Wissenwertes über den Islam

In den USA gibt es home schooling, also keinen Zwang für die Eltern, das Kind in die Schule zu schicken.
Im öffentlichen Unterricht kann man nicht für alles eine Ausnahme machen. Der eine will nicht schwimmen, der nächste nicht turnen, der übernächste nicht an der Klassenfahrt teilnehmen.
Es wurde kein Religionsunterricht aufgezwungen, sondern einzig im Klassenverband ein Sakralbau besucht. So what?
 
Persönlicher Glaube ist Privatsache. Religion ist es nicht. Religion ist eine öffentliche Angelegenheit, schon darum, weil Religion zumeist nicht alleine ausgeübt wird, sondern in einer Gemeinde. Sodann, weil sie das Miteinander der Gemeindemitglieder, jedenfalls das nichtgesetzliche, regelt/aushandelt, eine Ethik erstellt. Schließlich, weil sie mit dieser Ethik auch herantritt an die Gesellschaft.

Es spricht überhaupt nichts gegen einen Schulausflug einer Klasse zum römisch-germanischen Museum in Köln. Gucken, wie ihre Stadt gegründet wurde und Bedeutung gewann als Colonia Agrippina. Dann sieht man freilich im Keller auch das prächtige Bacchus-(/Dionysos-)Mosaik. Ein alter, toter Gott.

Dann kann man aber auch abschließend mal fuffzig Meter weiter links, im Dom,den Dreikönigsschrein angucken gehen. Und im Unterricht dann aufarbeiten, wie dieser Köln erneut zum Wallfahrts- und somit Handelszentrum machte. Und nebenbei mal erwähnen, daß es niemals nicht Heilige Drei Könige gegeben hat und vollkommen unklar ist, wessen Gebeine dort verehrt werden. Das buche ich alles an unter Stadtgeschichte. Allgemeinbildung. Tut keinen Muslim weh und keinem Atheisten; tote, heidnische Götter, und tote, Heilige Könige, die keine sind.
 
In den USA gibt es home schooling, also keinen Zwang für die Eltern, das Kind in die Schule zu schicken.
Im öffentlichen Unterricht kann man nicht für alles eine Ausnahme machen. Der eine will nicht schwimmen, der nächste nicht turnen, der übernächste nicht an der Klassenfahrt teilnehmen.
Es wurde kein Religionsunterricht aufgezwungen, sondern einzig im Klassenverband ein Sakralbau besucht. So what?
Wir haben Religionsfreiheit, also auch die Freiheit, sich von Religionen frei zu halten, sie sich vom Hals zu halten. Wir machen auch keine verpflichtenden Besuche bei Wahrsagerinnen.
 
Wir haben Religionsfreiheit, also auch die Freiheit, sich von Religionen frei zu halten, sie sich vom Hals zu halten. Wir machen auch keine verpflichtenden Besuche bei Wahrsagerinnen.
Du hast im Rahmen der Gesetze auch Kulturfreiheit. Trotzdem werden Schüler nicht frei von Kultur gehalten.

Es wird auch einen Grund gegeben haben warum diese Klasse ausgerechnet in Erdkunde eine Moschee besucht hat. Das wird zum Thema in dieser Klasse in deren Unterricht geworden sein, vielleicht haben viele den Wunsch geäussert auch mal zu einer Moschee zu gehen weil man sowas im normalen leben nicht kennenlernt, es ja aber trotzdem zur Kultur und Geschichte unseres Landes gehört.
Der Lehrer wird seinen Bildungsauftrag erkannt und erfüllt haben. Was daraus wieder gemacht wird ist lächerlich.

Ich bin absolut für die Abschaffung von Religionen und jeglichem Unfug der dazu gehört, wie Kirchen und Sharia oder Beschneiung oder Busse tun oder Frauen diskriminieren mit Methode. Also im ganz grossen Stil. ;)
(Was jeder für sich glaubt würde weiterhin jedem freistehen)
Dennoch sollte man die Geschichten und Kulturen dieser Welt kennen. Möglichst jeden Winkel davon. Sonst lernt man niemals aus Geschichte.
Dazu gehören eben auch Ausflüge zu
KZs, Gefängnissen, Kirchen, Moscheen, den Bundestag (Politik steht auch jedem in jeder Richtung frei), Vera am Mittag, Kino oder Kirmes ebenso wie Karneval (noch so ein überflüssiger Unfug aus dem Kirchenrepertoire)
 
Es wird auch einen Grund gegeben haben warum diese Klasse ausgerechnet in Erdkunde eine Moschee besucht hat.
Du meinst, theologische Aspekte sind außen vor geblieben? Dann hätte die Besichtigung des Teils von außen gereicht. Nochmal: Ich bin nicht gegen die Besichtigung von Sakralbauten, aber gegen die Verpflichtung, aktiv genutzte Sakralbauten zu betreten. Den Zwang von Besuch einer Moschee oder Kirche sehe ich ähnlich wie die Zwangsbeköstigung mit Schweinefleisch in der Schulmensa.
 
Du meinst, theologische Aspekte sind außen vor geblieben? Dann hätte die Besichtigung des Teils von außen gereicht. Nochmal: Ich bin nicht gegen die Besichtigung von Sakralbauten, aber gegen die Verpflichtung, aktiv genutzte Sakralbauten zu betreten. Den Zwang von Besuch einer Moschee oder Kirche sehe ich ähnlich wie die Zwangsbeköstigung mit Schweinefleisch in der Schulmensa.
Steigt aus deinem Körper Rauch auf wenn du geweihten Boden betrittst oder woher kommt diese Phobie?

