Brexit - das Phantom

Dieses Thema im Forum "Politik- und Geschichtsforum" wurde erstellt von Mendelssohn, 3 Mai 2017.

  1. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Siehst du, genau deshalb, wegen dieses deutschen Chauvinismus, misstrauen die Briten der EU.
    Mir hätte besser gefallen, wenn du geschrieben hättest: was für ein bs, Deutschland will nicht die EU dominieren, sondern durch die Wettbewerbsfähigkeit der EU seine eigene Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Wohlstand nicht auf Kosten der Partner, sondern mit allen Partnern.
     
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  2. alterali
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    alterali Well-Known Member

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    So gestutzt: Applaus, Applaua.

    Deutschland sollte bescheidener auftreten. von sich aus.
     
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  3. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Andernfalls könnten auch noch die Franzosen, Holländer, Dänen und andere Nettoeinzahler nervös werden.
     
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  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Es war Schäuble, der über Griechenland den Daumen zu heben oder zu senken hatte. Ich schrieb ja: Ob uns das gefällt oder nicht.
     
  5. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Allerdings. Vor allem Frankreich hat mehr zu hupen, als Alu glaubt. Dass es aktuell nicht so wirkt, liegt an m.E. Merkels Lethargie, die so ziemlich jede französische Initiative (absichtsvoll?) verpennt hat.
     
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  6. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Boris Johnson heute:
    Man wolle mit der EU ein Freihandelsabkommen wie es Kanada habe. Aber man werde weder EU-Umwelt-Auflagen erfüllen, noch sonst eine EU-Richtlinie.
    So kann er lange auf ein kanada-ähnliches Freihandelsabkommen warten. Das kriegt er mit der Einstellung noch nicht mal mit Kanada hin.
     
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  7. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    O.k., Teilrückzieher: Wir sind zum Glück nicht der Hegemon in der EU, wie es das US-Imperium ist im westlichen Bündnis.

    Aber ohne uns läuft nun mal nichts.
     
  8. Msane
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    Msane Well-Known Member

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    Deutschland ist widerwillens der Hegemon der EU, trotz bewussten Leistetretens kann sich Deutschland der Situation nur schwerlich entziehen, da wir durch die Wirtschaftskraft und Bevölkerungsgröße automatisch in diese Position kommen.
    Dazu kommt das uns EU-Partner auch in diese Rolle drängen, wirtschaftlich gut entwickelte aber kleine EU-Länder wünschen sich eine stärkere Rolle Deutschlands in der EU, während andere europäische Regierungen uns in diese Rolle drängen wenn sie etwas von uns wollen, und um sich vor den eigenen Wählern als Opfer deutscher Hegemonie darzustellen.

    Das Gegenteil zu Deutschland ist Frankreich, der Beitrag Frankreichs ist meistens recht klein aber die franz. Regierung prescht generell offensiv nach vorn und sieht sich selbst als europäische Führungsmacht.
    Frankreich wäre gerne in der Rolle Deutschlands.

    Deutschland und Frankreich ergänzen sich in der EU gegenseitig, man spricht ja auch vom deutsch-französischen Führungsduo der EU.
    Und genau das stinkt den Briten.
    Die Briten, zumindest die Brexiteers, sehen sich selbst als Großmacht, die immer davon profitierte wenn sich Frankreich und Deutschland bekriegt haben.
    Historisch gesehen hat Großbritannien immer dann Giftpfeile geschossen wenn ihnen die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland zu groß wurde.


    .
     
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  9. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    @Msane Schön auf den Punkt gebracht :)
     
  10. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Das war vor dem Brexit. Jetzt ist nach dem Brexit, und Seehofer hat geliefert: eine Sonderregelung für Briten während des Übergangszeitraums.
    Unterdessen hatte ich den unglücklichen Kandidaten angespitzt, sich mit seinen Fragen ans Berliner Innenministerium zu wenden (was nix brachte, weil sie ihm nur die inzwischen überholte Gesetzeslage erklärten) und danach unter Umgehung der Ausländerbehörde direkt an den Landrat: mit der Bitte nach einer umgekehrten Beibehaltungsgenehmigung. Heute kam die Antwort: alles paletti! Er kann seinen britischen Pass behalten, wenn er seine Einbürgerungsunterlagen bis Ende 2020 einreicht. ;)
    Die Website des Innenministeriums ist entsprechend geändert:

    "Während des Übergangszeitraums gilt für britische Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber die Ausnahmeregelung für Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten fort. Sie können mit fortbestehender britischer Staatsangehörigkeit eingebürgert werden.

    Bei britischen Staatsangehörigen, die vor Ablauf des Übergangszeitraums (also bis zum 31.12.2020) einen Antrag auf Einbürgerung in Deutschland gestellt haben, gilt eine Übergangsregelung. Bei ihnen wird von dem sonst nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz erforderlichen Ausscheiden aus der britischen Staatsangehörigkeit abgesehen, sofern alle weiteren Einbürgerungsvoraussetzungen vor Ablauf des Übergangszeitraums erfüllt waren und zum Zeitpunkt der Einbürgerung weiterhin erfüllt sind.

    Nach Ende des Übergangszeitraums hingegen können britische Staatsangehörige grundsätzlich nur eingebürgert werden, wenn sie zuvor die britische Staatsangehörigkeit aufgegeben haben."

    https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/.../brexit/faqs-brexit.html#doc13119490bodyText4

    Na bitte, geht doch. Ein glücklicher Brite mehr. :)
     
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