Türkischstämmige Ministerin für Integration

S

sintostyle

Guest
Lest ihr eigentlich meine Beiträge richtig. Wenn er sich gegen die Tradition und Kultur ausspricht, schrieb ich ja oben. Wenn einer einen Wert auf seine Tradition und Kultur gibt ist es was anderes.
 
S

sintostyle

Guest
Lynx es geht nicht nur um die Sprache, wenn man diese nicht lernen durfte/konnte, ist das ja was anderes als von sich selbst aus drauf zu scheissen.
Es geht um das Gesamte. Ich z.B. kann meine Sprache perfekt, kenne unsere Kultur und Traditionen und gebe diese so weiter. Dennoch habe ich eine türkische Frau ganz untraditionell. Andere können die Sprache nicht, leben aber die Tradition und Kultur trotzdem und sind "stolz" auf ihre Herkunft. Ist auch in Ordnung.

Wenn man aber alles aus seinen Wurzeln ablehnt ist das was anderes. Um bei den Iren zu bleiben. Die können zwar nicht mehr alle gälisch dennoch sind sie stolze Iren ... und würden sich immer als solche sehen.

Die assimilierten Migranten dagegen schämen sich ihrer Herkunft und betrachten alles von dort kommende als schlecht.
 
A

Amazone

Guest
Man muss als Angehöriger einer überjahrhunderte priviligierten Ethnie, die ihre Minderheiten verfolgt und ermordet hat, manchmal etwas vorsichtig sein, wenn es darum geht, deren Verhaltensweisen und Kodexe zu beurteilen. Der Universal-Anspruch des "Weißen Mannes" ist auch in den akademischen Diskursen nicht mehr unumstritten. Als dominant Herrschender über Andere hat er seit seines Aufstiegs alles und jeden Klassifiziert und blieb selbst weitestgehend "unmarkiert". Das bleibt nicht ohne Folgen für den interkulturellen Dialog. Ich stimme dem Folgenden zwar nicht in allen Punkten zu, sehe dort aber interessante Denkanstoße. Nebenbei bemerkt war ich bei der Buchpräsentation mit anschließender Diskussion in einer Galerie in Neukölln, die von einem Schwarzafrikaner geleitet wird:
Ich kann für mich sagen das mir solche Denkweise zuwider ist. Ich habe auch kein Problem mich mit kompetenten Männern abzugeben. Nein ganz im Gegenteil. Weil wo fünf Frauen im Team, da Zickenkrieg.

Sprechen für eine Gemeinschaft muß der Sorbe in D doch sowieso deutsch. Nur weil er die sorbische Sprache nicht mehr sprechen kann, hat er sich doch nicht assimiliert. Er kann genauso sorbisch denken, wie die anderen und die Traditionen pflegen.
Wenn die Sorben so denken würden, dann wären sie selbst Schuld wenn ihre Gemeinschaft auseinander fällt. Sie selbst würden dann Mitglieder ihrer Gemeinschaft ausstoßen.
Ähm ist der sächsische MP nicht auch sorbischer Abstammung?
 
S

sintostyle

Guest
Doch schon, aber vielleicht braucht es sowohl die einen als auch die anderen in der Politik.
Es gibt z.Z. aber nur die einen, die in höhere Positionen kommen, was eventuell auch an der mangelnden Doppelten Staatsangehörigkeit liegt oder das Migranten die integriert, aber nicht assimiliert sind, schwerer aufsteigen können, weil ihre Meinung nicht zum "Mainstream" passt.
 

Lynx72

Gesperrt
Vielleicht ist es aber so, das du uns falsch verstehst, bzw. wir völlig unterschiedliche Vorstellungen auf diesem Gebiet haben.

Deine Wortwahl verrät deine Denke, das fängt bei Haustürken an und hört bei anbiedern nicht auf. Tut mir leid, ich habe solche Gedankenmuster nicht und die anderen meisten User scheinbar auch nicht.

Du hältst eine Politikerin, die in Deutschland geboren ist, die deutsche Staatsbürgerin ist, hier studiert und gearbeitet hat, für eine Verräterin (!!) ihrer Heimat und sie soll weiter brav Ausländerin bleiben und sich nicht anbiedern.

Das ist Blut- und Boden Sprech in seiner Reinform.

Wo hast du denn Demagogie gelernt? Alle Achtung. Die Lehrmeister waren gut.
Soweit ich mich erinnere, hat Sintostyle die Bedenken gegen die Staatsministerin Aydan Özoguz unter der Voraussetzung geäußert, dass sie ähnlich denkt wie ihr Mann, der Hamburger Innensenator Michael Neumann. Dann wäre sie keine glaubwürdige Vertreterin der Interessen der Einwanderer, einschließlich der Flüchtlinge.

Ich zitiere aus der Beschreibung ihrer Aufgaben:
Zu ihren Aufgaben gehört es,
  • die Integration von Migrantinnen und Migranten zu fördern
  • geeignete Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Ausländerinnen, Ausländer und Deutsche gut zusammen leben können
  • das Verständnis füreinander zu fördern
  • Fremdenfeindlichkeit sowie Ungleichbehandlungen von Ausländerinnen und Ausländern entgegenzuwirken
  • Ausländerinnen und Ausländern dabei behilflich zu sein, dass ihre Belange angemessen berücksichtigt werden
  • über die gesetzlichen Möglichkeiten der Einbürgerung zu informieren
  • darauf zu achten, dass die Freizügigkeitsrechte der in Deutschland lebenden Unionsbürger gewahrt werden.
Quelle: http://www.bundesregierung.de/Webs/...ntegration/amtPerson/aufgabenZiele/_node.html
 

therengarenk

Gesperrt
keine Sorge Sinto, die Türken können sich gar nicht assimilieren. Dazu werden sie von den Deutschen viel zu vertürkischt.
Bestes Beispiel bin ich. Assimilationswillig, ungläubig, deutschen Pass angenommen. Vor zehn Jahren....

Dank der deutschen Gesellschaft, die mir immer wieder vor Augen hielt, dass ich einen Migrationshintergrund habe und eigentlich Türkin bin, spreche ich jetzt viel besser türkisch, kenne die türkische Geschichte und interessiere mich für den Islam.

Danke!
 
Top