Bist du zufrieden damit, Bintje?
Dazu kann ich gar nichts sagen. Die Bremen-Wahl habe ich nicht verfolgt, nur nebenbei mitbekommen, dass der bisherige Amtsinhaber Bovenschulte gewonnen hat. Der scheint sehr beliebt zu sein. Und in der Nachlese nimmt sich die Wahlberichterstattung des ÖR einigermaßen amüsant aus.
Als bremenferner Mensch konnte man an diesem Sonntagabend einiges lernen: Der Wahlabend im TV, moderiert mit erfreulich angriffslustiger Onkeligkeit.
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Mit der Kommunalwahl in S-H war ich eigentlich schon durch, als das losging. Das Wesentliche: In den zwei größten Städten Kiel und Lübeck hat die SPD ihre Führungsrolle eingebüßt, während die Grünen kräftig zugelegt haben. In der Landeshauptstadt Kiel liegen sie jetzt sogar ganz vorn.
Auch die CDU hat Federn gelassen, bleibt aber landesweit stärkste Kraft.
Und in Flensburg dominiert nun der SSW, die Partei der dänischen und friesischen Minderheit: Das gibt allerdings ein verzerrtes Bild, weil man ihn im holsteinischen Landesteil gar nicht wählen kann. Die AfD landete nach Zugewinnen landesweit bei 8,1 Prozent - vor der FDP, die im Vergleich zu ihrem Ergebnis vor fünf Jahren nahezu unverändert bei 6,8 % blieb.
Bei der Wahl der Kommunalparlamente im nördlichsten Bundesland verlieren SPD und CDU Stimmanteile – die Grünen liegen in der Landeshauptstadt vorn. Der Südschleswigsche Wählerverband gewann in einer anderen Stadt.
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Nachrichten aus Schleswig-Holstein
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Hier in der Stadt wird's abermals herausfordernd. Nachdem 14 Parteien und vier Wählergemeinschaften um 49 Mandate rangelten, landeten zwölf davon in der künftigen Bürgerschaft, von denen sich sieben Parteien und Gruppierungen vermutlich wieder auf teils abenteuerliche Koalitionsbündnisse einigen. Die Mindeststärke für eine Fraktion, die vor allem üppige Finanzzuschüsse beantragen kann, wurde nach Landesvorgaben auf drei Menschen aufgestockt. Bisher waren es zwei. Aber dass die daraus resultierenden Mini-Zweckbündnisse oft nur geeint waren durch den gemeinsamen Blick auf den Geldsegen, der ihnen als Fraktion zusteht, war dabei auch mehr als offensichtlich geworden.
Der SPD-Bürgermeister, der sich Ende des Jahres turnusgemäß einer Neuwahl stellen muss, wird sicherlich weiter mit wechselnden Mehrheiten regieren.
Die CDU bekam zwölf Sitze, Grüne und SPD jeweils elf, AfD vier, FDP drei, die Linke zwei. Je ein Sitz ging an Die Partei, die Freien Wähler, Volt, BfL, GAL und die Unabhängigen. Für eine GroKo reicht es so wenig wie für Schwarz-Grün.