Erziehungsstile

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Ganztags-Fremdbetreuung ist in Deutschland einfach igitt. Mütter, die so etwas zulassen, sind Rabenmütter, gefördert wird, wer zu Hause bleibt. Mit der Folge, dass in keinem anderen Land die soziale Herkunft eine größere Rolle für die späteren Lebenschancen spielt.

Womit du gerade eine der Erklärungen dafür geliefert hast, weshalb einige die Probleme mit denen sich z.B.Renga tagtäglich herumärgern muss, nicht sehen. Ihre Kinder gehen auf andere Schulen, in anderen Stadtteilen oder gepflegten Vororten/Kleinstädten. Auch daran hat sich nicht viel geändert, nur der Sektor der Privatschulen boomt seit Jahren, wer es sich leisten kann, hat seine Kinder längst aus dem staatlichen Schulsystem abbgemeldet. Warum wohl? :roll:
 
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Ich wundere mich auch. Dass renga sowas mitbekommt, erschließt sich mir ja noch, aber für alle anderen müssen diese schrecklichen Familien oder Teile davon ja erst mal die Hütte verlassen, und das tun sie ja wohl eher nicht, oder?


In einer Großstadt bekommt man davon viel mehr mit. Es gibt Stadtviertel da häufen sich dann "diese Leute", weil die Mieten preiswert sind.

Man kommt dann schneller dazu zu verallgemeinern. In gewisser Weise kann ich Renga ja auch verstehen. Sie sieht es den ganzen Tag. Irgendwann bekommt man dann den Eindruck das es nichts anderes mehr gibt.
 
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Eine Mutter/Erzieherin oder Erzieher ( ihr wisst was ich meine) geniest Autorität nicht durch Stenge, sondern durch Wissen, Durchsetzungsvermögen und zeigt auch Verständnis für die Probleme des Kindes ohne direkt auszuflippen. Egal wie gravierend das Problem ist. Er/Sie sollte vorerst trennen zwischen seiner Meinung und seinem Empfinden und dem was das Kind empfindet damit er/sie mit bestimmten Situationen besser umgehen kann. Er/ Sie muss aber knallhart und kompromisslos sein! Sich nicht überreden oder erweichen lassen und zu seinem eigenen Wort stehen. Kinder brauchen Regeln an denen sie sich orientieren können. Dieses Laissez faire ist der größte scheiss, den man seinem Kind antun kann. Man kann ein Kind nicht sich selbst überlassen. Kinder können mit solchen Situationen gar nicht umgehen. Nicht einmal Erwachsene sind dazu fähig oder warum gibts Gesetze an die man sich als Erwachsener halten muss=????? In meinen Augen machen das nur Eltern, die Anstrengungen so gering wie nur möglich halten wollen, weil sie überfordert sind und im Extremfall sogar ihre Kinder damit vernachlässigen.
Ich bin eine absolute Verfechterin der autoritären Kindererziehung, aber mit dem Schwerpunkt "Respekt in Bezug auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes" und mit viel emotionaler Unterstützung.
Ich versuche immer auf der Beziehungsebene zu arbeiten und damit meine gestellten Forderungen und Regeln zu erreichen. Gleichzeitig gibts bei mir ganz klare Regeln, deren verstoß direkt sanktioniert wird. Und zwar nicht drei Tage später, wenn das Kind schon gar nicht mehr weiß worum es ging, sondern in dem Moment. Die Regeln und Sanktionen wurden gemeinsam aufgestellt und von jedem Kind unterschrieben, so dass es nicht am Ende heißt, dass ich unfair sei.
Transparenz finde ich besonderes wichtig, denn ich als Erwachsene brauche es auch.....
Super wichtig ist das man sein Kind, mitWärme, Akzeptanz und Einfühlungsvermögen versorgen sollte. Und nicht tagelang auf einem Fehler rumhaken, den man schon längst sanktioniert hat. Ich finde Verzeihen nach der Sanktion sehr sehr wichtig....

und abgesehen mal davon sollte man schon Up-To-Date hinsichtlich dem was die Jugend gerade so betrifft... Ich kann mich auch stundenlang mit meinen Kindern über "Berlin Tag und Nacht" unterhalten ohne rumzumeckern wie scheisse ich es finde, dass die es schauen und gleichzeitig schaue ich es heimlich selber....Ich kenne Leute, die bringen ihren Kindern bei das Drogen scheisse sind, kiffen aber jedes Wochenende nachdem sie das Kind ins Bett geschickt haben. Ich finde das nicht authentisch und kann solche Eltern auch nicht verstehen....

