Essener Tafel

Ab 17:10 bis 18:10 (so um den Dreh) wird die mitgeteilt, dass das jeden aus jeder Schicht und jeder Berufsgruppe ganz schnell treffen kann.

Zu den Obdachlosen wollte ich auch gerade was sagen, hast du @Alubehütet eine Ahnung wie viel Akademiker darunter sind? Nicht, dann mal in die Obdachlosenhilfe gehen.
Jetzt verheddert Euch doch nicht so. Mir ist durchaus bekannt, daß auch
ein arbeitsloser Rechtsanwalt für Verkehrsrecht
alkoholkrank werden kann. Bis zur Obdachlosigkeit absteigen. Ein Fall für Clean Streets Wuppertal werden.

Das ist ja aber nicht @Almancali sein Ausgangspunkt gewesen:
Ein arbeitsloser Rechtsanwalt für Verkehrsrecht wird wohl kaum mit dieser "Qualifizierungsmaßnahme" geholfen sein, da er kurz- als auch langfristig mit dieser Qualifizierungsmaßnahme seine Bedürftigkeit und Arbeitslosigkeit nicht verringern kann.
Ein Rechtsanwalt, der z.B. auf Grund von Krankheit oder sozialer Inkompetenz (fehlende Softskills) keine Arbeit findet, dem wird ein herumbuddeln irgendwo in Parkanlagen kaum aus seiner Bedürftigkeit helfen, da nicht ziel- und zweckgebunden. Auch lässt hier ein Eingliederungskonzept nicht ermitteln.

Alleine die Aussage "das für eine neue Motivation bei den Betroffenen" gesorgt würde, würde allenfalls die stigmatisierte Behauptung in den Raum werfen, die Bedürftigen hätten - trotz Arbeitslosigkeit - keinen geregelten Tagesablauf oder würden Unmotiviert irgendwo in der Ecke herumgammeln und nichts tun.
Letzteres ist bei den Clean Streets-Klientel oft der Fall. Egal, ob deren Eltern schon Hartzer waren – Oder Ärzte, und sie selber sind studierter
arbeitsloser Rechtsanwalt für Verkehrsrecht
:)
 
Ein Fall für Clean Streets Wuppertal werden.

Clean Streets ist ein Arbeits- und Beschäftigungsprojekt für Wuppertaler, die Arbeitslosengeld II beziehen. In erster Linie richtet es sich an jene, die an einer Sucht oder psychisch erkrankt sind. Clean-Streets-Teilnehmer/-innen kümmern sich schwerpunktmäßig nicht um den alltäglichen Wuppertaler Müll, sondern um Abfälle, die Gesundheitsrisiken bergen: insbesondere gebrauchte Spritzen, Fixerbestecke, Glasscherben und Hundekot auf öffentlichen Plätzen und in Spiel- und Parkanlagen. Drogenmüll ist gefährlich! – Insbesondere Spritzen und Nadeln gehören weder in den Abfall noch in Papierkörbe.​

Aus deren Internetseite. Es ist unglaublich, welcher Gefahr man Menschen aussetzt - und das auch noch durch staatliche Anordnung und Behördenwillkür. Die Beseitigung von gebrauchten Spritzen, Fixerbestecken usw. bedarf einer konkreten Schulung und spezielle Fachkräfte. Es kann und darf nicht sein, dass man daraus eine AGH/MAE macht, wo man Arbeitslosengeld II Bezieher per Verwaltungsakt hinbeordert, um Fixerbesteck und Drogenmüll zu entsorgen!

Davon abgesehen gilt hier meine Argumentation von oben... Da es sich hier um ein Beschäftigungsprojekt handelt, welches explizit das Klientel der Arbeitslosengeld II Bezieher anspricht, so muss hier eine kooperation mit dem Jobcenter in Wuppertal bestehen. Demnach müssen die Wuppertaler Jobcenter erstmal das beachten, was ich oben geschrieben habe... Eingliederungskonzept, Prüfung der Erwerbsfähikeit, Herstellung des Gesundheitszustandes, die notwendige Darlegung das diese Maßnahme die Richtige ist, die explizite und lückenlose Benennung wieso ausgerechnet diese Maßnahme irgendwelche Defizite des Klienten beseitigen soll usw.

Da wird schon eine richtige kausale Kette vorangehen, bevor man Menschen in solche Maßnahmen steckt.

