Trump trollt Twitter - oder umgekehrt?

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Prinzipiell betrachtet hat Musk zuviel für Twitter bezahlt und versucht die Differenz zwischen Unternehmenswert und Bezahlsumme dadurch wettzumachen, dass er - wie alle anderen Unternehmen auch - Jobs kürzt, weil dies das einzige Mittel ist, den Börsenkurs wieder nach oben zu fahren. Wann und wo immer Jobs gekürzt werden, steigt der Börsenwert. Wie groß die Differenz bei dem Erwerb von Twitter ist, zeigt die Neuzulassung von Trumps Twitteraccount. Die Hoffnung ist groß, im amerikanischen Wahlkampf wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Meine Empfehlung: Musk sollte vorher den KGB gut bezahlen, damit das Trump-Revival gelingt. Ob der KGB am Ende aber bessere techies hat als die Demokraten und ihre Alliierten in Europa bleibt abzuwarten, wenn die Demokraten und mit ihnen die Verbündeten im Defensivmodus sind und keine Rücksicht nach innen und außen mehr nehmen müssen, um den Rechtsstaat zu schützen.
Prinzipiell hat Musk nicht recht. Wenn es um Prinzipien, auch um Geschäftsprinzipien, geht, geht es nicht zuletzt um Moral. Anders gesagt: weder der DB noch Siemens wird der Riesengewinn in Katar auf lange Sicht nutzen. Der Reputationsverlust ist enorm.
 
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Msane

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25 März 2010
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Ich gebe zu bedenken, dass Twitter im Bereich der Kurznachrichtendienste die Plattformführerschaft innehat.

Wenn man es richtig anstellt, ist das eine Lizenz zum Gelddrucken.

Zuviel bezahlt hat er also keineswegs, jedoch steht sich Elon Musk mit seiner rüpelhaften Art aktuell selbst im Weg,
da dies Werbekunden und User vertreibt.

Wenn sich das wieder beruhigt hat, dann rollt der Dollar.


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sommersonne

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19 März 2017
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29 Januar 2017
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Kann nicht angehen, daß ich nach sechs Wochen noch Werbung angezeigt bekomme SOWOHL von Apple ALS AUCH von Microsoft.
Immer noch. Bin mal wieder drin mit der Twitter-App. Sowohl Werbung für iPhones wie für Windows 11. So gibt das nichts.

Ist nicht nur ein Twitter-Problem. Ich hänge mit drin in der #AchBesserCrew. Es ist absurd, was die rechtspopulistische Achse des Guten automatisiert für Werbung eingespielt kriegt. Toyota-Elektroautowerbung auf einer Klimawandelleugnerseite. Vollkommen sinnbefreit.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Nein, einfach nur dämlich. Toyota weiß nichts davon.

Früher hast Du direkt in einer Zeitung Werbung geschaltet. Was oft genug auch für politische Einflußnahme sorgte: schreib mal kritisch über ALDI oder Lufthansa, wenn die Großanzeigenkunden sind. Große Diskussion immer, wenn die BILD eine ganzseitige Anzeige bei der taz schaltet.

Heute gibt es im Netz Agenturen dazwischen: die behaupten, mehr vom Internet zu verstehen als die kleinen und die nicht so kleinen Blogger, über die die großen Werber wiederum längst nicht mehr den Überblick haben. Die ja aber insgesamt, alle Kleinblogger, doch zusammengezählt große Werbeflächen bieten. Alle möglichen Firmen werfen da ihre Anzeigen rein, von grün und mit Nachhaltigkeit werbenden Toyota und Audi bis zum rechtspopulistischen KOPP-Verlag. Diesem Werbepool wiederum haben Webseiten Werbefläche eingeräumt und werden dafür bezahlt. Und die Werbung wird automatisiert aufgespielt. Wie sich zeigt, ziemlich unsinnig.


Das ist, was die #AchBesserCrew macht, von Hendrik M. Broder, dem Chef von #achgut, nicht nett, aber zutreffend beschrieben als „paar Hanseln“ im Internet: Werbekunden direkt adressieren und mit Screenshots belegt darauf aufmerksam machen, in was für einem Umfeld die Werbung schalten. Broder natürlich: Ich bin Jude! Das sind Antisemiten! Das ist das neue Kauft nicht beim Juden! Mit als erstes war AUDI abgesprungen: Ha, immer noch die Nazis wie 1933-45! Wobei die Pointe natürlich ist: achgut verliert keinen Cent. Die haben ihren Vertrag ja nicht mit Audi und Toyota. Kriegen eben andere Werbung aufgespielt, am Ende passendere. Schmuddligere. Hindert Broder wiederum nicht, Bettelkampagnen bei seinen Spenderzahlschafen zu fahren.

Broder wiederum ist verbunden mit dem Hetzer Benjamin Weinthal, Journalist der israelischen u.a. Trump-Fanpostille Jerusalem Post, und der wiederum führt seit Jahren einen Kleinkrieg gegen erwähnten Michael Blume, auch flankiert von achgut, namentlich Broder und Steinhöfel. Woraus die achgut-Verschwörungsblase wiederum wittert: Das sind doch alles bezahlte Angestellte vom Antisemitismusbeauftragten BaWü. Quatsch, die haben sich wirklich erst über Twitter zusammengefunden. Sind nicht organisiert, tatsächlich nur ein paar „Hanseln“. Die eine ziemliche Welle machen, immerhin.


Um den Sack zuzumachen. Weinthal ist u.a. ein unerträglicher Spammer. Der auf Twitter in den DruKos 50-70x am Tag gleichlautende, widerliche Pamphlete raushaut gegen Blume. Und den hat Anwalt Jun jetzt im Auftrag von Blume gerichtlich aus Twitter weggeknipst. Steinhöfel muß getobt haben, hat ihn auch für zwei Tage wieder freigeschaltet gekriegt, aber das Material war zu erdrückend. Darum geht jetzt übermorgen der Prozeß in die nächste Runde: Ob Twitter nicht verpflichtet gewesen und also auch in Zukunft wäre, solchen Leuten selber das Handwerk zu legen. Mißlich, daß Musk die Leute, die das tun müssten, gerade herausgeworfen hat.


Steinhöfel werden einige von euch vielleicht kennen als frischgebackenen Rechtskolummnisten ... also artikelschreibenden Juristen der BILD, der gleich mal für einen großen Aufschlag sorgte mit der wüsten These, Selbsthilfe gegen Klima-Kleber könne mindestens teilweise, ganz eventuell (so natürlich nicht in Überschrift und Teaser) vom Notwehrrecht gedeckt sein. („Darf ich Klima-Kleber eine kleben?“)
 
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Bintje

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5 Mai 2018
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Verhaltensoriginelle unter sich ...


... und ich wette, Musk ärgert sich schwarz, dass das nicht auf seiner Plattform geschah, nachdem er Trump die Bühne bereitet hat. ;)
 

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Trump hat Jean Carroll in den neunzigern in einem Kaufhaus vergewaltigt, die diesen Tatbestand nun nach einer Gesetzesänderung erneut zur Klage einreicht.

So ein Krimineller wird wieder auf Twitter zugelassen? Fuck Musk!
 
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sommersonne

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19 März 2017
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Heute auf web.de gelesen. Musk wird nicht Trump unterstützen sondern DeSantis. Der wechselt die Seiten als wäre das garnichts. Wahrscheinlich meint er weder das eine noch das andere ernst.

Außerdem soll es eine Amnestie (hätte bald Amnesie geschrieben) auf Twitter geben. Dann können die ganzen Hater und Schmierfinken wieder frei ihre "Meinung" äußern.