Rechter Terror

eruvaer

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7 April 2014
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Liebe.
Ich weiss nicht, warum man diskutieren muss, wo Nazis herkommen...
Die gibt es überall. In jeder Religion, jeder Nationalität, jeder Berufssparte, jeder sexuellen Orientierung....das ist *komischee Zufall* wie mit der Dummheit, die gibt es auch überall gleichermassen.

Einzig und allein unterscheiden sie sich darin, wie öffentlich sie zu ihrer Meinung stehen, wie sehr sie die Möglichkeit haben sich gegenseitig zu radikalisieren und wie schlecht die Situation im Land rein subjektiv empfunden wird (messbar an Frust und Wut), um Gemässigte von ihrer Sache zu überzeugen.

Ich hab bzgl der DDR immer gedacht, dass es nur logisch ist, dass man dort öffentlicher zur rechten Meinung steht und diese fruchtbarer verbreiten kann, weil sie das linke Regime viel näher in Erinnerung haben, als das rechte und hautnah erlebt haben, dass links nicht gut ist.
Manche ziehen den Schluss, dass es ein durch und durch falsches und schlechtes links war, andere sehen, dass rechts mindestens genau so schlimm ist, viele halt nicht. Die erinnern sich dann (auch in zweiter und dritter Generation) an die DDR und wollen etwas anderes, was für sie besser ist und wo sie wieder "unter sich" sind und nicht von aussen noch mehr Probleme dazu kommen...
Ich glaub nicht, dass der Anteil an "echten Nazis" in der ExDDR grösser ist als im Westen. Aber die Wut und der Frust sind dort scheinbar höher und die Hemmschwelle rechts zu sein aufgrund anderem Umgangs mit der Geschichte und eben auch anderer Geschichte, ist einfach ein bisschen niedriger.
 

Berfin1980

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19 Juni 2015
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Ahhhhhhhh.....der antifaschistische Schutzwall war also gegen die Nazis gerichtet....und ich Dummchen dachte gegen die gesamte BRD.

Aber @sommersonne hat ja nicht unrecht, wenn man sieht was da an Rechten rübergemacht ist und wenn störten schon Zeltlager der BDM und der Hilterjugend.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Ahhhhhhhh.....der antifaschistische Schutzwall war also gegen die Nazis gerichtet....und ich Dummchen dachte gegen die gesamte BRD.

Aber @sommersonne hat ja nicht unrecht, wenn man sieht was da an Rechten rübergemacht ist und wenn störten schon Zeltlager der BDM und der Hilterjugend.
Na mal nicht so eingebildet. ;) Der Schutzwall war gegen den gesamten Kapitalismus gerichtet. Klar, am Anfang nur gegen BRD, Frankreich, GB und USA, aber dann gegen alle anderen kap. Staaten auch.

Betr. der Zeltlager usw. wird es wohl noch jede Menge so Ahnungslose wie mich gegeben haben, die sich garnicht vorstellen konnten was da auf sie zukam und das es braune Gruppierungen hier auch schon früher gab.
Wir waren doch alle mit der Schule in Buchenwald, hatten mindestens einmal in der Schule Überlebenden von KZ´s zugehört, Beate Klarsfeld zugestimmt, mir heute noch schleierhaft wie man auch nur eine Sekunde denken könnte die Nazizeit wäre auch nur ansatzweise etwas erstrebenswertes gewesen.
 
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Berfin1980

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19 Juni 2015
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:oops:
wie man auch nur eine Sekunde denken könnte die Nazizeit wäre auch nur ansatzweise etwas erstrebenswertes gewesen.

Die ganze nationalsozialistische Agitation ist ein dauernder Appell an den inneren Schweinehund im Menschen; und wenn wir irgendetwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Anerkennung, dass ihm zum ersten Mal in der deutschen Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist. - Kurt Schumacher Reichstagsrede 23. Februar 1932 jährt sich heute.
 

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Loden Frey und Konsorten sind bei ihrer Ost-Invasion auf fruchtbaren Boden gestoßen. Aber das ist nicht mein Punkt.
Mein Punkt ist, dass es zu viele AfDler bzw. Sympathisanten in Verwaltungspositionen gibt. Das schafft Freiräume fürs Fußvolk. Daher sprach ich von Ordnungsstrafen usw. (also ziemlich niederschwellig). Zum Vergleich: wenn die Politesse ein Herz für Falschparker in der Innenstadt am Samstagmittag hat, dann kommt am Ende kein Krankenwagen mehr dorthin, wo er gebraucht wird. Die Politesse würde entlassen bzw. in die Kantine versetzt, wenn Kündigung nicht möglich ist.
 

EnRetard

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19 Februar 2017
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Loden Frey und Konsorten sind bei ihrer Ost-Invasion auf fruchtbaren Boden gestoßen. Aber das ist nicht mein Punkt.
Mein Punkt ist, dass es zu viele AfDler bzw. Sympathisanten in Verwaltungspositionen gibt. Das schafft Freiräume fürs Fußvolk. Daher sprach ich von Ordnungsstrafen usw. (also ziemlich niederschwellig). Zum Vergleich: wenn die Politesse ein Herz für Falschparker in der Innenstadt am Samstagmittag hat, dann kommt am Ende kein Krankenwagen mehr dorthin, wo er gebraucht wird. Die Politesse würde entlassen bzw. in die Kantine versetzt, wenn Kündigung nicht möglich ist.
Oder die berüchtigte Dortmunder Polizei, die, so das weitverbreitete Empfinden, das Nazi-Biotop in Dorstfeld mit gelegentlichem Übergreifen auf Marten seit ewig und gefühlten tausend Jahren gewähren lässt.