Alleine wenn ich auf das Team schaue "Vorarbeiterin/nen". Hier lässt sich ein klares Arbeitsverhältnis herleiten, was dann bei Prüfung vor dem Sozialgericht sicherlich auch als solches bestätigen lässt. Man müsste demnach auch prüfen, ob es ein "Vertragsverhältnis" im Sinne einer Maßnahme ist oder ob es hier arbeitsrechtliche Weisungsbefugnisse gegenüber dem "Maßnahmenehmer" gibt. Sprich: Das irgendwelche Vorarbeiter hier Weisungsbefugnisse haben. Zudem lässt sich nicht erkennen, ob die Vorarbeiterinnen irendwelche sozialen Kompetenzen haben, wie sie gesetzlich für "Maßnahmen" zwingend vorgeschrieben sind.

Z.b. braucht es Sozialarbeiter, Ansprechpartner, Maßnahmeanbieter mit einer gwissen Ausbildungskompetenz und Nachweisen usw. Es kann ja nicht sein, dass da ein Fahrer hier den Vorarbeiter spielt und irgendwelche Bedürftigen zur Arbeit auffordert, die er körperlich und vielleicht auch seelisch nicht in der Lage ist. Zudem fehlen der Person auch noch jegliche sozialkompetente Ausbildungen.

Wenn man mich in so eine Maßnahme stecken würde: Ich würde den Laden von innen nach außen außeinandernehmen und zeitgleich vor dem Sozialgericht auf Wertersatz (Arbeitsverhältnis) klagen.
 
Davon abgesehen gilt hier meine Argumentation von oben... Da es sich hier um ein Beschäftigungsprojekt handelt, welches explizit das Klientel der Arbeitslosengeld II Bezieher anspricht, so muss hier eine kooperation mit dem Jobcenter in Wuppertal bestehen.
Steht doch da: :)

Clean Streets ist ein Kooperationsprojekt des Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe e.V., mit dem Jobcenters Wuppertal und dem städtischen Reinigungsbetriebe.​
 
Ich versuche dir gerade zu vermitteln, dass es diese "Maßnahme" nicht geben dürfte! Laut SGB ist diese Art der "Vermaßnahmung" nicht vorgesehen. Mit anderen Worten: Man müsste hier die Rechtskräftigkeit im Zusammenhang der SGB prüfen. Nur weil da irgendwo irgendwas mit irgendwem Kooperiert, wird da noch lange kein rechtskräftiger Schuh draus... Leider gibt es in der BRD viele solcher Maßnahmen, die sich im Nachhinein als rechtswidrig herausgestellt haben. Dennoch versuchen Jobcenter es immer weiter, da man die Jobcenter (und deren Sachbearbeiter) laut Gesetz nicht persönlich haftbar machen kann. Die ELO Initiativen versuchen die Rechtslage dahingehend zu ändern, dass Jobcenter und vereinzelte Mitarbeiter für "falsche" Sachen (Behördenwillkür, Formfehler, Handlungsfehler usw.) haftbar gemacht werden können. Solange das nicht der Fall ist, werden Jobcenter immer weiter diese abartige Schiene fahren.
 
Die gibt es seit … weiß ich jetzt nicht, schon ziemlich lange. Gehe mal davon aus, daß Ex-Junkies wissen, wie gefährlich Fixerbesteck ist. Geh mal davon aus, daß die längst eine Welle gemacht hätten, wenn sie oder ihre Kollegen ungeschult mit sowas umgehen müßten. Daß dort kompetente Sozialarbeiter sind; ich kenne einen von denen, mich öfters mit ihm unterhalten. Unter Zwang wird dort niemand verdonnert; wie gesagt, macht keinen Sinn, zumal sich genügend finden, für die solch eine Maßnahme wirklich eine Hilfe sein kann. Und da wird keiner arbeiten, der nicht „clean“ ist, im Sinne von drogenfrei.
 
Verstehe mal, daß die Initiative nicht vom Jobcenter ausgeht. Die Vorschläge, „den halten wir für geeignet“, gehen von kompetenten Streetworkern aus, die ihre Klientel z.T. schon seit Jahren kennen. Immer wieder auch Rückfälle beobachtet haben werden. Sozialarbeiter im Drogenbereich, das ist ein ziemlich heftiger Job. Dennoch wird das Jobcenter diese Leute kaum „durchwinken“. Natürlich läuft da nichts ohne Gutachten der Kliniken, in denen die Langzeittherapien gemacht haben.

Und, ja, um die Kurve zu kriegen: Auch solche Menschen stellt bei uns einen Teil der Tafel-Stammkundschaft.
 