Zwangsbeköstigung mit Schweinefleisch wäre ein Bruch der Glaubensnormen. Für einen Muslim wie für einen ateistischen Vegetarierer auch.
Das wäre eher mit Beten in einer Moschee oder unfreiwillig bekommenen Sakramenten zu vergleichen.
Völlig andere Hausnummer.
 
Es wird auch einen Grund gegeben haben warum diese Klasse ausgerechnet in Erdkunde eine Moschee besucht hat.

Gab es. Im Erdkunde-Unterricht stand das Thema Orient auf dem Lehrplan.

Wie berichtet, hatte im Juni 2016 eine Lehrerin des Rendsburger Kronwerk Gymnasiums mit ihrer siebten Klasse im Rahmen des Geographie-Unterrichts zum Thema „Der Orient – Machtfaktoren Wasser und Erdöl“ den Moschee-Besuch geplant. Nicht dabei: der 13-Jährige. Er blieb zu Hause, weil sich seine Eltern aus weltanschaulichen Gründen weigerten, ihren Sohn in die Moschee zu lassen, die noch vor einigen Jahren im Fokus des Verfassungsschutzes stand. Die Schule wertete das Fernbleiben des Jungen als „Schulschwänzen“ und damit als Ordnungswidrigkeit.

Es hatte auch andere Überlegungen gegeben, die Sache zu klären:

Das Ministerium bestätigte damals auf Anfrage des sh:z, der Vater des Schülers habe vorgeschlagen, den Sohn alternativ am Unterricht einer Parallelklasse teilnehmen zu lassen. Dieses wurde von der Schule abgelehnt. Rektorin Renate Fritzsche sagte, das Ministerium habe Schulen dazu ermuntert, Moscheen zu besuchen. „Es ist ein wichtiges Ziel unserer Erziehung, die Bereitschaft bei den Kindern zu erwecken, sich mit fremden Kulturen zu beschäftigen und sie zu tolerieren.“ Das wurde auch vom Ministerium bestätigt: Mit dem Besuch der Moschee im Rahmen des Geographie-Unterrichts entspreche die Schule dem grundlegenden pädagogischen Ziel des Schulgesetzes von Schleswig-Holstein: „Die Schule soll die Offenheit des jungen Menschen gegenüber kultureller und religiöser Vielfalt, den Willen zur Völkerverständigung und die Friedensfähigkeit fördern“, so der Behördensprecher. Der Moscheebesuch sei eine verpflichtende Unterrichtsveranstaltung.

https://www.shz.de/lokales/landesze...ee-eltern-muessen-vor-gericht-id17080801.html

Nun kann man die Meinung vertreten, dass die Schule sich da unnötig stur gezeigt hat: was sprach denn dagegen, das Kind in dieser Zeit in eine Parallelklasse zu schicken? Die Details hinter der schulischen Entscheidung kenne ich nicht, aber sie dürften in erster Linie dem Gedanken gefolgt sein, das Schulgesetz gleichmäßig anzuwenden und keine ideologisch oder religiös begründeten Ausnahmen zuzulassen. Wenn beispielsweise muslimische Mädchen verpflichtend am Schwimmunterricht teilnehmen müssen, obwohl es ihnen [und/oder ihren Eltern] ohne Burkini unangenehm ist, wäre es schwerlich vertretbar, einen Jungen, der [unter dem Einfluss seiner Eltern] keinen Sakralbau betreten soll, mit Ersatzunterricht in einer Parallelklasse zu beschäftigen. Denn dann könnten sich die Eltern des Mädchens genauso darauf berufen.

Nochmal: Ich bin nicht gegen die Besichtigung von Sakralbauten, aber gegen die Verpflichtung, aktiv genutzte Sakralbauten zu betreten. Den Zwang von Besuch einer Moschee oder Kirche sehe ich ähnlich wie die Zwangsbeköstigung mit Schweinefleisch in der Schulmensa.

Na ja, so weit ich orientiert bin, gibt es in Schulmensen auch die Möglichkeit, auf ein vegetarisches Gericht auszuweichen. Insofern hinkt der Vergleich. ;- )

Was man allerdings auch wissen sollte: die Rendsburger Moschee war und ist keineswegs unumstritten.
https://www.zeit.de/gesellschaft/ze...schee-glaubenskrieg-rendsburg/komplettansicht
Wegen ihrer Verbindungen mit Millî Görüş (die Moschee gehört zum IGMG) wurde der dortige Moscheeverein jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet. Das ist m.W. inzwischen nicht mehr der Fall.
Aber unproblematisch finde ich diesen Hintergrund auch nicht und frage mich, inwieweit das in der Vor- oder Nachbereitung des Unterrichts thematisiert wurde? Andersherum gedacht: hätte man mein Kind in der 7. Klasse in eine Kirche geschleift, in der christliche Fundis das Sagen haben, hätte ich das auch nicht glücklich gefunden. Natürlich wäre er mitgegangen, klar. Auch um ihn nicht künstlich auszugrenzen. Rechtsstreit finde ich viel zu hoch aufgehängt, da tut mir der Junge leid. Aber ich hätte schon nach Alternativen gefragt (... meines Erachtens gibt es immer welche) und danach, wie das im Unterricht vermittelt wird.
 
Also wieso ein Moscheenbesuch für das Thema "Orient-Machtfaktor Wasser und Öl" zielführend sein soll muß man mir mal erklären. Da wäre ein Klassenausflug nach Dresden zur Yenidze sinnvoller gewesen^^
 
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