Sind wir zusammengewachsen?.....Oder: Fluch und Segen der Wiedervereinigung!

Meine persönliche Meinung zur Wiedervereinigung ist:

  • durchgehend positiv

  • weitgehend positiv

  • positiv

  • negativ

  • weitgehend negativ

  • durchgehend negativ

  • mir egal

  • baut die Mauer wieder auf!


Das Ergebnis kann erst nach Abgabe einer Stimme betrachtet werden.

Burebista

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4 November 2015
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Ja, das hat gestern bei mir das Faß zum überlaufen gebracht. Ich dachte ich lese nicht richtig.
Ach, liebe @sommersonne. Bei uns in Rumänien diskutiert man das Thema seit 2017. Die PSD will nur das, was in Deutschland passiert: dass die Staatsanwaltschaft der Regierung unterworfen sein müsste. Die PNL und die USR meinen, dass die Staatsanwaltschaft unabhängig sein müsste. Vor 2005 war auch in RO, wie in D. die Staatanwaltschaft dem Minister unterworfen. Nach 2005 wurde sie unabhängig. Die PSD hat nach 2017 Gesetze durchgesetzt ( := ) und der Justizminister wurde wieder Chef der Staatsanwaltschaft, wie in Deutschland eben.
Seit 2017 habe ich im Netz geforscht, nachgesucht und bin zur Schlussfolgerung gekommen, dass D. nicht das beste Model sei, was der Kampf gegen die Korruption beträfe. Der Justizminister ist Chef der Staatsanwalt in D., habe ich verstanden. Gibt nicht schriftliche Orden über die Personen, die ermittelt werden müssen, aber kann die Meinung und die Direktiven auch mündlich weitergeben. Die PSD hat immer geschrien, dass in D. ein Justizminister den Staatsanwaltschef feuern ließ! Und fragte sich, warum das in RO nicht auch möglich sei!!!???!!!

Hier eine neue Meldung:
https://adz.ro/artikel/artikel/staatschef-kuendigt-ruecknahme-der-justizreform-der-psd-an
 
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sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Wer 30 Jahre!!!! keine Arbeit findet, der hat sich halt entschieden keine neue Arbeit zu finden und sollte auch nicht klagen.


.
Wer damals 40 war ist heute 70 und die Lust der AG ihn einzustellen erst recht gegen Null.;)
Ich z.B. habe als erstes Schriftsetzer gelernt auf einer Linotype-Maschine. Diese gab es im Westteil zur Wende schon garnicht mehr. (Ich habe da aber auch nicht mehr als Schriftsetzer gearbeitet.) So ging es mit vielen Berufen die in der DDR noch üblich waren. Natürlich gab es dann sogenannte Umschulungen, Lehrgänge usw.

Ich habe ja schon mehrmals von meiner Nachbarin in Jena geschrieben. Die konnte sich das Wohnzimmer mit Zertifikaten tapezieren. Eingestellt wurde sie trotzdem nie. Das hat mich auch nicht gewundert. Welcher Arbeitgeber möchte schon jemanden einstellen der eine nur "Schnellbesohlung" hinter sich hatte und über 40 Jahre alt war. Sie ist garantiert nicht die Einzige gewesen der das so gegangen ist.

Diese Schulungen waren verschwendetes Geld und falsch eingesetzt. Es wäre besser gewesen die Menschen einen Beruf richtig von der Pike auf erlernen zu lassen als massenhaft sinnlose Schulungen zu veranstalten. So hätte man vielleicht doch ein paar mehr Menschen in Arbeit bringen können, statt sie nur zu beschäftigen mit Bwerbungsseminaren und Umschulungen u.ä..
Ich befürchte das die Politiker sehr wohl wußten das es nicht mehr möglich war allen ehemaligen DDR-Bürgern wieder Arbeit zu geben.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Burebista

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4 November 2015
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Bananen und Jacobs Krönung und Nike Schuhe und BMWs waren schwer zu kriegen. Pures Elend!
Ich weiss nicht wie es in der DDR ging. Aber in den Zeiten (Ende 80ger) in Rumänien ging uns schlecht, da der Strom immer unterbrochen wurde. Und immer wieder über Ceausescu im Radio hören mussten. Aber das war das kleinste Übel. Das Problem war: man hatte Geld, aber man konnte nichts öffentlich kaufen. Sondern nur auf dem Schwarzmarkt. Dort konnte man alles bekommen.