Dennoch wird das Jobcenter diese Leute kaum „durchwinken“. Natürlich läuft da nichts ohne Gutachten der Kliniken, in denen die Langzeittherapien gemacht haben.
Du verstehst irgendwie die gesamte Rechtslage und Situation nicht!

Beispiel:

Wenn du krank und arbeitslos bist und ALG2 beantragst, dann wird dich der Mitarbeiter des Jobcenters erstmal anhören und dich ggf. dem ärztlichen Dienst vorstellen. Bereits in dem Gespräch mit dem Mitarbeiter des Jobcenters muss man *nichts* über seine Krankheit, seine Süchte oder sonstige Unannehmlichkeiten berichten. Erstens geht's dem Mitarbeiter des Jobcenters nichts an. Zweitens ist der Mitarbeiter des Jobcenters kein Arzt, um den Sachverhalt zu beurteilen. Noch geht denen irgendwelche Langzeittherapien etwas an.

Wenn du zum ärztlichen Dienst geschickt wirst, wird der äD (abgekürzt) ein Gutachten über dich anfertigen. Ein Teil des Gutachtens ist ärztliches blah blah und das andere Teil ist eine Empfehlung des äD für deinen Mitarbeiter beim Jobcenter. In diesem Schreiben wird nur mitgeteilt, welche Arbeiten du machen darfst und welche nicht.

Da steht nix drinne von wegen: Der arbeitslose @Alubehütet ist ein drogenkranker Alkoholiker, der kein Bock auf arbeiten hat und somit in die Drogensammelstelle muss.

Diese Befunde gehen dem Mitarbeiter des Jobcenters nichts an. Es gehört nicht zu seinen Aufgaben und es hat ihm nicht zu interessieren. Ärztliche Schweigepflicht. Weiterhin dürfen solche Informationen auch nicht an irgendwelche Maßnahmen weitergegeben werden, da Sozialdatengeheimnis. Wenn da was rauskommt, dann knallt es gewaltig innerhalb des Jobcenters beim Beauftragten für Datenschutz (oder Bundesdatenschutz oder Länderdatenschutz). Damit verstehen selbst die Sozialgerichte keinen Spaß.

Folglich: Kann ein Sachbearbeiter (Mitarbeiter) beim Jobcenter gar kein Urteil fällen, ob man Suchtkrank ist oder Drogenkonsument oder Alkoholiker. Weil es einfach nicht in sein Aufgabenumfeld gehört.

Folglich: Kann diese Information auch nicht an solch ein Maßnahmeträger weitergetragen werden, weil rechtswidrigt. Außer dir und dein Arzt (oder äD) hat niemand irgendwelche Einblicke in dein Krankheitsverlauf oder Krankheitsbild. Ende!

Also funktionieren deine Aussagen wie du sie oben geschilder hast leider nicht. Was immer man dir von deinen Bekannten dort im Laden verklickert wurde, so sind das sicherlich Ausnahmen oder Informationen die die dort nicht haben dürften.

Du scheinst auch ein verzerrtes Bild von Arbeitslosen zu haben. Wenn ich mir deine Kommentare so ansehe, dann klingt da immer irgendwie "Drogensucht", "Probleme", "Alkoholiker" heraus. Aber das trifft auf die Vielzahl der Erwerbslosen garnicht zu. Wenn im Jahr nur 500.000 Stellen gemeldet werden (an das Arbeitsamt), man aber 5 Mio Arbeitslose hat, dann kann nicht jeder eine Arbeit finden. Neue Arbeitslose kommen täglich dazu (wie jetzt durch Airbus (?), wo gerade wieder 3200 Stellen gestrichen werden).

Arbeitslosigkeit ist keine Straftat, sondern ein Problem verfehlter Politik. Daher haben wir auch das Problem mit den vielen Tafeln.

Dennoch darf es nicht sein, dass schlecht geschulte Mitarbeiter im Jobcenter Behördenwillkür ausüben und Menschen in irgendwelche Maßnahmen stecken, weil gerade die subjektive Wahrnehmung geboten ist, dies machen zu müssen (Oder von oben Druck kommt, das man die Arbeitslosenzahlen beschönigen muss). 90% der sogenannten Maßnahmen (oder 1€ Jobs) sind rechtswidrig, weil sie den gesetzlichen Anforderungen des SGB (hier SGB 2 §16 d nicht entsprechen).

Diese Art von Arbeit bedarf einer konkreten Schulung des Arbeitnehmers, Preventions- und Prophilaxekenntnisse als auch eine Gefahrenzulage für "gefährliche Stoffe und Substanzen". Da ist es nicht mit 1€ pro Stunde getan.

