viel verlustreicheren Konflikten wie dem komplett durch Öl finanzierten Krieg im Jemen zwischen Sunniten und Schiiten findet man dagegen nichts auch nur annähernd Vergleichbares." Michael Blume fasst es so zusammen: "Hier zeigt eine Klimaschutzbewegung nur Interesse, wenn es gegen Juden geht."


(Wobei er die Distanzierung der deutschen FFF ausdrücklich begrüßt.)

(Disclaimer: Ich folge auch dem Michael Blume mit großem Interesse im Netz.)
 
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