Fetthullah Gülen und seine Bewegung

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Redbe, 21 Juli 2016.

  1. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Die fehlende Rechtsstaatlichkeit der Türkei macht es sehr schwer, mit der Türkei auf diesem Gebiet zusammenzuarbeiten. Bei uns ist die Gülen-Bewegung hauptsächlich als Betreiber von Bildungseinrichtungen aufgetreten. Als solcher ist sie höchst umstritten. In der Türkei hat sie darüber hinaus u.a. Justiz- und Sicherheitsorgane unterwandert und sie soll treibende Kraft hinter den Ereignissen von Juli 2016 gewesen sein. Sie wird pauschal als Terrororganisation gesehen und entsprechend undifferenziert wird gegen alle, die mit der Gülen-Bewegung in Verbindung gebraucht werden und ihre Familienangehörigen, Freunde, Nachbarn etc. vorgegangen. Solch ein Vorgehen erwartet die Türkei von Deutschland auch - aber das wäre auch bei "bestem" Willen nicht möglich. Also wird die Türkei weiter eine fehlende Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei Deutschland beklagen und vergeblich erwarten, dass mutmaßliche Gülen-Anhänger, auch solche mit Asylberechtigung, in die Türkei ausgeliefert werden. Worauf sie lange warten kann.
     
  2. hasbelkader
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    hasbelkader Well-Known Member

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    Deutsche u. Türken sind sich verdächtig ähnlich: Konservativ, verschlossen, Führerkult in der Geschichte/Gegenwart, fortwährende Identitätskrisen, Verlust des Reiches, Schlager im Radio. Kein Wunder also der gegenseitige Argwohn: Wer will sich immer wieder selbst begegnen?
     
  3. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Völkisch-nationale Selbstbesoffenheit fehlt noch.
     
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  4. beren
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    beren Well-Known Member

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    RTE muss nichts lernen. Bei RTE mischt sich Europa einfach zu stark ein.
     
  5. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Es gibt einen ganz einfachen Weg, die lästigen Europäer loszuwerden: Einfach offiziell erklären, dass man nicht mehr Mitglied der EU werden will. Ich denke, das macht er nur deshalb nicht, weil er auf das mit dem Status als Beitrittskandidat verbundene Geld nicht verzichten will. Und solange er das nicht tut, wird er leider auch damit leben müssen, dass Europa sich zu Recht dafür interessiert, was mit den seit 2007 gezahlten Milliarden sogenannter Vorbeitrittshilfen passiert ...
     
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  6. beren
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    beren Well-Known Member

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    Nur weil sie zahlen, heißt es nicht, dass sie sich in alles einmischen dürfen.





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  7. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    So ein bißchen ist das auch Beamten-Mikado. Wer sich als erster bewegt, hat verloren. Hier: Wer als erster feststellt, daß das mit Erdogan und der EU nix gibt, hat die A...karte. Erdo würde sagen: Seht, die haben uns nie gewollt!, reicht er aber die Scheidungsurkunde ein, sehen ihn seine Landsleute als Haupthindernis, in die EU zu kommen.

    Das Grundproblem liegt aber bei der EU. Wir haben Beitrittskriterien, wie sich bei Ungarn, Polen, Rumänien zeigt, aber keine Bleibekriterien, keine wirklichen Sanktionsmöglichkeiten. Selbst wenn İmamoğlu in vier Jahren Präsident würde, niemand weiß, und wir haben gesehen, wie schnell die Türkei demokratische Entwicklungen auch wieder rückabwickeln kann.
     
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  8. HayatGüzel
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    HayatGüzel Active Member

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    Putin ist ja nicht Europa. von Putin kann man schon lernen, er ist ehrlicher als Obama, Trump , Macron usw.
     
  9. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Was ist denn alles Deiner Ansicht nach?

    Die Mittel sind zweckgebunden, und die Türkei hat sich darauf eingelassen. So einfach ist das.

    https://www.welt.de/politik/ausland...-Tuerkei-fuer-eine-diplomatische-Fiktion.html
    Sarkastisch gesagt: bringt überwiegend nüscht.
    Außer Errungenschaften, die Erdoğan sich während Wahlkämpfen höchstselbst ans Revers heftet.
    Was ihm seiner Wähler/innen wohl großteils abnehmen.

    Jep, so ist das.
     
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  10. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Solche Kommentare wünsche ich mir doch öfter zu meinen Kommentaren. :)
     
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