Zuguterletzt sollte man selbst nie vergessen, dass man auch mal Kind war und über kleine Streiche oder Versuche uns zu bescheißen auch mal lächeln.


und mit dieser Methode fahre ich bei meinen Kindern richtig. Ich will mich jetzt auch nicht als Supererzieherin darstellen, aber ich bekomme zu meiner Person täglich von den Kindern Rückmeldungen und daran kommt kein Gehalt der Welt ran....
 
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Womit du gerade eine der Erklärungen dafür geliefert hast, weshalb einige die Probleme mit denen sich z.B.Renga tagtäglich herumärgern muss, nicht sehen. Ihre Kinder gehen auf andere Schulen, in anderen Stadtteilen oder gepflegten Vororten/Kleinstädten. Auch daran hat sich nicht viel geändert, nur der Sektor der Privatschulen boomt seit Jahren, wer es sich leisten kann, hat seine Kinder längst aus dem staatlichen Schulsystem abbgemeldet. Warum wohl? :roll:

Niemand hat hier behauptet, dass es die Probleme nicht gibt, die Renga geschildert hat. Aber es gab zu Recht Protest gegen die Behauptung, dass alle deutschen Eltern so sind.

Und klar: Die Schere zwischen den Überbehütern und Alles-Reflektierern und denen, die ihre Kinder vernachlässigen, wird größer. Und ich weiß nicht, ob diese Entwicklung noch umkehrbar ist.

Und natürlich wäre mein Sohn auch auf eine Privatschule gegangen, wenn wir nicht inzwischen doch in einer recht behüteten Gegend leben würden. Und zwar koste es, was es wolle.
 
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Niemand hat hier behauptet, dass es die Probleme nicht gibt, die Renga geschildert hat. Aber es gab zu Recht Protest gegen die Behauptung, dass alle deutschen Eltern so sind.

Und klar: Die Schere zwischen den Überbehütern und Alles-Reflektierern und denen, die ihre Kinder vernachlässigen, wird größer. Und ich weiß nicht, ob diese Entwicklung noch umkehrbar ist.

Und natürlich wäre mein Sohn auch auf eine Privatschule gegangen, wenn wir nicht inzwischen doch in einer recht behüteten Gegend leben würden. Und zwar koste es, was es wolle.

Und mir geht es nicht um eine "alle deutschen / türkischen oder sonstigen Eltern" sind so Diskussion.
Es hat sich nichts geändert, nur dass auch Leute wie du das Resümee ziehen: "Koste es was es wolle". Das meinte ich damit, dass das Problem ins Private verlagert wird. Weshalb muss man mit seinen Kindern an die Peripherie ziehen, damit sie in einem besseren Bildungssystem aufwachsen?

Auch Familien mit geringem Einkommen haben ein Recht darauf die Vorteile der Großstadt zu nutzen und auch in Gegenden mit günstigen Mieten ein funktionierendes Schulsystem vorzufinden. Stattdessen rotten dort Schulen vor sich hin, Kindergärten sind Mangelware und es gbt immer noch Schulklassen mit 30 Kindern und mehr, deren Sozialverhalten mit "auffällig" noch freundlich umschrieben ist. Diese Ghettobildung wird nicht aufgebrochen und mittlerweile habe ich sogar den Eindruck, sie wird stillschweigend geduldet. :cry:
 
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Womit du gerade eine der Erklärungen dafür geliefert hast, weshalb einige die Probleme mit denen sich z.B.Renga tagtäglich herumärgern muss, nicht sehen. Ihre Kinder gehen auf andere Schulen, in anderen Stadtteilen oder gepflegten Vororten/Kleinstädten. Auch daran hat sich nicht viel geändert, nur der Sektor der Privatschulen boomt seit Jahren, wer es sich leisten kann, hat seine Kinder längst aus dem staatlichen Schulsystem abbgemeldet. Warum wohl? :roll:

Wenn ich könnte, würde ich es auch machen.


