Bintje
Well-Known Member
Darüber bin ich auch gestolpert. Andererseits weißt du sicherlich auch, wie es in Branchen von überschaubarer Größe zugehen kann:Im Ministerium wird bereits nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin gesucht. Das gestaltet sich schwierig, weil die Person keine Verbindungen zu dem Netzwerk Graichens haben sollte. (aus dem verlinkten Artikel)
Das kann doch wohl nicht wahr sein. Gibt es im großen Deutschland keine gegeigneten Kandidatinnnen für den Posten einer Wirtschaftsstaatssekrärin außerhalb der Graichen-Clique?
Jeder kennt jeden (und sei es um drei Ecken), mitunter tummeln sich dort ganze Familienverbände, beispielsweise Vater - Sohn - Neffe oder Geschwister. Und die, die bei solchen Geflechten erstmal außen vor sind, vernetzen sich untereinander. Oder man begegnet sich auf 'ner Party, einem Empfang, tauscht Visitenkarten aus und hält losen Kontakt: Zack, gibt's Verbindungen - und sei es dadurch, dass man jemanden anhaut, ob er oder sie in einer bestimmten Frage Bescheid weiß oder jemanden kennt, der einen fachlich beraten könnte.
Die, die Habeck gerade mit großem medialen Trommelfeuer abschießen wollen, wissen das natürlich auch, entstammen sie doch selbst oft ganz ähnlichen Strukturen, in denen viel über Empfehlungen läuft. Wo im Berufsleben eigentlich nicht?
Aber das nennt man nur bei anderen Filz und verschließt sonst gnädig die Augen. Da menschelt's halt nur.
So gesehen sollte Habeck den nächsten Staatssekretär, die nächste Staatssekretärin einfach auf offener Straße oder in der Warteschlange beim nächsten Brötchenkauf rekrutieren. Aber vorm Einstellen genauestens checken lassen, ob es womöglich nach einschlägiger Kompetenz müffelt (igitt!) oder nach Verbindungen um 7 Ecken (igittigitt!). Erst wenn nicht, wäre das doppelplusgut.
ps Spuren von Ironie darf man natürlich wie immer behalten. ; )
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