Veranstaltungen wie G20-Treffen sind Machtdemonstrationen, die stets nach einem bestimmten Muster ablaufen. Die Machtbesitzenden zeigen der Plebs, wo der Hammer hängt. Dabei wird ganz offen und bevor der erste Vermummte sich auf den Weg gemacht hat, das Demonstrationsrecht gefleddert, notfalls auch unter Missachtung von Urteilen. Die Botschaft ist immer dieselbe: Ihr dürft alles, aber nicht glauben, dass ihr gegen die Macht des Geldes irgendwas ausrichten könnt. Und dann folgt alles einem Ritual. Die Polizei liefert den Anlass - hier war es die gewaltsame Auflösung der "Welcome-to-Hell"-Demo, weil sich ein paar Verkleidete nicht entmummen ,wollten, die Krawallmacher haben ihre Rechtfertigung und dann produzieren Schwarzer Block und Polizei massenhaft Kollateralschäden, und wenn dann das Spektakel vorbei ist und klar wird, wieviele Auto- und Ladenbesitzer Opfer der Krawallmacher und wieviele friedliche Demonstranten Opfer der Prügelpolizei wurden, dann haben die Schläger auf beiden Seiten wieder genug Stoff für Heldengeschichten in ihren jeweiligen Kneipen - bis zum nächsten Großevent.