Syrien Informationen von beiden Seiten

In den heise-Foren meint einer, Assad war's.

Begründung: Jeder auch nur halbwegs denkende Mensch würde doch sofort sagen, der Assad war es auf keinen Fall, der hat doch kein Interesse daran, dem kommt das doch nur ungelegen. Also muß es eine false-flag-Aktion sein.

Also hat Assad freie Hand ... traut ihm sowieso keiner zu o_O.
 
Fest im Sattel sitzen sieht anders aus:
http://www.n-tv.de/politik/USA-erklaeren-Assads-Sturz-zur-Prioritaet-article19786851.html

Zudem legen ihm nun auch schon (vebündete) Shiiten den Rücktritt nahe. In dem verlinkten Artikel wird ein irakischer Shhiit zitiert:
"Der Prediger Moktada al-Sadr erklärte, Assad solle die "historische, heldenhafte Entscheidung" treffen, bevor es zu spät sei. Mit einem Rücktritt "aus Liebe zu Syrien" würde der Präsident seinem Land "die Leiden des Kriegs und des Terrorismus" ersparen."
Glaubt ernsthaft wirklich jemand daran das durch den Abtritt Assads der Krieg zuende wäre?
 
Glaubt ernsthaft wirklich jemand daran das durch den Abtritt Assads der Krieg zuende wäre?
Assad hat den Krieg angefangen. Nicht gegen den IS, sondern gegen den arabischen Frühling - wie diffus (siehe Ägypten) dieser auch immer war. Assads einziges Interesse war Machterhalt und dies ist auch heute noch so. Der Giftgasangriff steht in diesem Kontext. Assad weiß, daß Putin Syrien nicht aufgeben kann als unmittelbaren Nato-Nachbarn. Erdogan wird das auch wissen.
Ein Abtritt Assads könnte vielleicht den Krieg beenden. Aber dazu wird es nicht kommen. Sonst hätte es ja nicht des Einsatzes von Giftgas bedurft. M.E. hat Rußland noch nicht die Nachfolge Assads geklärt. Die USA drängen hingegen auf eine Lösung. Vielleicht haben sie einen syrischen Offizier gekauft. Aber dann war es immer noch Assads Armee.

BTW Typen, die nicht demokratisch legitimiert sind, sitzen nie fest im Sattel. Das wird Erdogan mit seiner Ein-Mann-Verfassung auch noch erfahren.
 
Der arabische Frühling war keine Glanzleistung und hat unter freundlicher Mithilfe des Westens erheblich dazu beigetragen das die arabische Region total destabilisiert ist und die halbe Welt in diesen Krieg verwickelt ist.

Assad Machterhalt vorzuwerfen ist lustig. Das ist das Interesse jedes Politikers und jeder Partei, die an der Regierung sind. Ansonsten würden wohl nach Ende der Regierungszeit die jeweiligen Regierungsparteien klaglos und ohne Wahlkampf abtreten.
 
Ich fand den Auftritt von Bundeswehr-Uschi bei Anne Will heute ziemlich gruselig. Wie froh und glücklich sie wirkte, dass sie nach Trumps Angriff die Amis wieder liebhaben durfte. Ist ihr eigentlich klar, dass ein "Regime-Change" in Syrien gleich noch ein paar Millionen Flüchtlinge zu uns treiben würde - und zwar lauter Ungläubige und Ketzer, die der größte Sultan aller Zeiten nicht bei sich bunkern würde.
 
Der arabische Frühling ist auch ein Beweis dafür, daß man Protestbewegungen nicht exportieren kann und sollte. Das einzige Land, was wirklich positiv davon profitiert hat ist Tunesien, von wo er ausging. In Lybien und Syrien Chaos, in Ägypten status quo und an Jordanien haarscharf vorbeigeschrammt.
 
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