Und, obwohl es viele Strompannen gab, dauerten diese nicht lange. So konnte das Fleisch, das alle auf dem schwarzen Markt kaufen konnten, doch nicht einschmelzen und nass werden.

Da waren DDR-Bürger mit den Rucksäcken durch Rumänien ins Gebirge und durch die Städte und Dörfer unterwegs. Die schenkten Kaffee-Packungen. Auch mir haben DDR-Reisenden Kaffee-Packungen angeboten. Und es gab noch die Polen, die immer eine große Tasche dabei hatten und in den Zügen alles verkaufen wollten.
Die letzten Westler, mit denen ich vor 1989 sprach, waren Schweizer, 1986. Die sagten mir, dass die nie wieder hier kommen würden, das die Läden leer seien und trotzdem im Hotel alles zu essen bekommen konnten. Wir, die Einheimischen, hatten alles auf dem Schwarzmarkt. Denn Geld gab es sowieso.

Es war eine verwirrende Zeit. Aber auch in RO könnte man das nicht mit "Elend" beschreiben. Vor 1989 hatten wir im Haus einen Kühlschrank und eine Gefrierlade. Die haben wir nach 1990 abgeschafft. Hatten alles was wir brauchten. Nur keinen freien Markt, sondern Schwarzmarkt. Nur keine freie Medien im Innland, sondern Freies Europa, BBC, Deutsche Welle auf Rum., Voice of America auf Rum., das man ganz frei hören konnte, ohne bestraft zu werden. Habe diese Sender sogar im Krankenhaus frei und laut hören können, als ich 1986 krank war in einem Krankenhaus in Tg. Muresch/Neumarkt.

Es war schlimm, weil es Diktatur war. Aber es war nicht ein Elend.

Es war nicht Elend, es war etwas ganz anderes. Anpassung an den Gegebenheiten, aber mit der Sicherheit, dass man nie hungern konnte. Und wir haben nicht gehungert.
 
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Berfin1980

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19 Juni 2015
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Ja und?
Es geht in dem Artikel auch um die Familie, zum Glück hat Frau Lübcke ihre tollen Söhne an der Seite. Es geht aber auch um Tatbestände und offene Fragen?
Wenn einem reinen Strafrechtler wie Prof. Dr. Holger Matt diese Dinge auffallen, dann ist da was dran. Und wenn an der Uni Vorlesungen überfüllt waren, dann bei ihm.

In Corona Zeiten bricht dann der Server zusammen.
 
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sommersonne

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19 März 2017
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Da waren DDR-Bürger mit den Rucksäcken durch Rumänien ins Gebirge und durch die Städte und Dörfer unterwegs. Die schenkten Kaffee-Packungen. Auch mir haben DDR-Reisenden Kaffee-Packungen angeboten.
Das kann ich mir garnicht vorstellen. Kaffee war sehr sehr teuer. Es sei denn sie wollten ihn verkaufen um rumänische Währung zu bekommen.
Ich war nie in Rumänien. Aber vielleicht war es so wie in Ungarn oder der CSSR. Man durfte nur einen bestimmten Betrag umtauschen. Jeder versuchte dann etwas mehr Währung zu bekommen. Denn es gab immer etwas was es im eigenen Land nicht gab.
 
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Burebista

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4 November 2015
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Das kann ich mir garnicht vorstellen. Kaffee war sehr sehr teuer. Es sei denn sie wollten ihn verkaufen um rumänische Währung zu bekommen.
Ich war nie in Rumänien. Aber vielleicht war es so wie in Ungarn oder der CSSR. Man durfte nur einen bestimmten Betrag umtauschen. Jeder versuchte dann etwas mehr Währung zu bekommen. Denn es gab immer etwas was es im eigenen Land nicht gab.
Weiss nicht. Mir wurde kein Kaffee verkauft, sondern im Bahnhof, in Copsa Mica (Kleinkopisch) von Ostdeutschen verschenkt. Habe auch nicht angenommen, da ich Angst hatte, dass Augen dabei waren.
Was ich sagen kann: es waren viele Ostdeutsche da zwischen 1986-1989. Manche aus Rostock, manche aus Dresden, usw. Ich frage sie, ob sie westdeutsches Fernsehen sehen konnten. Die Dresdner sagten immer, sie könnten das nicht, weil sie in einem Eimer stecken würden und keinen Empfang hätten.
Die Rostocker habe ich immer sehr schlecht verstanden. Die sprachen kein Deutsch, sondern Sylaben-Teutsch...