Ich habe seit August 2012 fast täglich mit solch' Blödsinn im ELO Forum zu tun. Bis mir der ganze Scheiss irgendwann aus dem Hals hing und ich nur noch mit Kopfschmerzen durch die Tage kam. Gerade Eingliderungsvereinbarungen, Ersetzende Verwaltungsakte und 1€ Jobs sind da meine Spezialitäten. Was ich so die letzten 6 Jahre ELO Forum lesen musste, da dreht sich mir der Magen um. Prekärer geht's kaum.
 
@Almancali
Ich habe absolut keine Ahnung von Sozialrecht, Du hingegen wohl sehr viel.

Was ich dir sagen kann: Wuppertal hat etwas mehr als 300.000 E, das ist noch recht überschaubar. Und in der Sozialarbeit kennt hier jeder jeden. Das Diakonische Werk etwa ist hier ein großer Player.

Die haben u.a. eine Alkohol- und Drogensuchtklinik in Velbert, das gehört inzwischen einer Psychiatrie mit Drogenklinik in Remscheid. Übers Tal verteilt haben sie verschiedene Beratungsstellen und Wohnheime z.B. für Psychiatrieerfahrene oder auch ehemalige Obdachlose. Dann machen sie Betreutes Wohnen für verschiedenste Menschen, die ein Problem mit „Wohnen“ haben aller Art: Psychiatrieerfahrene, Messies, Alkis, Überschuldete … die man betreut beim Versuch, sich in den allgemeinen privaten Wohnungsmarkt zu integrieren. Z.B. auch Schuldenberatung machen.

Dann ist da der Paritätische. Die diese ganzen suchtmittelfreien Cafes betreibt, besonders das GLEIS 1, wo man etwa Spritzen kaufen/austauschen kann, hervorragendes warmes Mittagessen für lau kriegt, medizinische und Rechtsberatung. Clean Street ist ein Teil davon.

Die Stadt hat ihre eigene Infrastruktur, vom Übernachtungsheim (wo der Medimobildoc der Tafel wiederum ein Sprechzimmer hat) bis hin zu niederschwelligsten Obdachlosenwohnheimen ohne Betreuung (außer durch Hausmeister) (wo aber wiederum das DW ein Büro unterhält – Rein als Angebot) und hervorragenden Beratungsstellen.

Die CARITAS mischt auch noch mit mit einer Familienberatungs- und Alkoholikerzentrum.

Es gibt ein Sozialpsychiatrisches Zentrum, keine Ahnung, unter welchem Dach das ist.

Das alles kritisch beobachtet von der hervorragenden Eltern-Initiative für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik Wuppertal.



Die kennen sich alle. Die betreuen ja u.U. dieselben Leute, die von einem Angebot zum nächsten wandern. Die wüßten, wo schwarze Schafe sind. Das gilt jetzt nicht für Pflegeheime oder Kliniken. Aber in der Sozialarbeit kriegt hier keiner einen Fuß auf den Boden, der nicht seriös ist.


Keine Ahnung, wo genau da das Jobcenter einsetzt. Sie haben vielleicht kein Recht darauf, das zu erfahren, daß ich in einer Suchtklinik war. Aber ich werde ja wohl ein Recht darauf haben, es ihnen zu erzählen, wenn es mir zu einem Job bei Clean Streets verhilft, von dem ich hoffen darf, daß er mir gut tut.

Fixerspritzen von Kinderspielplätzen zu entfernen ist eine Sache, die Du und ich tunlichst unterlassen sollten. Aber da muß auch kein Chemiewaffenräumdienstkommando für anrollen.


