AW: Mutter christlich - Kind muslimisch
Also folgendermaßen:
Ist Papa moslem und die Mutter katholisch, dürfte es kein Problem darstellen. In beiden Religionen ist es so üblich, dass der Vater die Religion an die Kinder weiter gibt. In diesem Fall den Islam.
Schwierig wirds jedoch mit der Zugehörigkeit zu der Religion. Während man im Islam von Geburt an Moslem ist bzw. nach Aussprache dieser (salopp ausgedrückt) Floskel in Gegenwart zweier Zeugen (falls man nicht von Geburt an Moslem ist), dann hat sich das erledigt. Beim Katholozismus siehts jedoch schwierig aus. Es steht zuerst die Taufe an, die das Kind als Teil der christlichen Gemeinde integrieren sollen, später dann die heilige Kommunion usw. bis irgendwann man als Erwachsener nach diesen ganzen Prozessen ein vollwertiges Mitglied der katholischen Gemeinde ist.
In der Tat muss man sich da bis aufs kleinste Detail absprechen als Paar,vorallem wenn man Wert auf das Thema Religion legt. Wenn man dem Kind Beides mitgibt und sagt "Das Kind solls später selber entscheiden", muss man dann aber auch als religiöser Mensch damit klar kommen , wenn das Kind den einfachsten Weg von allen geht und sagt "Ich will mit Religion nichts am Hut haben" und das wäre für viele religiöse Eltern eine traurige Sache.
Vorallem muss man sich darüber klar werden, was man konkret möchte. Möchte man denn , dass das Kind muslimisch/katholisch wird oder möchte man lieber, dass es einfach nur an Gott glaubt, in welcher Form auch immer und nur spirituell angehaucht ist? Es macht schon einen großen Unterschied, ob man wirklich zu 100% nur am Glauben an Gott hängt oder zu 100% an der Religion.
Dafür gibt es jedoch keine pauschalen Antworten. Das muss jedes Paar und jeder Mensch für sich selbst entscheiden.Vorallem womit er leben kann und womit er nicht.
Ich drück dir die Daumen bei der Familienplanung
