Türkische Mafia und die Liebe

Farina

Well-Known Member
AW: Türkische Mafia und die Liebe

Hallo Eternelle,

du hast mich mit deiner Erzählung wieder voll in deinen Bann gezogen! Du schreibst wirklich toll.

Es tut mir Leid für dich, dass das von dir erhoffte Echo mit eigenen Erfahrungen ausblieb. Aber ich könnte mir vorstellen, dass einerseits nicht allzu viele in eine ähnliche Situation wie du kamen und falls doch, sie anderseits nicht so wie du in der Lage waren, dies zu erkennen und zu reflektieren.

Ich bin schon sehr gespannt auf das "Finale".


PS:
Diesen Teil fand ich unverständlich: Rückkehr von wo? War der Steinschlag auf der Fahrt im Januar von München nach Österreich passiert oder auf der erneuten Fahrt nach München im Februar?
Auf der Autobahn traf ein Steinschlag meine Windschutzscheibe, damals hoffte ich noch, der Sprung würde nicht weiterlaufen. Bei meiner Rückkehr verlief der Sprung quer über die Fahrerseite. Ich war spät dran und erreichte niemanden vom dem Parkplatzservice, dessen Nummer ich mir gewissenhaft notiert hatte. Nach unzähligen Anrufen bei der Firma, über die ich im Internet den Parkplatz reserviert hatte, kam doch noch ein Shuttlebus und brachte mich kurz vor Abflug zum Flughafen.
 

rüzgar

Well-Known Member
AW: Türkische Mafia und die Liebe

Einmal noch, dann ist die Geschichte erzählt. Was ich vermisse und von Anfang an meine Intention war, ist, dass andere auch erzählen von solchen Begebenheiten, oder wo sie Parallelen sehen. Der einzige, der zu Beginn meinte, er habe auch Erfahrung mit der Mafia gemacht, hat dann versucht mich als unglaubwürdig herabzustempeln, warum auch immer? Interessieren würde es mich sehr und auch, was ihr zu meinem Erlebten sagt. Trotz alledem tut es einfach gut, zu schreiben :) Und ich habe mir selbst versprochen, das hier zu Ende zu bringen um abschließen zu können. Ich freue mich über eure Anworten...

Liebe Eternelle, wie konntest Du nur genau an dieser Stelle aufhören?! :wink: Ich danke Dir sehr, dass Du weiter geschrieben hast und fühle mit Dir...

Du hast recht, dass man, naiv und blauäugig an das Gute im Menschen glaubt, keinen Blick für die Gefahr hat, wenn man diese Welten nicht kennt. Das macht es manchmal auch schwierig zwischen Türkei und hier zu switchen.

Ich kann mir vorstellen, dass man andere Erfahrungen und ein ausführlicheres Feedback vermisst, wenn man den Mut und die Energie aufbringt, solch eine Geschichte hier mit uns zu teilen.
Auch ich bin sehr gespannt wie's weiter geht (mein Kopfkino läuft schon)!
LG und schau später mal in Dein Postfach...
 
A

ahirim_sensin

Guest
AW: Türkische Mafia und die Liebe

hallo elternelle,

du hast wirklich sehr spannend aufgehört.popcorn

und ich bin auch total fasziniert von deiner schreibkunst.

jetzt bin ich unglaublich gespannt was passiert ist, nachdem du am 14.februar 2009 aufgewacht bist.

dabei sollte es doch ein schöner tag sein..:frown:

liebe grüße
 

Büsra13

New Member
AW: Türkische Mafia und die Liebe

Hallo Eternelle,

vielen Dank für's Weiterschreiben. Ich kann sehr gut verstehen, dass es sehr schwer fällt, dies alles niederzuschreiben, schließlich durchlebt man auch alles wieder.

Du hast vor dem Weitererzählen Deiner Geschichte geschrieben, dass Du Dir mehr Antworten von Frauen gewünscht hättest, die ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht haben. Ich glaube, dass zum einen diejenigen mit den ähnlichen Erfahrungen sich vielleicht nicht trauen, zu erzählen. Es ist schließlich nicht ganz ungefährlich, über Machenschaften der Mafia zu erzählen. Zum anderen glaube ich auch, dass solche Erfahrungen nur ganz ganz wenige Frauen machen, Du hast ja auch geschrieben, dass Ali Deine "Naivität" sehr mochte.

Ich selbst habe mal einen deutschen Freund gehabt, der mehrere Knastaufenthalte hinter sich hatte. Angeblich wegen Unterhaltsschulden. Ich arbeitete damals u.a. beim Vormundschaftsgericht, so dass ich in die Akten schauen konnte und feststellte, das stimmte. Allerdings nicht für die gesamte Zeit. Er war, wie sich später herausstellte (nämlich als ich Schluss machte) 3 Jahre inhaftiert worden, weil er als Geldeintreiber für einen Drogenhändler einem zahlungsunwilligen Kunden ein Auge ausgeschlagen und die Kniescheibe zerschossen hatte. Auch wollte er mich einmal mit einer Pistole bedrohen und war mehr als überrascht, als ich in packte und aus der Tür schubste. Ich denke, das dieser Überraschungsmoment auch der einzige Grund war, warum er nicht mehr versucht hat, mich zu verletzen oder zu bedrohen.

Und ich kann Dir sagen, das ist auch so eine Geschichte, die ich nicht unbedingt so rum erzählen möchte, schließlich weiß ich nicht wo er gerade ist und ob ich mit so was nicht Gefahr laufe, dass er beginnt mich zu suchen.

