Berliner Mietendeckel: vorbildlich oder verwegen?

Berfin1980

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19 Juni 2015
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Nur keine Panik. Es wurde ja schon zurück gerudert.
Von wem?

Ach ja neues aus Mainhatten....

Ich schildere mal einen mir bekannten Fall einer Eigenbedarfskündigung. Objekt Eigentumswohnung, Maisonette 4 Zimmer, Einbauküche, 2 Bäder Dachterrasse. Neue Wohnung gesucht in der verbotenen Stadt, passte nicht nochmaliger Umzug, jetzt passt es aber.

Nach drei Monaten stand diese Wohnung des älteren Ehepaares, hier die Eigentümer in den einschlägigen Portalen mit genau 600 € mehr Kaltmiete.

Die ehemaligen Mieter hatten sich aber schon anwaltlich beraten lassen hinsichtlich der Kündigung und sind mit dieser Anzeige aus dem Internet dann zum Anwalt marschiert.

Vor zwei Monaten lief die Verhandlung, die Vermieter mussten den kompletten Aufwand für den Umzug erstatten, die Gerichts-und Anwaltskosten. Und nein das ältere Ehepaar hat nicht einen Funken Mitleid zu erwarten von mir.

Es ist egal wer die Wohnung in Besitz hat, die Frage ist was mit den Mietern in Deutschland passiert. Auch dagegen kann vorgegangen werden-

Den Vorschlag an sich finde ich persönlich gut, man kann darüber diskutieren aber endlich traut sich mal jemand es vorzuschlagen. So geht es auf keinen Fall weiter.

Ich vermiete auch für 5,50 € aber der Mietspiegel bei uns liegt bei knapp 7,00 € da sehr gute Anbindung an die Autobahn. ÖPNV könnte etwas besser sein.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Mietendeckel kann nur eine befristete Zwischenlösung sein in einem Gesamtkonzept. Damit wird ja keine eine Wohnung mehr geschaffen.
 

alterali

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19 April 2007
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mittenmang
Die Probleme liegen im vagabundierendem Kapital: Stichwort Geisterstädte; bei uns heißt das Leerstand.

Grund und Boden sollten nicht verkäuflich sein.
Wohnen und Arbeiten muss raumnah realisiert werden.
Dazu braucht es nicht vieler Bestimmungen.
 

Msane

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25 März 2010
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Die Probleme liegen im vagabundierendem Kapital: Stichwort Geisterstädte; bei uns heißt das Leerstand.

Grund und Boden sollten nicht verkäuflich sein.
Wohnen und Arbeiten muss raumnah realisiert werden.
Dazu braucht es nicht vieler Bestimmungen.

Geisterstädte mit einem hohem Anteil an Leerstand entstehen in der Regel durch Arbeitslosigkeit.
Sehen die Menschen für sich keine Perspektive, dann ziehen sie weg in die attraktiven Großstädte.

In NRW erleben wir gerade eine Wohnkatastrophe, in ehemaligen Industriestädten wie Gelsenkirchen konzentrieren sich Hartz4-Empfänger weil dort die Mieten günstig sind und Leerstand herrscht.
Junge gut ausgebildete Menschen ziehen weg, Sozialhilfeempfänger kommen, das ist eine Abwärtsspirale, Städte wie Gelsenkirchen oder Duisburg sind am Ende.
Alles nur weil in den attraktiven Städten kein günstiger sozialer Wohnraum neugeschaffen wird.
Politikversagen auf allen Ebenen.


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sommersonne

Well-Known Member
19 März 2017
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Leipzig
Das wäre wohl anders wenn es dort genügend Arbeitsplätze geben würde, dann bräuchte man auch keine Sozialwohnungen. Was nützt es wenn es Sozialwohnungen gibt, die aber der Staat sowieso mit Mietzuschüssen selbst bezahlen muß. Das Problem sitzt tiefer.