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Mein_Ingomann
Guest
AW: Trainingstagebuch
Mein Ein Tag Trainingsbuch.
Die nächste Poststelle ist im Nachbarort, ich muss ein Einschreiben aufgeben und beschliesse, nicht mototrisiert sondern mit dem Rad zu fahren. Ist ja herrliches Wetter und nur ein paar Kilometer Strecke. Kaum aus dem Ort raus muss ich feststellen, dass das Strassenamt ohne es bekannt zu geben, scheinbar während des Winters den Hügel auf "Berg" upgegradet hat. Zu allem Übel sind die 24 Gänge am Rad auch einglaufen und selbst die leichteste Übersetzung tritt sich wie Schnellzement.
Die Steigung steigt und ich pumpe wie eine Dampflok. Ich schaue zurück, irgendwo dahinten muss meine Kondition liegen, aber umkehren will ich jetzt auch nicht mehr. Erstaunlich, wie schnell es Heute warm geworden ist, denke ich noch, während ich verzweifelt am Schaltgriff drehe. Aber da ist kein kleinerer Gang mehr. Dafür ist aber noch eine ganze Menge Steigung übrig. Im Strassengraben überholen mich ärgerlich fluchend ein paar Schnecken. Beschliesse, dass die Gegend sowieso viel zu schön ist um da so durchzurasen und steige erstmal ab.
Ein schöner Spaziergang, wenn das hinderliche Rad nicht wäre. Komisch, letztes Jahr bin hier noch mühelos hochgeradelt, bilde ich mir ein und überlege, ob 30 Zigaretten und 5 Kannen Kaffee am Tag tatsächlich nicht ausreichen um meine Dynamik zu steigern. Plötzlich schnurrt eine buntgescheckte Funktionskleidung an mir vorbei. Darin steckt ein Radfahrer der mühelos, im Sattel sitzend (!), dem Gipfel entgegenstrampelt. Pah! denke ich, springe auf meinen Rappen und sprenge hinter ihm her.
Wenige Meter weiter sind meine Lungen das einzige, was sich gleich sprengt und ich gebe die Verfolgung wieder auf. Keine Chance. Aber dem sein Rad war auch viel besser. Und er hatte Rückenwind. Ausserdem sind die sowieso alle gedopt. Dann hatte ich auch noch den schweren Brief dabei. Aber sonst hätt' ich ihn eingeholt!
Rund 200 Ausreden später habe ich den Kamm des Hügels erreicht. Von hier oben wirkt das alles viel flacher als auf der Strecke und bald darauf rolle ich lässig und mit schmerzenden Waden bei der Post vor.
Seltsamerweise habe ich eine dreiviertel Stunde für die Strecke gebraucht. Mit dem Mopped sind es nur wenige Minuten. Und wenn ich damit fahre bin ich auch viel weniger ausser Atem. Ergo: Moppedfahren ist gesünder, das geht nicht so auf den Kreislauf. Nachdem ich mit einem Becher Eis und 3 Kippen meine Kondition wieder hergestellt habe mache ich mich auf den Heimweg. Und siehe da. Für die Rückfahrt brauche ich erheblich weniger Zeit. Der Hügel ist auch wesentlich schneller bewältigt, alle 24 Gänge werden ausgefahren, ich sause dahin! Ha! Team Telekom, wo bist Du jetzt in deinem Papageienleibchen?! Schnupper meinen Fahrtwind wenn du kannst.
Tip top in Form sitze ich nun mit einer Kanne Kaffee vor dem PC und schreibe diesen Bericht. Nur Aufstehen werd' ich erstmal nicht. Irgendwie hat sich der vollgefederte Touringsattel über die Wintermonate in ein Rodeomodell verwandelt. Aber das nächste Einschreiben kommt bestimmt und das geb ich dann wieder persönlich meinem Nachbarn mit. Der muss sowieso jeden Tag an der Post vorbei. 8)
Mein Ein Tag Trainingsbuch.
Die nächste Poststelle ist im Nachbarort, ich muss ein Einschreiben aufgeben und beschliesse, nicht mototrisiert sondern mit dem Rad zu fahren. Ist ja herrliches Wetter und nur ein paar Kilometer Strecke. Kaum aus dem Ort raus muss ich feststellen, dass das Strassenamt ohne es bekannt zu geben, scheinbar während des Winters den Hügel auf "Berg" upgegradet hat. Zu allem Übel sind die 24 Gänge am Rad auch einglaufen und selbst die leichteste Übersetzung tritt sich wie Schnellzement.
Die Steigung steigt und ich pumpe wie eine Dampflok. Ich schaue zurück, irgendwo dahinten muss meine Kondition liegen, aber umkehren will ich jetzt auch nicht mehr. Erstaunlich, wie schnell es Heute warm geworden ist, denke ich noch, während ich verzweifelt am Schaltgriff drehe. Aber da ist kein kleinerer Gang mehr. Dafür ist aber noch eine ganze Menge Steigung übrig. Im Strassengraben überholen mich ärgerlich fluchend ein paar Schnecken. Beschliesse, dass die Gegend sowieso viel zu schön ist um da so durchzurasen und steige erstmal ab.
Ein schöner Spaziergang, wenn das hinderliche Rad nicht wäre. Komisch, letztes Jahr bin hier noch mühelos hochgeradelt, bilde ich mir ein und überlege, ob 30 Zigaretten und 5 Kannen Kaffee am Tag tatsächlich nicht ausreichen um meine Dynamik zu steigern. Plötzlich schnurrt eine buntgescheckte Funktionskleidung an mir vorbei. Darin steckt ein Radfahrer der mühelos, im Sattel sitzend (!), dem Gipfel entgegenstrampelt. Pah! denke ich, springe auf meinen Rappen und sprenge hinter ihm her.
Wenige Meter weiter sind meine Lungen das einzige, was sich gleich sprengt und ich gebe die Verfolgung wieder auf. Keine Chance. Aber dem sein Rad war auch viel besser. Und er hatte Rückenwind. Ausserdem sind die sowieso alle gedopt. Dann hatte ich auch noch den schweren Brief dabei. Aber sonst hätt' ich ihn eingeholt!
Rund 200 Ausreden später habe ich den Kamm des Hügels erreicht. Von hier oben wirkt das alles viel flacher als auf der Strecke und bald darauf rolle ich lässig und mit schmerzenden Waden bei der Post vor.
Seltsamerweise habe ich eine dreiviertel Stunde für die Strecke gebraucht. Mit dem Mopped sind es nur wenige Minuten. Und wenn ich damit fahre bin ich auch viel weniger ausser Atem. Ergo: Moppedfahren ist gesünder, das geht nicht so auf den Kreislauf. Nachdem ich mit einem Becher Eis und 3 Kippen meine Kondition wieder hergestellt habe mache ich mich auf den Heimweg. Und siehe da. Für die Rückfahrt brauche ich erheblich weniger Zeit. Der Hügel ist auch wesentlich schneller bewältigt, alle 24 Gänge werden ausgefahren, ich sause dahin! Ha! Team Telekom, wo bist Du jetzt in deinem Papageienleibchen?! Schnupper meinen Fahrtwind wenn du kannst.
Tip top in Form sitze ich nun mit einer Kanne Kaffee vor dem PC und schreibe diesen Bericht. Nur Aufstehen werd' ich erstmal nicht. Irgendwie hat sich der vollgefederte Touringsattel über die Wintermonate in ein Rodeomodell verwandelt. Aber das nächste Einschreiben kommt bestimmt und das geb ich dann wieder persönlich meinem Nachbarn mit. Der muss sowieso jeden Tag an der Post vorbei. 8)