Ich würde mich - auch damals nicht - als unbedingt naiv bezeichnen, ich glaube aber grundsätzlich auch erst mal an das Gute im Menschen und Fehler kann ja jeder mal machen (ich rede jetzt allerdings nicht von Augen ausschlagen etc.), bei größeren schwereren Dingen ist mir allerdings schon immer klar gewesen, dass sich solche Menschen nicht ändern und wenn doch, dann immer eine schwelende Zeitbombe bleiben werden.

Wenn Dir also in dieser Hinsicht der Austausch reichen würde, können wir dies gerne tun - als früherer Bedienung sind mir solche Dinge nicht gänzlich unbekannt.

Selam, Büsra
 

eternelle

Member
AW: Türkische Mafia und die Liebe

PS:
Diesen Teil fand ich unverständlich: Rückkehr von wo? War der Steinschlag auf der Fahrt im Januar von München nach Österreich passiert oder auf der erneuten Fahrt nach München im Februar?

Liebe Farina,

Eigentlich eh unwichtig, war nur ein weiterer "Freitag, der dreizehnte" Vorfall. Bei der Fahrt zum Flughafen, eh schon verspätet, war der Steinschlag. Eine Woche später, als ich dann wieder ins Auto nach Österreich fuhr, war der Sprung dann schon weitergelaufen und ich brauchte eine neue Windschutzscheibe..

Dank euch vielmals für Eure Antworten! :)
 
J

Johanna911

Guest
AW: Türkische Mafia und die Liebe

Eternelle, schade dass Du etwas enttäuscht über das mangelnde feedback und/ oder Austausch von ähnlichen Erlebnissen bist.
Wie meine Vorposter schon schrieben, glaube auch ich nicht dass es viele gibt die so etwas durchgemacht haben wie Du - und es dann noch so packend erzählen können- alle Emotionen analysierend.
Ich habe viel in ähnlichen Foren rumgestöbert und war auch oft entsetzt über rücksichtsloses und brutales Verhalten seitens einiger askims- vom Schlagen bis zu üblen Beleidigungen und Drohungen - sogar das Einsperren und Lösegeld von den deutschen Schwiegereltern verlangen um ihre Tochter mal kurz am Telefon hören zu können war drin - aber in diesem Forum habe ich nur eine solche krasse Geschichte, Gott sei Dank, lesen können - aber sie ist nicht mehr hier angemeldet. Hierbei trug sich die Geschichte aber hier in D zu.

Deine Geschichte ist in der Hinsicht sehr ungewöhnlich, denn sie beschreibt die grosse und ehrliche Liebe und Zärtlichkeit Dir gegenüber, von einem Mann der krimineller und "böser" nicht sein könnte, und sich doch nach einem Leben mit Liebe sehnt - so habe ich es jedenfalls auf der Basis Deiner Beschreibung aufgefasst.
Eine herzliche Umarmung!
 
F

fee_peri

Guest
AW: Türkische Mafia und die Liebe

hallo schreibe das erste mal in diesen Thread :)
also find die Geschichte total spannend

aber mir ist was aufgefallen (hab noch nicht alles durchgelesen)
du schreibst so etwas wie, als will Ali diese Vergangenheit hinter sich bringen
und keine dreckigen Spiele mehr spielen (also das mit der Mafia)

aber warum nimmt er geraden diesen Stützpunkt - seinen Neuanfang - dich mit ins Cem - Palace und wirft dich vor die Wölfe..
Ich mein es wird bestimmt nicht leicht einen Neuanfang ohne diese Mafiaszene zu beginnen.
Verstehe nicht warum er gerade dich mit diesen Umgebungen konfrontiert!!

Warte schon auf die Fortsetzung :) alles gute
 

eternelle

Member
AW: Türkische Mafia und die Liebe

Hm, ich glaube, er tat dies wegen seiner Spielsucht. Obwohl ich bei ihm war, konnte er dem nicht widerstehen. Ich denke, er schlitterte da langsam wieder hinein. Bei Deniz waren schon die falschen Leute und um seine Spielschulden zu begleichen, wird er wohl jede Möglichkeit angenommen haben um Geld zu verdienen. Bei Cem war er dann "zu Hause", alles sehr familiär, "Freunde", einfach ein Platz um seine Freizeit zu verbringen. Er war nicht gern in seiner Wohnung, er musste jeden Tag "hinaus". Er erklärte mir einmal, dass, wenn man lange Zeit im Gefängnis war, es nicht einen Tag hinter verschlossenen Türen aushält und er jeden Tag die Wohnung verlassen muss. Ein gemütlicher Tag im Pyjama und zu Hause war für ihn undenkbar, da bekam er Beklemmungen. Bei Cem verbrachte er also seine Tage und Abende, es war sein Wohnzimmer.

Johanna, du beschreibst das wunderschön. Diese Diskrepanz zwischen dem brutalen Mann nach außen und dem doch sehr häufig so liebevollen, romantischen Partner, der eigentlich nur in Ruhe leben möchte. Ich glaube sehr wohl, dass er sich nach einem "normalen" Lebenswandel sehnte, er schaffte es nur nicht. Der Kreislauf von Geld verdienen zu müssen, ohne Job neben der Hauptsaison, einfach der Druck, überleben zu müssen. Diesen Druck sah man ihm ja mittlerweile auch an, er war verbittert, stets ernst und war lange nicht mehr so unbeschwert und lebensfroh, wie im Sommer. Er hatte eigentlich permanent "problems" und diese Sorgen fraßen ihn langsam auf. Ich hatte ja und habe bis heute noch so wenig Einblick, was da wirklich rund um mich los war. Ich kratzte ja damals im Jänner nur milimeterweise an der Oberfläche des Ganzen...

Dank Euch für Eure Rückmeldungen!
 
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