Renga, ich finde deinen Beitrag echt klasse. Bin selbst auch eine autoritäre Mutter und bekomme viel Kritik dafür.

Der einzige Teil deiner Ausführungen, den ich nicht unterschreiben kann, ist der hier:

Eine Mutter/Erzieherin oder Erzieher ( ihr wisst was ich meine) geniest Autorität nicht durch Stenge, sondern durch Wissen, Durchsetzungsvermögen und zeigt auch Verständnis für die Probleme des Kindes ohne direkt auszuflippen. Egal wie gravierend das Problem ist. Er/Sie sollte vorerst trennen zwischen seiner Meinung und seinem Empfinden und dem was das Kind empfindet damit er/sie mit bestimmten Situationen besser umgehen kann. Er/ Sie muss aber knallhart und kompromisslos sein! Sich nicht überreden oder erweichen lassen und zu seinem eigenen Wort stehen.

Reine Theorie, wird dir jede Mutter bestätigen können. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kind ist immer eine emotionale Sache. Sicher magst du deine Kinder an der Schule auch, sorgst dich um sie usw. Aber als Mutter/Vater ist das etwas anderes. Da passieren oft Dinge, unvorhersehbare Situationen, in denen man einfach emotional....und manchmal dann auch "falsch" oder gegen die eignen Regeln reagiert. Wenn ein Lehrer das macht, ist er in den Augen der Eltern aber inkompetent oder soll am besten von der Schule gejagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Irren ist menschlich, überreagieren auch. Nobody's perfect.

Wenn ich knapp bei Kasse bin und Sohnemann verziert mein Auto mit lustigen Kratzern, überlege ich nicht zuerst in Ruhe, wie er es empfindet und reflektiere meine eigenen Gefühle, um dann in Ruhe mit ihm zu sprechen. Da wird laut geschimpft und je nach persönlicher Finanzlage auch bestimmt geweint werden...so ist das eben.
 
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Wenn ich könnte, würde ich es auch machen.


Renga, ich finde deinen Beitrag echt klasse. Bin selbst auch eine autoritäre Mutter und bekomme viel Kritik dafür.

Der einzige Teil deiner Ausführungen, denn ich nicht unterschreiben kann, ist der hier:



Reine Theorie, wird dir jede Mutter bestätigen können. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kind ist immer eine emotionale Sache. Sicher magst du deine Kinder an der Schule auch, sorgst dich um sie usw. Aber als Mutter/Vater ist das etwas anderes. Da passieren oft Dinge, unvorhersehbare Situationen, in denen man einfach emotional....und manchmal dann auch "falsch" oder gegen die eignen Regeln reagiert. Wenn ein Lehrer das macht, ist er in den Augen der Eltern aber inkompetent oder soll am besten von der Schule gejagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Irren ist menschlich, überreagieren auch. Nobody's perfect.

Wenn ich knapp bei Kasse bin und Sohnemann verziert mein Auto mit lustigen Kratzern, überlege ich nicht zuerst in Ruhe, wie er es empfindet und reflektiere meine eigenen Gefühle, um dann in Ruhe mitihmzu sprechen. Da wird laut geschimpft und je nach persönlicher Finanzlage auch bestimmt geweint werden...so ist das eben.

kann ich verstehen, aber ich habe auch nie gesagt, dass man nicht schimpfen sollte...boah wie ich manchmal Schimpfe :)
Kinder, die das Auto ihrer Eltern ABSICHTLICH demolieren sind auch E-Kinder und brauchen Hilfe von außen. Da ist eine Mutter, wie du es sagst, zu emotional und gewissermaßen überfordert. Deswegen gibts auch Leute wie den Narr, die werden schließlich dafür bezahlt.
 
