Türkischstämmige Ministerin für Integration

S

sintostyle

Guest
Also ich bin ja ziemlich verwundert. Was habe ich denn verpasst.

Da wird eine Türkin der Regierung angehören. Für mich ein Zeichen das Türken in der Politik akzeptiert und gewollt werden. Es ist ein Anfang, ist ja noch nicht in jeder Partei so.

soweit so gut... sollte in einer pluralistischen Gesellschaft auch so sein.

Hier hört sich das aber überhaupt nicht als Freude an, sondern es wird ihr Verrat am eigenen Volk angedichtet.

Ich bekomme den Eindruck Integration wird von Seiten (einiger) türkischer User nicht gewünscht, weil sie mit Assimilation gleichgesetzt wird. Wie kommt man sonst auf diese Idee.
Und vor allem, wie oder wer soll denn sonst Eure Interessen vertreten?

Falsch, es kommt drauf an welche Standpunkte der-/diejenige vertritt. Der wiki-Eintrag lässt in diesem Falle mal auf was positives schließen, obwohl ihr Mann ja anders denkt.

Das sehe ich in diesem Falle ein, und gebe der guten Frau Zeit zu zeigen, was sie wirklich ändert/macht.

Daher eine Entschuldigung meinerseits für das vorschnelle Urteil ihr gegenüber.

In der Sache Assimilation gegen Integration stehe ich aber zu meinem Standpunkt.

Zum Beispiel hatte sich dieses Jahr ein Grünen-Politiker, der Sinto ist, für den Bundestag beworben. Der gute Mann ist ein Beispiel für Integration, da er als deutscher Sinto zwar ein deutscher Politiker ist, dennoch zusätzlich die Interessen seiner Minderheit vertreten würde, was er im Landesverband Deutscher Sinti und Roma schon bewiesen hat.

Man darf "sein Volk" auch kritisieren, nur sollte man es nicht wie ein Akif Pirinçci oder eine Necla Kelek machen und seine Minderheit dermaßen ohne Grund niedermachen und sich mit Faschisten wie Sarrazin verbrüdern.

Das ist dann Assimilation, deutscher sein zu wollen als die Deutschen, und ICH persönlich lehne solche Menschen ab. Das darf ich ja wohl. Dies sind die von mir angesprochenen "Haustürken".

Unsere neue Staatsministerin scheint laut wiki nicht dazuzugehören, wie gesagt, hierfür entschuldige ich mich auch nochmal, sie hat jetzt Zeit zu zeigen ob sie integriert oder assimiliert ist. Danach richtet sich MEIN Urteil. Jeder kann da frei darüber denken. Das ich wegen meiner MEINUNG hier so angegangen werde, ist schon kurios. Ich als Angehöriger einer Minderheit, die kein Land hat und in jedem Land eine Minderheit bildet, weiss wohl was Folgen einer Assimilation (negativ) oder eine Integration (positiv) sind.
 

Lynx72

Gesperrt
Bist du denn dankbar, glücklich oder stolz, dass du der Ethnie angehörst, der du angehörst?

Im Umkehrschluss heisst dankbar für die Zugehörigkeit zu einer Ethnie zu sein, auch dankbar zu sein, einer anderen Ethnie nicht anzugehören.
Nein, die Zugehörigkeit zu einer Ethnie ist für mich persönlich nichts zum dankbar, glücklich oder stolz sein, denn sie ist angeboren und deshalb zufällig. Aber eine positive Einstellung dazu und ein Zuhausesein in der eigenen Kultur halte ich für sehr hilfreich, beinahe notwendig. Ganz besonders, wenn es sich um die Sinti- und im weiteren Sinne Roma-Kultur handelt, die ständig Anfeindungen und Bedrohungen von außen ausgesetzt war und ist. Von daher habe ich für Sintostyles Einstellung sehr viel Sympathie und Verständnis. Du nicht?
 
A

Amazone

Guest
Wenn sie von wir spricht, meint sie Deutschland. Und sich als Deutsche. Ihre Wurzeln leugnet sie nicht, von der Familie angefangen, den in Deutschland lebenden Türken und auch der Türkei. Sie scheint auch bestens informiert.
In dem Interview, dass ich gestern gepostet habe mit ihr und ihrem Mann hat sie auch durchaus andere Sichtweisen als ihr Mann.

Jetzt werde ich heute Abend mal mit unserem Besuch und meinem Schatz diskutieren ob sie sich als assimilierte Türken sehen. Zum Thema Sprache hatte ich ja schon mal geschrieben, dass er nicht versteht wenn seine Landsleute nach Jahrzehnten noch Hilfe bei amtlichen Schreiben und Verwaltungsdingen benötigen, weil sie die Sprache nicht beherrschen. Er selbst wird nicht als Türke erkannt wenn er Fremde trifft.
 

Lynx72

Gesperrt
Direkt in Sippenhaft genommen habe ich sie allenfalls für ihre Vettern von "Athena".
Du meinst vermutlich das hier:
Was Friedrich betrifft, stimme ich dir zu.

Was Aydan Özoğuz angeht, frage ich mich, ob sie der unmenschlichen Flüchtlingspolitik ihres Gatten Michael Neumann, Hamburger Innensenator, zustimmt. Dann wäre mit ihr die Ziege zur Gärtnerin gemacht.

Frau Özoğuz könnte sich ja von der Flüchtlingspolitik ihres Gatten distanzieren. Ich habe bisher aber nichts dergleichen gelesen. Über Neumans Politik bezüglich türkeistämmigen Hamburgern habe ich mich nicht geäußert. Darüber weiß ich auch zuwenig.
 
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