*

Was die Tafel angeht, die hat bei uns ein unheimlich buntes Klientel. Von wirklich harten Alkoholikern oder polytoxomanen Drogies, teilweise beträchtlich aggressiv, bis hin aber einfach auch zu Rentnern, deren Frau verstorben ist, die sich Essen von ihrer Rente durchaus leisten könnten, aber das wäre dann nur Dosenfraß, weil sie nicht mal in der Lage sind, einen Topf Nudeln zu kochen. Hat alles immer die Frau gemacht. Flüchtlinge … weiß ich jetzt nicht; am Sozialmobil in der Nähe eines Flüchtlingsheimes hatte ich verschiedentlich im Vorbeifahren geguckt, habe aber keine Flüchtlinge erkannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du scheinst auch ein verzerrtes Bild von Arbeitslosen zu haben.
Nee, habe ich überhaupt nicht. Weil ich sehr, sehr viele verschiedene kenne.
Wenn ich mir deine Kommentare so ansehe, dann klingt da immer irgendwie "Drogensucht", "Probleme", "Alkoholiker" heraus. Aber das trifft auf die Vielzahl der Erwerbslosen garnicht zu.
Auf die Vielzahl von Erwerbslosen trifft aber auch nicht zu, daß sie zur Tafel gehen. In Essen sind es gerade mal 6000 von 100.000. Das war hier mal eine These von mir: Wer zur Tafel geht, hat meist mindestens noch ein weiteres Problem, als „nur“ Armut. Und da reicht schon Tabaksucht. Was ja noch nicht „verkrachte Existenz“, „Penner“, „irgendwie selber schuld“ … ist.
 
Ich möchte etwas richtig stellen, falls ich das vernachlässigt haben mag.

Ich selbst bin Gegner von Maßnahmen und habe dementsprechend auch eine gewisse "Anti" Haltung. Das liegt einfach daran, da ich in den vergangenen Jahren gelernt habe, das sich eine gewisse mafiöse Struktur rund um Arbeitslose bildete. Es sind Firmen, Scheinfirmen, gemeinnützige GmbHs und sonstige versteckte Unternehmensstrukturen, die Gemeinnützigkeit suggerieren aber in Wirklichkeit die Armut der Bedürftigen aus einer Notlage heraus weiter ausbeuten. Zu diesen Ausbeutern gehören u.A. auch die:

Das Diakonische Werk [...]
Dann ist da der Paritätische [...]
Die CARITAS mischt auch noch mit [...]

mit ihren zahlreichen Dachunternehmen und verquirlten gemeinnützigen Unternehmungen. Alles nur zum Ziel der Gewinnmaximierung und weitere Ausbeutung der Bedürftigen. Gerade diese drei von dir genannten mischen dabei gaaaaaaaanz weit vorne mit.

Keine Ahnung, wo genau da das Jobcenter einsetzt. Sie haben vielleicht kein Recht darauf, das zu erfahren, daß ich in einer Suchtklinik war. Aber ich werde ja wohl ein Recht darauf haben, es ihnen zu erzählen, wenn es mir zu einem Job bei Clean Streets verhilft, von dem ich hoffen darf, daß er mir gut tut.
Du darfst deinem Umfeld erzählen was immer du möchtest. Auch gerne ein Roman vor dem Jobcenter austragen und per "du" gut "Freund" mit dem dir zugewiesenen Mitarbeiter sein. Aus perönlicher Erfahrung aus dem ELO Forum kann ich dir nur abraten, dem Mitarbeiter eines Jobcenters zu viel reinen Wein einzuschenken. Das was in deren EDV landet, bleibt normal 5 Jahre darin erhalten (rein rechtlich) aber unter Uns, das bleibt da für ewig drinne.

Fixerspritzen von Kinderspielplätzen zu entfernen ist eine Sache, die Du und ich tunlichst unterlassen sollten. Aber da muß auch kein Chemiewaffenräumdienstkommando für anrollen.
Das ist durchaus richtig. Nur muss man dafür keine 1€ Jobber missbrauchen und sich die Aufräumarbeit (als Unternehmen) dann auch noch von der Stadt vergolden lassen. Diese Arbeit ist sicherlich eine gute und sinnvolle Arbeit. Kein Zweifel! Allerdings sollten dafür Arbeitsplätze geschaffen werden und die Mitarbeiter entsprechend bezahlt werden. Weiterhin glaube ich nicht daran, dass das einsammeln von "Fixerbesteck" und "Spritzen" gut für einen ex-Junkie ist.

Was die Tafel angeht, die hat bei uns ein unheimlich buntes Klientel. Von wirklich harten Alkoholikern oder polytoxomanen Drogies, teilweise beträchtlich aggressiv, bis hin aber einfach auch zu Rentnern, deren Frau verstorben ist [...]
Benutze doch bitte die Begrifflichkeit: Bedürftige

Alles Andere ist einfach nur eine pauschale und haltlose Unterstellung. Ob Alkoholiker oder polytoxomanen Drogenkonsumenten oder Oma oder Opa dort anstehen. Das ist doch alles jedermans eigenes Recht.

Es ist ja nicht so, als würde es Alkoholiker und Drogenkonsumenten nur bei Arbeitslosen zu finden wären. Die gibt es auch genug auf der anderen Seite...
 
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