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kann ich verstehen, aber ich habe auch nie gesagt, dass man nicht schimpfen sollte...boah wie ich manchmal Schimpfe :)
Kinder, die das Auto ihrer Eltern demolieren sind auch E-Kinder und brauchen Hilfe von außen. Da ist eine Mutter, wie du es sagst, zu emotional und gewissermaßen überfordert. Deswegen gibts auch Leute wie den Narr, die werden schließlich dafür bezahlt.

E-Kinder? Was'n das?

Im Ernst: Kinder aller Bildungsschichten zerstören schon mal was, von dem sie nicht wissen, wie teuer es ist. Klar, wenn ein 12-jähriger mit dem Stein ein Auto bewirft... :roll: Aber die Kategorie "Ich bin 5 und weiß nicht, was ich tue, wenn das so lustig knackst/klirrt/quietscht/rattert/bunt wird" gibt es überall. Und natürlich wäre es da mit einer guten Erklärung und "etwas sauer sein" besonders in dem Alter getan. Aber wie gesagt, ist halt je nach Tagesform nicht so.
 
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Es gibt ja verschiedene Erziehungsstile, von streng bis "Laissez faire", die sich über die Generationen hinweg in stetigem Wandel befinden. Auch gibt es natürlich kulturelle Unterschiede.

Welchen Erziehungsstil erachtet ihr als "richtig" oder "am sinnvollsten"?


Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten,soviele Kriterien fließen da mit ein.

- Bin ich Alleinerziehente Mutter/Vater
- Lebe ich in einer glücklich und harmonischen Ehe/ Beziehung
- Wohne ich in einer Großstadt oder mehr in ener ländlichen Gegend
- ......
und noch vieles mehr.

Auch ist jedes Kind von seinen Charakter/ Wesen her ganz unterschiedlich. Je nach alter des Kindes, verändern sich seine Bedürfisse und sein Umfeld.

Jedes Elternteil hat eine andere Norm und Wertvorstellung die er seinen Kind mit auf den Weg geben möchte.

Bis in den 60er Jahren standen

- Disziplin
- Gehorsam

noch sehr im Vordergrund.

Heute in der Zeit der Emanzipation

- Unabhängigkeit
- Selbstbestimmung
- Selbstverwirklichung usw....

Was ist nun " richtig oder die sinnvollste " Erziehung eines Kindes.....

Ehrlich gesagt ,ich weiss es nicht!

Für mich stand immer im Vortergrund,meinen Kindern

- in erster Linie Liebe ,Geborgeheit und Vertauen mit auf ihren Weg zu geben, egal was geschieht....

- Ihnen eine gewisse Freiheit zulassen, sich selbst zu entscheiden- Auch auf die Gefahr hin- dass sie manchmal auf die Nase fielen...

- Sie zu unterstützen und Fördern, wo es erwünscht war...

- Ja und auch gewisse Verbote auszusprechen,wenn sie so manchesmal mit den " Kopf durch die Wand " wollten.

Ich/ Wir sind damit gut zurecht gekommen..... und tun es heute noch...
 
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problematisch wird es für narren aber...wenn mütter die augen davor verschliessen und das zerkratzen des auto´s, als pubertäre albernheiten abtun..


mütter die selbst gar nicht wahrnehmen..wo sie in dem erziehungsspiel stehen..

die mütter muss die gesellschaft erreichen, nicht die kinder :)

( wenn ich so überleg..ne nachbarin..was hab ich mit der geredet..als junior anfing zu klauen...und sie immer schön den ball flach gehalten hat..bloß nicht ernsthaft damit beschäftigen..genausowenig wie mit den ersten vollräuschen des ziemlich sensiblen jungen, der unter dem suff des vaters litt..)

wenige jahre später ließen sich eltern dann scheiden und dieser junge mann driftete entgültig in die falsche richtung..


heute ist dieser junge mann 25, hat keinen beruf, ist unehrenhaft beim bund geflogen, verkehrt mit nazi´s und ist überhaupt nicht mehr zu erreichen..
er hat sich mit einer ähnlich gescheiterten jungen frau vermehrt und die geschichte dieser kleinen familie ist schon so gut wie geschrieben..

happy end..ich bezweifel es..
und warum?..weil sich ne mutter und ein vater, in den wichtigen jahren, lieber mit sich selbst beschäftigt haben..
 
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