#MeTwo erzählt vom Alltagsrassismus

Bintje

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5 Mai 2018
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@sommersonne fragt nach einer Plattform, wo Deutsche mal erzählen können, wie sie hierzulande von Ausländern diskriminiert werden, und Du verweist auf PI. Da hast Du dich unglücklich ausgedrückt. :)

Sag mal, kannst du nur schwarz-weiß lesen oder kommen da gelegentlich auch mal Grautöne drin vor? Die Grautöne hast du sogar zitiert. Sorry, ich wundere mich über den hier abgespulten Film: nicht nur, weil ich @eruvaers Missverständnis schon mit ihr geklärt hatte, sondern auch, weil @sommersonne - der ich ursprünglich geantwortet habe - offensichtlich verstanden hat, was gemeint war (siehe #67). Also: worum geht es dir eigentlich?
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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@Bintje Nö, das ist mir zu doof jetzt. Einer von uns beiden hat zu viel Sonne abgekriegt heute. Kann sein, daß ich das bin. Ich sehe keinen Dissenz in einer Sache, die ein Hocheskalieren wert wäre.
 

Bintje

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5 Mai 2018
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Wenn sich Nekla Kelek neben Sarrazin setzt, dann ist das eine Haustürkin. Und wenn sie mit allem Recht hätte, was sie sagt. Selbst wenn man Thesen von ihm verteidigt. Man setzt sich nicht neben einen Thilo Sarrazin. Das ist Anbiedern bei der Mehrheitsgesellschaft, gegen eine gesellschaftliche Minderheit.

Genauso gut könntest du "Neger" schreiben. Echt unglaublich! Dass ihre Meinung dir nicht passt, ist das eine (da kann man sich in der Tat nur öfters mal an den Kopf fassen), aber dass du sie deswegen als "Haustürkin" bezeichnest, finde ich milde gesagt völlig deplatziert und daneben.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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«Vor vielen Jahren unterschied ein kluger Mann in den USA zwischen Haussklaven und Feldsklaven (im Original wurde damals das N-Wort verwendet). Der schwarze Haussklave identifiziere sich mit seinem weißen Herrn, er spreche wie er und denke wie er. Und beizeiten ist er gar erbarmungsloser und brutaler gegenüber seinesgleichen, den Feldsklaven. Und diese Haus- und Feldmentalität gebe es in ihrer modernen Form noch immer in den USA.

Deutschtürken waren in Deutschland beileibe keine Sklaven. Aber auch hier können Minderheiten rassistisch sein. Gegenüber anderen Minderheiten und gegenüber sich selbst. Wenn ich Onkel Akif und Tante Necla lese, dann kann ich nicht mehr anders, als zu denken: Das sind sie, Deutschlands Haustürken.»


Kübra Gümüsay
Was Akif angeht, stimme ich ihr nicht zu.
 

Bintje

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5 Mai 2018
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Weil "Haustürke" ein eindeutig abwertender, verächtlicher Begriff ist. Frag mal Deniz Yücel, Özlem Topçu, Cem Özdemir und weitere ... die werden nämlich auch gern so von "Süpertürken" bezeichnet, denen es nicht passt, dass und wie sie ihre Meinung vertreten. Ich mag Necla Kelek auch nicht. Trotzdem käme es mir nicht in den Sinn, sie so zu nennen. Damit bedienst du dich m.E. genau desselben diffamierenden Sprachgebrauchs gewisser Kreise, mit denen du bestimmt nix zu tun haben willst.

PS Das Zitat von Kübra Gümüsay bestätigt das noch zusätzlich. Danke dafür.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Abwertende, verächtliche Begriffe sind aber angemessen für die, die sich verachtenswert verhalten. Und das sehe ich bei der Kelek. Die ist nicht nur anderer Meinung. Sie solidarisiert sich mit Sarrazins ausländerfeindlichen Unrat.

Ja. Es gibt Türken, die diesen Begriff auf jeden anwenden, der nicht zu Erdogan steht, also vermeintlich die Türkei verrät. Das macht aber nicht falsch, daß es Türken gibt, die sich tatsächlich rassistischen Diskursen anbiedern, um sich bei Rassisten einzuschleimen. Einen Vollpfosten nenne ich einen Vollpfosten, auch wenn viele so tituliert werden, die das nicht verdient haben. So, wie ich einen Rassisten einen Rassisten nenne.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Damit bedienst du dich m.E. genau desselben diffamierenden Sprachgebrauchs gewisser Kreise, mit denen du bestimmt nix zu tun haben willst.
Der diffamierende Sprachgebrauch ist geprägt von Malcolm X und Harry Belafonte. Da habe ich kein Problem mit, mich bei ihnen zu bedienen. Daß gewisse Kreise das auch tun, interessiert mich nicht.