Operation Friedensfrühling

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Alubehütet, 9 Oktober 2019.

  1. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Wieso sind sie nicht Herr ihrer Grenzen? Sie haben sie doch gerade komfortabel erweitert. Statt ein anderes Land zu überfallen, könnte man ja mal seine Grenzen besser schützen. Aber diese Durchlässigkeit war ja von E. gewünscht/geduldet.
     
  2. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Ich kann nichts von einem Konsens sehen. Das war meine Meinung, ich habe es geschrieben. Wenn dir meine Meinung nicht gefällt, dann schreibe doch deine auf. Es hindert dich doch niemand daran.
     
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  3. Alubehütet
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    Seitdem @aleynanaz1 und @Ottoman nicht mehr unter uns weilen ... :(

    Aber das erinnert mich an den Witz, wo die Lehrerin schimpft, daß wieder so viele Schüler die Schule schwänzen, und ein Schüler sagt dann „Aber Frau Lehrerin, schimpfen Sie doch nicht mit denen, die hier sind; schimpfen Sie mit denen, die nicht hier sind!“ :)
     
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  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Und nein, Erdogan hat mit dem IS zusammengearbeitet – wer eigentlich nicht? –, aber er ist nicht IS. Erdogan ist Muslimbruderschaft. Das ist zwar auch eine Terrororganisation, aber eine andere.
     
  5. Berfin1980
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    Berfin1980 Well-Known Member

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    Die sich aber gefährlich annähern sollen.....

    Man kann es auch als Zusammenarbeit des Erdogan Clan zusammenfassen. Auf jeden Fall wird es ja jetzt wieder auf den Thron gehoben und warum? Weil er einen Angriffskrieg eingeleitet hat gegen dann "stolzer" Türke nicht ist.

    Was bin ich froh das mir was anderes beigebracht wurde.
     
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  6. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Es ist die gleiche Ideologie, strenger fundamentalistischer Islam. Da läßt es sichgut zusammen arbeiten und unterstützen.
     
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  7. Alubehütet
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    Der IS hat aber eine sehr eigene, hochchiliastische (wußte ich, daß mein Autocorrect das nicht kennt) Variante davon. Chiliasmus ist noch mal eine ganze Ecke schärfer: Wenn Du glaubst, daß Jesus selber in ein paar Wochen kommt und mit den Ungläubigen aufräumt; ja, daß Du sogar herbeizwingen kannst, daß er kommt.
     
  8. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Das hat was mit der Erwartung eine tausendjährigen Reiches im Christentum zu tun. Keine Ahnung ob im Islam so etwas erwartet wird. Eigentlich streben sie ja danach dss die ganze Welt islamistisch und zwar für immer, nicht nur so ein paar Jahre, wird. Aber so genau habe ichmich nicht mit den theologischen Grundlagen des IS befaßt.
     
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  9. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Weil die Russen und Amerikaner die Grenze kontrollieren.
     
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  10. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Die Propagandavideos des IS und sein buntes Online-Propagandamagazin „Dabiq“ verwenden eine Bildästhetik, die an Hollywood-Inszenierungen und westliche Jugendzeitschriften erinnert. „Dabiq“ ist nach einem mystischen Ort in Syrien benannt. Die Kleinstadt hat etwas mehr als 3000 Einwohner und liegt im Nordwesten Syriens, zehn Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Ähnlich den apokalyptischen Schilderungen in der Bibel ist auch im Islam in Hadith Nummer 6924 von einem letzten Kampf zwischen Gut und Böse die Rede. Darin heißt es: „Die letzte Stunde wird nicht kommen, bevor die Römer in al-A'maq oder in Dabiq landen. Eine Armee aus den besten Menschen der Welt dieser Zeit wird aus Medina kommen, um sich ihnen entgegenzustellen.“ In der weiteren Folge der Erzählung in Hadith 6924 erscheint dann auch Jesus, um den aufrechten Anhängern Gottes im letzten Kampf gegen das Böse beizustehen und sie im Gebet anzuführen.

    Die Ideologen des IS lesen den alten Text selektiv und vermengen ihn mit der heutigen Realität. So, als würde jemand die Offenbarung des Johannes, die Apokalypse, aus der Bibel als Vorhersehung realer Geschehnisse interpretieren und danach seine heutigen Handlungen ausrichten.

    Als der IS am 16. November 2014 die Enthauptung des gekidnappten Amerikaners Peter Kassig bekannt gab, bezogen sich die Extremisten auch auf den Ort Dabiq und darauf, wie sie Hadith 6924 interpretieren: „Wir sind hier und verbrennen den ersten Kreuzfahrer in Dabiq. Und wir warten auf den Rest eurer Armee.“ Der IS hatte die syrische Kleinstadt im August 2014 eingenommen. Gemäß den bizarren Vorstellungen des IS sollen hier in Dabiq nun „die Römer“, also die Truppen des Westens, einrücken. Dann startet die apokalyptische Endschlacht zwischen Gut und Böse, bei der der IS als Armee des Guten gegen die westliche Armee des Bösen antritt. Die Extremisten nehmen einen Teil aus einem alten religiösen Text und fügen ihn ohne jeglichen interpretativen und philosophischen Zugang als fantasyartiges Versatzstück in ein krudes, aber für viele auch sehr anziehendes, buntes und aufregendes Gedankengebäude ein.


    Wieland Schneider
    „Krieg gegen das Kalifat – der Westen, die Kurden und die Bedrohung
    Islamischer Staat“


    Braumüller Verlag, Wien.
    248 Seiten​

    zitiert nach Die Presse
     
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