(...)Die Gleichzeitigkeit der Erkrankungen brachte die Lombardei in diese tragische Situation, weshalb hier alle davor warnen, dass die bisherige "Ruhe" in Deutschland, nur die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm ist, weshalb die Mediziner eher zur Verschärfung als zu irgendwelchen Lockerungen tendieren.
Die Frage bleibt, warum die Lombardei, warum nicht Amsterdam, wenn das Virus aus Ostasien importiert wurde?
Anderes Gesundheitssystem, distanzierterer Lebensstil?
Niederländische Familien hocken meist nicht so eng aufeinander wie italienische Familien.
Und warum nicht die Lombardei als größter italienischer Ballungsraum? Mit Mailand als großem Wirtschaftszentrum, wo viele internationale Geschäftsreisende ein- und aus- oder durchreisen?
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Wie auch immer. Wer sich intensiver dafür interessiert, kann mal einen verlängerten Blick in die Drucksache 17/12051 werfen, die der Deutsche Bundestag Anfang 2013 behandelt hat. Darin geht es um Risikoanalysen verschiedener Szenarien, die auch für den Fall einer Pandemie eines, wie die Autoren schreiben, hypothetischen, aber mit realistischen Eigenschaften ausgestatteten "Virus Modi-SARS" teils sehr präzise antizipiert wurden.
Insbesondere auch die Engpässe im Gesundheitsbereich haben sie ganz klar vorhergesagt.
Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012
Für Eilige: S. 5 und insbesondere Anhang 4 ab S. 55 ff.
Verfasst wurde das Papier vom Robert Koch-Institut unter Mitwirkung u. a. des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung sowie des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe plus Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bundesnetzagentur, Paul-Ehrlich-Institut und dem Streitkräfteunterstützungskommando der Bundeswehr.
Wirklich sehr lesenswert!