AW: esmerkiz
Zitat von esmerkiz:
Ob das mit seinen Depressionen wirklich stimmt, das ist fraglich.
Hmm, ich weiß nicht, wie viel Du über das Thema weißt.. und ohne nähere Hintergrundinfos kann man da wenig zu sagen, geschweige denn fahrlässige "Ferndiagnosen" vom Stapel lassen. Angemessen beurteilen können so etwas nur Fachleute.
Allgemein ist es bei Depressionen aber leider oft so, dass man das Verhalten eines Erkrankten als Außenstehender leicht missversteht und irrtümlich meint, der/die Betreffende müsse sich "nur" mehr zusammenreissen. Damit ist es aber nicht getan, denn Depressionen, egal ob leicht oder schwer, sind in jedem Fall eine behandlungsbedürftige Erkrankung! Und wenn das bei Deinem Freund so sein sollte oder auch nur der Verdacht besteht, sollte er sich nicht scheuen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Also erstmal zum Hausarzt und sich dann ggf. überweisen lassen. Denn, und das ist die gute Nachricht: Depressionen sind heilbar, und je schneller sie erkannt und behandelt werden, desto besser!
Inzwischen gibt es sehr gute Aufklärungskampagnen, wo man mehr erfahren und z.B. auch Anlaufadressen bekommen kann. Googel doch mal mit dem Stichwort "Kompetenznetz Depression" und klick Dich bedarfsweise durch. Da wird man schon schlauer...

anouk
P.S. Ich weiß, dass es natürlich kein ganz einfaches Thema ist... vor allen Dingen nicht, wenn's in der Beziehung vorne und hinten hakt und man das am liebsten als Allererstes und Einziges klären würde. Aber manchmal klären sich Dinge wirklich nur Schritt für Schritt, und ich denke, vielleicht wär's gut erstmal zu schauen, ob Du Deinem Freund nicht vielleicht unbeabsichtigt Unrecht tust... verstehst Du? Denn falls er tatsächlich krank sein und das nicht nur vorschieben sollte, wäre es an Dir, ihm in so einer Phase Einiges nachzusehen... falls Du das kannst. Denn der Umgang mit einem psychisch Erkrankten ist für Angehörige oder sonstwie nahestehende Menschen nicht gerade ein Frühlingsspaziergang..