@EnRetard Ich habe darüber nachgedacht, die FR und die
taz haben ja eine ähnliche Wahrnehmung, aber abgesehen davon, daß Lindner von Anfang an die FDP lieber in der Opposition gesehen hätte, halte ich das für eine grüne Verschwörungstheorie.
Und zwar nur aus einem einzigen Grund: Wenn es Lindner um eine Inszenierung gegangen wäre, dann hätte er das NetzDG zum Knackpunkt gemacht. Darüber sind die Pegidisten und Neurechten mit am erbostesten: Daß sie bei
Twitter und
Facebook gemobbt werden. Und ich bin so boshaft, den GRÜNEN zu unterstellen, daß ihnen ihre Gesinnungsschnüffelei auszuweiten im Zweifel wichtiger gewesen wäre, als irgendwelche Braunkohlekraftwerke. Das möchte ich aus Verhandlungskreisen hören: Die FDP hat das NetzDG zu Fall gebracht (eigentlich kein Problem, das hat eh keinen Bestand vor der EU), und ist trotzdem gegangen. Dann glaube ich das.
Lindner hätte den Abgang besser inszeniert, wenn er ihn denn inszeniert hätte.
Und es gibt das Risiko Neuwahlen. Ich halte das für die FDP für sehr riskant. Die CDU wird ihr einige Stimmen abjagen, die eigentlich für Merkel als Kanzlerin waren, aber auch für ein starkes Gegengewicht zu den GRÜNEN.